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LÖTZ TALK The sustainable football podcast

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Amnesty International zur Katar-WM: „Es besteht ein riesiger Nachbesserungsbedarf“

24.09.2022 00:40:17

In Folge 18 von LÖTZ TALK, dem sustainable football podcast, ist Ellen Wesemüller zu Gast. Mit Host Thomas Lötz spricht die Pressesprecherin von Amnesty International über Menschenrechte, die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar und weshalb – trotz aller Bemühungen des Emirats – für die Hunderttausenden von Arbeitsmigrant*innen, für Frauen und Nicht-Heterosexuelle noch längst nicht alles so ist, wie es sein sollte.

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„Der Fußball, wie er heute ist, ist gescheitert“

17.09.2022 00:42:41

In Folge 17 von LÖTZ TALK, dem sustainable football podcast, ist Alina Schwermer zu Gast. Die 31-Jährige Journalistin (taz, jungle world, Deutsche Welle) hat mit „Futopia – Ideen für eine bessere Fußballwelt“ ein Buch geschrieben, in dem sie den aktuellen Fußball nicht nur fundamental in Frage stellt, sondern vor allem reichhaltig Ansätze für einen anderen, einen besseren Fußball liefert. Entsprechend ist „Futopia“ in diesem Jahr von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur zum „Fußballbuch des Jahres“ nominiert worden. Im Talk mit Host Thomas Lötz spricht Alina nicht nur über ihr Buch, sondern auch über Männer, die plötzlich Frauenfußball gucken, über Kylian Mbappé, ihre Freude an der Champions League und weshalb ihr weder die Nachhaltigkeitsbemühungen der DFL noch die Initiative „Fußball kann mehr“ so richtig taugen.

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Raus aus dem DFB?

10.09.2022 00:58:30

In Folge 16 von LÖTZ TALK, dem sustainable football podcast, sind die Rechtsanwältin Julia Olbrisch und Ex-Nationalspielerin und TV-Expertin Tabea Kemme zu Gast. Mit Host Thomas Lötz sprechen die beiden, die sich in der Initiative „Fußball kann mehr“ engagieren, über den sogenannten Frauenfußball, Equal Pay und ob der Hype um die Fußball-EM in England sich nachhaltig auf die Frauen-Bundesliga auswirkt – oder die Liga am Ende doch aus dem DFB raus muss, um eine gute Zukunft zu haben.

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Marcus Sagitz (PreZero): „Da ist noch eine Menge Luft nach oben“

03.09.2022 00:38:53

In Folge 15 von LÖTZ TALK, dem sustainable football podcast, ist Marcus Sagitz zu Gast. Der 38-jährige Head of Marketing von PreZero, einem zur Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) gehörenden Entsorgungs- und Recyclingunternehmen, erklärt die Vision des ersten abfallfreien Bundesligastadions. Darüber hinaus spricht Sagitz mit Host Thomas Lötz darüber, wie Stadionrasen zu Autogrammkarten wird und ob die Zusammenarbeit mit Profiklubs wie der TSG Hoffenheim und RB Leipzig in Sachen Nachhaltigkeit einfacher ist, weil diese moderner ausgerichtet und mit dem richtigen „Mindset“ ausgestattet sind.

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Patrick Ittrich

27.08.2022 00:45:01

In Folge 14 von LÖTZ TALK ist Patrick Ittrich zu Gast. Der 43-Jährige ist einer der bekanntesten Bundesligaschiedsrichter, bekannt auch dafür, Klartext zu reden. So auch in diesem Gespräch mit Host Thomas Lötz, dass von Gewaltandrohungen gegenüber Unparteiischen über nachhaltiges Reisen zu Spieleinsätzen, dem Mangel an Schiedsrichterinnen bis hin zur Neuausrichtung der Ausbildung des Schiedsrichternachwuchses geht.

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Sebastian Kube, Nielsen Sports

20.08.2022 00:39:51

In Folge 13 von LÖTZ TALK ist Sebastian Kube zu Gast. Der 43-Jährige ist Vice President Sales Operations & Account Management bei Nielsen Sports, einer Abteilung des weltweit führenden Unternehmens zur Analyse von Sponsoringmaßnahmen. Im Gespräch gewährt er exklusive Einblicke in die brandneue Nielsen-Studie zum Thema „Nachhaltigkeit im Sport“, spricht über die Wichtigkeit von authentischen Nachhaltigkeitsstrategien und das Glaubwürdigskeitsproblem der FIFA

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Sven Freese, HSV Supporters Club, stellt klar

13.08.2022 00:39:07

In Folge 12 von Lötz Talk, dem sustainable football Podcast, ist Sven Freese zu Gast. Sven ist – wie es offiziell heißt – gewählter Abteilungsleiter des Supporters Club beim Hamburger SV, der mit 65.000 Mitgliedern stärksten Abteilung im HSV e.V. Mit ihm spricht Host Thomas Lötz u.a. über Greenwashing, den Fall Bakery Jatta, Stadionwürste aus Massentierhaltung und das nicht-nachhaltige Reisen von Fußballfans zu Auswärtsspielen ihrer Klubs.

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VIVA-CON-AGUA Initiator Benny Adrion

06.08.2022 00:41:34

In der ersten Folge nach der Sommerpause ist Benny Adrion zu Gast bei LÖTZ TALK, dem sustainable football podcast. Der ehemalige Fußballprofi, der seine Sportlerkarriere im Alter von gerade mal 25 Jahren beendete, ist als Initiator von Viva con Agua heute ein erfolgreicher Social Entrepreneur. Im Gespräch mit Thomas Lötz spricht der 41-Jährige unter anderem über die Nachhaltigkeitsbestrebungen der DFL, sein (bis dato geheimes) Filmprojekt zur umstrittenen WM in Katar und er zeigt durchaus auch Verständnis für junge Profifußballer, für die nachhaltiges Handeln nicht unbedingt an erster Stelle im Leben steht.

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Sponsorenvereinigung S20: Boykott ist keine Lösung

05.04.2022 00:24:00

In Folge 10 von LÖTZ TALK, dem sustainable football podcast, sind Jana Bernhard und Stephan Althoff von der Sponsorenvereinigung S20 zu Gast. Mit Host Thomas Lötz sprechen sie unter anderem über Konsequenzen für das Sponsoring in Zeiten des Ukrainekriegs und die – nicht nur im Fußball – verbesserungswürdige Quote von Frauen in Führungspositionen. (Wir bitten die teilweise schlechte Tonqualität zu entschuldigen.)

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HSV Sportvorstand Jonas Boldt: Die Krise als Chance für Nachhaltigkeit nutzen

23.03.2022 00:34:21

In Folge 9 von LÖTZ TALK ist Jonas Boldt zu Gast. Der Sportvorstand des Hamburger SV spricht über Nachhaltigkeit in Form von personaler Kontinuität, weshalb massive finanzielle Einbrüche und sportliche Misserfolge auch ihre guten Seiten haben können und warum es unter ihm beim HSV keine Investoren geben wird, die die Werte und Ziele des Vereins nicht teilen.

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Nachhaltigkeit & VIP-Tickets für Katar

17.02.2022 00:38:45

In Folge 8 von LÖTZ TALK, dem sustainable football podcast, ist Thomas Lötz zu Gast bei der Sportbusinessagentur Sportfive in Hamburg. Mit Hendrik Schiphorst, dem Geschäftsführer des Unternehmens in Deutschland, und Mario Lucan, Leiter der neu aufgestellten Abteilung Sustainability, spricht er über Eigen- vs. Fremdvermarktung und wie Sportfive das Thema Nachhaltigkeit nicht nur für seine Kunden, sondern auch für sich als Unternehmen angeht. Wie das vereinbar ist mit dem Verkauf von VIP-Packages für die umstrittene Weltmeisterschaft in Katar, erklären Schiphorst und Lucan genauso, wie sie auch die Idee diskutieren, den deutschen Supercup in Saudi-Arabien ausspielen zu lassen. Dazu muss man wissen: Sportfive ist die Vermarktungsagentur für das Duell des deutschen Meisters mit dem deutschen Pokalsieger.

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Raphael Brinkert zum DFB: Revolution statt Evolution

01.02.2022 00:30:30

Raphael Brinkert, der Mann, dessen Werbekampagne half, den in Umfragen abgeschlagenen Olaf Scholz ins Bundeskanzleramt zu befördern, zeigt dem Deutschen Fußball-Bund in der aktuellen Folge von LÖTZ TALK die Richtung aus jener Krise heraus, in der sich der größte Einzelsportverband der Welt seit geraumer Zeit befindet. „Es ist sicherlich eher die Zeit für eine Revolution als für eine Evolution“, sagt Brinkert. Für diese Transformation hält der Werber und Schalke-Fan den für die Wahl zum DFB-Präsidenten nominierten Funktionär Peter Peters für nicht geeignet. Brinkert: „Dass Peter Peters überhaupt als Kandidat infrage kommt, finde ich schon befremdlich, wenn ich mir seine Leistung beim FC Schalke 04 anschaue.“ Dass Nachhaltigkeitsaspekte bald elementarer Bestandteil der Lizenzierungskriterien für die beiden höchsten deutschen Fußballligen werden, empfindet Brinkert als einen „richtigen Weg“. Ebenso verrät Brinkert, weshalb der Trend weg von klassischen Vereinsclaims hin zu Saisonmotti der Klubs gehen wird.

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Was gerade wichtig ist

25.01.2022 00:38:28

LÖTZ TALK heute zum ersten Mal ohne Gast. Stattdessen gibt Host Thomas Lötz einen kleinen Ausblick, auf jene zwei Themen, die in den kommenden Wochen in Sachen Fußball und Nachhaltigkeit besonderes Augenmerk verdienen. Der krisengeschüttelte DFB wählt Anfang März einen neuen Präsidenten – und die DFL hat verkündet, dass sie Nachhaltigkeitskriterien bei der Lizenzvergabe Platz einräumen will. Beim DFB sollte es mit dem Teufel zugehen, wenn der neue Präsident nicht Bernd Neuendorf heißt. Für den 60-jährigen ehemaligen Journalisten und Staatssekretär spricht eindeutig die Zusammensetzung des DFB-Bundestags, jenem Gremium, das den neuen Präsidenten am 11. März wählen wird und in dem die dort herrschende Machtkonzentration dem Herausforderer Peter Peters keine Chance lässt. Neuendorf hat gerade in einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk von einen „Kulturwandel“ gesprochen, den er im größten Einzelsportverband der Welt einläuten will. Fest steht: Es gibt eine Menge an „Kultur“, die im DFB zu wandeln ist. Die DFL ist in Sachen Diversität und Gleichberechtigung zumindest einen Schritt weiter als der DFB. Seit Jahresbeginn steht mit Donata Hopfen erstmals eine Frau an der Spitze des Ligaverbands. Und auch in anderer Hinsicht hat die DFL die Nase vorn: Zukünftig werden Nachhaltigkeitskriterien bei der Lizensierung in der 1. und 2. Bundesliga eine Rolle spielen. Zwar sind die Voraussetzungen zur nachhaltigsten Liga der Welt werden zu können, derzeit nicht die allerbesten. Entscheidend ist aber auch in diesem Fall: Die deutschen Profiklubs haben sich auf den Weg gemacht.

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„Diese Strukturen blockieren jegliche Reformvorhaben“

17.01.2022 00:22:45

Juristin Julia Olbrisch über den DFB: „Diese Strukturen blockieren jegliche Reformvorhaben“ Alle reden immer darüber, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) reformunfähig ist – die Erklärungen dafür machen sich in der Regel an Einzelpersonen, den verkrusteten Strukturen oder dem eigenen Bauchgefühl fest. Die Hamburger Juristin Julia Olbrisch, die u.a. die Intiative „Fußball kann mehr“ berät, wollte es genauer wissen und hat sich deshalb eingehend mit den Satzungen des DFB, seiner Regional- und Landesverbände beschäftigt. In der aktuellen Ausgabe des Podcasts LÖTZ TALK kommt sie zu einem eindeutigen Fazit: „Diese Strukturen blockieren jegliche Reformvorhaben. Die Satzung begünstigt die Machtkonzentration in den Händen bzw. den Stimmen weniger Männer und verhindert eine Partizipation sowie Debattenkultur.“ Julia Olbrisch erläutert ebenfalls, wie intransparente, verbandsinterne Mechanismen und Gewohnheiten im DFB wirken und dazu geführt haben, dass heute – also lange vor der eigentlichen Wahl am 11. März – bereits feststeht, wer der neue Präsident des größten Einzelsportverbands der Welt und seiner 7,1 Millionen Mitglieder wird. Dabei kommt der sogenannten Konferenz der Regional- und Landesverbandsvorsitzenden im DFB, die aus den Präsidenten dieser Verbände besteht, eine besonderen Rolle zu. Qua Satzung soll diese Konferenz eine beratende Funktion ausüben.“Allerdings beschränkt sie sich meiner Meinung nach nicht nur auf ihre beratende Funktion“, so Olbrisch. Es entstehe, so die Juristin weiter, „der Eindruck, dass sich die Präsidenten, die diesem Gremium angehören, bereits vor der Wahl auf einen Kandidaten festgelegt haben, was dem Gedanken einer demokratischen Entscheidung auf dem kommenden Bundestag im März fundamental entgegen steht.“

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„Leistungsdruck gibt es natürlich, absolut“

11.01.2022 00:30:46

„Leistungsdruck gibt es natürlich, absolut." Pelle Nilsson, Leiter des RB Leipzig Career Centers In Folge 4 von LÖTZ TALK ist Pelle Nilsson von RB Leipzig zu Gast. Der 39-Jährige Ex-Profi (u.a Hoffenheim, Nürnberg, Kopenhagen) leitet seit 2020 das so genannte „Career Center“, das für eine höhere Durchlässigkeit vom Nachwuchsbereich in die Leipziger Bundesligamannschaft sorgen soll. Ein Manko, das RB bis dato in Vergleich zur Mehrheit der deutschen Profiklubs hat. Im Gespräch mit Thomas Lötz erklärt Nilsson, was das RB-Career-Center im Vergleich zu gewöhnlichen Nachwuchsleistungszentren in Deutschland anders macht, weshalb in den deutschen Profilligen weniger junge Talente zum Einsatz kommen als beispielsweise in den Niederlanden und warum eine Profikarriere nicht als gescheitert anzusehen ist, weil es ein Spieler am Ende „nur“ in die Regionalliga schafft.

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Michael Ströll, GF des FC Augsburg über Glaubwürdigkeit im Nachhaltigkeitsbereich

21.12.2021 00:32:30

Michael Ströll, GF FC Augsburg: „Ich glaube, dass wir ein großes Stück an Glaubwürdigkeit verspielt haben als Profifußballvereine“ In der aktuellen Folge von „LÖTZ TALK - the sustainable football podcast“ ist Michael Ströll zu Gast. Der Geschäftsführer des Fußball-Erstligisten FC Augsburg spricht über das erste CO2-neutrale Stadion der Welt (in Augsburg), räumt erkennbare Nachholpotenziale in Sachen FairTrade-Merchandising sowie bei der Abfallvermeidung ein und stellt die brandneue Nachhaltigkeitsstrategie des FC Augsburg vor. Zudem erklärt der 37-Jährige die ideelle Ausrichtung seines Klubs: „Wir wollen primär ein regional verwurzelter Verein sein, wir möchten für Stadt und Region sportlich performen, aber wir wollen auch sozial und gesellschaftlich unserer Verantwortung gerecht werden.“ Entsprechend beruht die neue Nachhaltigkeitsstrategie des FCA auf drei Säulen: dem sozialen Engagement, das weiter ausgebaut werden soll. Dem Thema Bewegung und Bildung – hier wird der Klub in Kooperation mit der Stadt und einem Sozialträger eine öffentliche Kindertagesstätte für 99 Kinder errichten und betreiben. Und nicht zuletzt wird sich der Verein stärker in Umwelt- und Klimaschutz engagieren: Hier ist insbesondere der vier Hektar große „FCA-Wald“ zu nennen, den man auf einer Grünfläche schaffen und gemeinsam mit Fans, Mitgliedern und Sponsoren bewirtschaften möchte. Aber auch dem Thema Corona und seinen Folgen widmet sich Ströll bei LÖTZ TALK. Für den beim Gros der Bundesligavereine auszumachenden Zuschauerschwund während der Corona-Pandemie hat der FCA-Geschäftsführer eine Ursache ausgemacht: „Ich glaube, dass wir ein großes Stück an Glaubwürdigkeit verspielt haben als Profifußballvereine.“ Insbesondere Vertreter großer Klubs, so der FCA-Geschäftsführer, hätten zu Beginn der Pandemie zum Umdenken aufgerufen: besser wirtschaften, sich stärker gesellschaftlichen Themen zuwenden, die Sorgen und Nöte der Fans erst nehmen. „Da ist seitdem nichts passiert“, sagt Ströll. „Viele Vereine wirtschaften und agieren, als ob nichts gewesen wäre. Das kann ich nicht nachvollziehen, nicht verstehen, und ich glaube, dass das auch zu einem Glaubwürdigkeitsverlust geführt hat.“ In Augsburg arbeite man nach anderen, nachhaltigeren Prinzipien, Ströll: „Wenn ich Einbußen habe, dann kann ich eben nicht so viel ausgeben.“ Im Gegensatz zu anderen Profivereinen hat der FCA im bisherigen Verlauf der Pandemie keine finanzielle Fremdhilfe, etwa in Form von Bank- oder Landesbürgschaften, aufgenommen, geschweige denn das Angebot von Kurzarbeit für seine Angestellten in Anspruch genommen. „Uns war wichtig, der Gesellschaft etwas zurückzugeben und keine Hilfen in Anspruch zu nehmen“, so Ströll. Aber wenn die Krise weiter anhalten werde und Geisterspiele für einen längeren Zeitraum Realität bleiben, schwant Michael Ströll für seinen Klubnichts Gutes: „Bislang haben wir es ohne Hilfen geschafft, kann aber sein, dass das dann in Zukunft ein Thema werden muss.“ LÖTZ TALK ist der erste wöchentliche Podcast zum Thema Fußball und Nachhaltigkeit. Er ist über alle gängigen Podcast-Plattformen sowie über www.loetztalk.de abrufbar.

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FC Internationale Berlin - über zertifizierte Nachhaltigkeit und den DFB

14.12.2021 00:28:04

In Folge 2 von LÖTZ TALK – The sustainable Football podcast ist Gerd Thomas zu Gast. Gerd ist nicht nur 1. Vorsitzender des Amateurklubs FC Internationale Berlin. Sein 1.250 Mitglieder starker Klub aus dem Westen der Hauptstadt ist auch der erste Amateurverein in Deutschland, der das Nachhaltigkeitszertifikat des TÜV Rheinland erhalten hat. Eigentlich ein Grund zur Freude, sollte man meinen, auch für den Berliner Fußball-Verband. Irrtum. Thomas in LÖTZ TALK: „Ich stelle fest, dass der Verband sich um unsere Nachhaltigkeitsinitiative überhaupt nicht gekümmert hat.“ Überhaupt hat Gerd Thomas es nicht so mit den vielen ehrenamtlichen Würdeträgern in den Regionalverbänden und beim DFB. „Ich würde mir wünschen, dass eben einfach von der sogenannten Ehrenamtsebene deutlich mehr Impulse kommen.“ Gerade auch, wenn es um das Thema gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit geht: „Der Eindruck bei den Vereinen ist aber so, dass der DFB – und leider auch die meisten Landesverbände – sich nicht genügend kümmern.“ Und das hat, so Thomas, Gründe: „Ich finde, der DFB ist – genauso wie auch andere Sportververbände – nicht so modern aufgestellt, wie man das Jahr 2021 sein sollte.“ So mangele es unter anderem an einer festgeschriebenen, direkten Partizipation der Vereine: „Ich glaube, es braucht einfach eine Vertretung der Amateure von der Praxis, von der Basis, die wirklich im DFB auch Gehör findet. Und am besten wirklich mit im Präsidium sitzt.“ Und Thomas versteht auch nicht, dass der größte Einzelsportverband der Welt nicht viel öfter seine schiere Größe auch für nachhaltige Ziele einsetzt: „Natürlich könnte der DFB auch auf Sportartikelhersteller oder auf Luftfahrtunternehmen, mit denen sie durch die Gegend fliegen, einwirken und sagen: Wir sind der DFB mit sieben Millionen Mitgliedern, und zum Thema Nachhaltigkeit haben wir hier ein bisschen was zu sagen.“ Schließlich berichtet Thomas eindrucksvoll auch von den erheblichen Schwierigkeiten, mit denen man als Berliner Amateurklub zu schaffen hat, wenn man versucht, nachhaltigere Kunstrasenplätze in der Hauptstadt an den Start zu bringen. Unter anderem wurde ein bereits zugesagter Kunstrasen mit gesundheitsunbedenklicher Korkfüllung (statt des herkömmlichen, gesundheitsschädlichen Kunststoffabfalls) vom Bezirk – ohne Angaben von Gründen – zurück gepfiffen. Es folgte eine öffentliche Entschuldigung des zuständigen Stadtrats und „jetzt kriegen wir tatsächlich dann nächstes Jahr endlich, mit Verzögerung von zwei Jahren – hoffentlich – einen Kunstrasenplatz mit Korkfüllung.“

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„Wir wollen der nachhaltigste Klub der Welt sein!“

07.12.2021 00:30:10

„Fußball wäre wahrscheinlich am nachhaltigsten, wenn er gar nicht stattfinden würde.“ Sagt Dirk Schlünz, Geschäftsleiter Vermarktung des 1. FC Nürnberg in LÖTZ TALK. Für den 50-Jährigen, der zuletzt den FC St. Pauli von der Fremd- auf die Eigenvermarktung umgestellt und sich dies seit Oktober auch beim Traditionsklub 1. FC Nürnberg zur Aufgabe gemacht hat, sind Vermarktung und Nachhaltigkeit kein Widerspruch: „Jedenfalls dann nicht, wenn man auch in der Vermarktung nachhaltig agiert.“ Nachhaltigkeit ist für Schlünz keine gut klingende, clevere Verkaufsstrategie oder Produktkategorie. „Für mich ist Nachhaltigkeit in erster Linie eine innere Haltung, eine Art universaler Wert. Und danach sollte man eigentlich versuchen, alle Entscheidungen innerhalb eines Unternehmens – oder auch in unserem Fall innerhalb eines Vereins – zu treffen.“ Noch dazu, weil wir derzeit „in einer volatilen, unsicheren, komplexen, mehrdeutigen Welt leben. Und da greifen die klassischen Management-Tools, nach denen man Unternehmensentscheidungen ausrichtet, nicht mehr so richtig, sondern man muss eigentlich eine Ebene höher gehen und sagen: Was sind meine Werte und nur die sind stabil, auch über die Dauer, und nachhaltig stabil, egal was in der Welt passiert. Egal ob eine Pandemie kommt. Egal ob es soziale Verwerfungen oder Spaltungen gibt – die Werte bleiben, und ich kann meine Entscheidung im Unternehmen immer nach diesen Werten ausrichten.“ In seinem Leitbild hat der 1. FC Nürnberg ein besonderes großes Ziel ausgelobt: „der nachhaltigste Verein der Welt“ zu werden. „Es ist eine ganz klare Vision, es ist ein ganz klares Unternehmensziel“, erläutert Schlünz, „hinter dem sich alle Mitarbeiter versammeln können und über das absolute Einigkeit besteht, dass man da hin will.“ Das Thema Nachhaltigkeit „muss bei allen im Verein oder in einem Unternehmen verankert sein, die Entscheidungen treffen. Egal auf welchem Level. Weil nur dann wird es Bestandteil einer Kultur, und nur dann ist es wirklich am Ende auch nachhaltig.“ „Fußball wäre wahrscheinlich am nachhaltigsten, wenn er gar nicht stattfinden würde.“ Dass Nachhaltigkeit – auch in ihrer Umsetzung – ein eher langfristiges Unterfangen ist, verneint Schlünz nicht: „Wir haben die Diskussion Mobilitätswende, Kohleausstieg und so weiter. Ja, das muss alles gemacht werden, aber geht eben nicht von heute auf morgen. Und so werden auch Fußballvereine nicht von heute auf morgen komplett nachhaltig, sondern das ist erstmal eine Bewusstseinsänderung, dass man darüber nachdenkt.“ Die aber vor allem bei den Großen des Fußballbusiness nicht angekommen ist. Schlünz: „Paris Saint-Germain und Manchester City sind für mich in eigentlich kaum einem Belang wirklich nachhaltig. Sind sie es noch nicht mal sportlich, wenn man die eigenen Ansprüche, die sie an sich haben, überprüft. Und das ist auch ganz beruhigend und ganz schön zu sehen.“

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LÖTZ TALK Teaser

08.11.2021 00:01:29

Im Dezember 2021 startet LÖTZ TALK, der erste Podcast, der sich des Themas Fußball und Nachhaltigkeit annimmt. Jede Woche spricht und diskutiert Thomas Lötz – früherer Leiter des Sportressorts von Spiegel Online, Autor zahlreicher Fußballbücher und Programmleiter im auf Fußballliteratur spezialisierten Verlag Die Werkstatt – mit einem Gast. In einem bis zu 25-minütigen Gespräch werden Ideen, Projekte und Maßnahmen des Gegenübers vorgestellt, beleuchtet und hinterfragt. Denn LÖTZ TALK ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch informativ und manchmal instigativ. LÖTZ TALK verfolgt das Thema Nachhaltigkeit in seinen wesentlichen drei Aspekten: Profit – Planet – People. Mal wird der Fokus auf ökologische Aspekte, mal auf Nachhaltigkeit im Sinne des gesellschaftlichen Zusammenseins und mal mit Blick auf die wirtschaftliche Seite des Fußballs gelegt. Die Gäste kommen aus allen Felder des Fußballs: Vereinsvertreter der Profiligen und Amateurligen, Vermarkter, Fans, Sponsoren, Medien, Veranstaltern, Verbänden und Dienstleister.

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