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    Folge 224: Bin i Radi, bin i König (Gast: Uli Köhler)

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    00:41:54

    Petar Radenković war Torwart bei 1860 München. Das lässt sich bei Wikipedia einfach nachlesen. Alles andere zu „Radi“ ist legendär und hat mit einem Torhüter wenig zu tun. So hat er als Sänger mehr als 400.0000 Schallplatten verkauft, wurde bei den beliebtesten Menschen Deutschlands in den 60ern in einer Reihe mit John F. Kennedy, Albert Schweitzer und Winnetou genannt. Winnetou? Wirklich! Und er ist der König von Giesing. Richtig gelesen. Dort wo der Kaiser aufgewachsen ist, wird der König bis heute verehrt. Petar Radenković mochten sie sogar bei den roten Nachbarn. Nur Sepp Maier hatte irgendwie Angst, dass ihm da einer in Sachen Verrücktheit die Show stiehlt. Wenn Manuel Neuer auf dem Platz Ausflüge macht, dann ist „Radi“ im Grünwalder Stadion auf Weltreise gegangen. Ohne Rucksack, dafür mit Rückendeckung. Er flog durch die Luft, zeigte Tricks und nebenbei sang er wahrscheinlich einen seiner Hits „Arbeit macht das Leben süß“. In den Anfängen der kontrovers diskutierten Bundesliga kam mit ihm der Zirkus in die Stadt und die Leere ins Tor. Unser lieber Uli Köhler, selbst talentierter Torwart in der Bayern-Jugend, erlebte Radenković und seine spezielle Aura im und außerhalb des Fußballs. Mario ist wieder da und hat Nachholspiel anlässlich des 90. Geburtstags von Radi mit seiner Lebensgeschichte beschenkt. Das liest sich jetzt komisch! Ja, aber sollte nicht auch ein Torwart im Tor stehen? Diesmal ist gefühlt alles anders. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 223: Das erste Fußballspiel in Deutschland (Gast: Petra Tabarelli)

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    00:44:58

    Eigentlich unterrichtete Konrad Koch Deutsch, Latein und Griechisch am Martino-Katharineum-Gymnasium in Braunschweig. Die wichtigste Sprache war für den jungen Lehrer allerdings der Sport. Um den starren und strengen Turnunterricht der Kaiserzeit aufzulockern, führte Koch zunächst Schulspiele ein und ließ im Herbst 1874 seine Schüler schließlich das erste Fußballspiel auf deutschem Boden austragen. "Moment", sagt Fußballhistorikerin und Regelexpertin Petra Tabarelli. Das von Koch aufgesetzte erste deutsche Regelwerk erinnert mehr an Rugby, als an den Fußball, wie wir ihn heute kennen. Nachholspiel reist zum Ursprung und turnt auf den Säulen der deutschen Fußballgeschichte. Magie oder Mythos? Abseits oder Absurdität? Alles nur geklaut oder alles halb so wild? Der Fußball-Urknall und Nachholspiel ist mit Petra mittendrin. Rugby ist Geschichte. Deshalb reden wir drüber. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 222: "Wir sind unter uns" – Vier BRD-Teams im UEFA-Cup-Halbfinale

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    00:57:13

    In den 70ern gab es nichts besseres auf der Welt als den deutschen Fußball. Zumindest keinen größeren Trophäenschrank. Zum Ende des Jahrzehnts, kurz vor dem Ende der BRD-Dominanz, sollte die Erfolgsgeschichte um ein kurioses Kapitel ergänzt werden: Mönchengladbach, Stuttgart, Bayern München und Frankfurt standen in der Saison 1979/80 im Halbfinale des UEFA-Pokals. Der junge Lothar Matthäus machte bei Gladbach seine ersten großen Schritte und folgenschwere Fehler. In Stuttgart wird Hermann Ohlicher für seinen Lucky Punch in Turin bis heute gefeiert, die Bayern wunderten sich damals schon über die "Scheißstimmung" im Olympiastadion. Beim späteren Sieger Frankfurt wurde eine Legende gefeiert, die gar nicht mitgespielt hatte und auf der Party sollte auch noch der Pokal verloren werden. Nachholspiel ist im Freizeitpark angekommen. Namen wie Attraktionen und Zuckerwatte. Hansi Müller, Ewald Lienen, Winnie Schäfer, der erste arbeitslose Fußballer, Rekordmann Charly Körbel, Horst Ehrmanntraut, Werner Lorant, Bernd "Sitzkopfball" Hölzenbein und Trainer-Frischling Jupp Heynckes auf der Bank. Ah, und San Siro staunt noch heute über die Bude von Harald Nickel. Der Nickel? Oder der andere? Findet es selbst heraus. Wir sind ja schließlich unter uns. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 221: Rasenfunk (Gast: Max-Jacob Ost)

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    01:10:04

    Max schaut für Euch seit zehn Jahren Fußball. Alle Partien der Frauen-und Männer-Bundesliga. Er muss Spiele parallel schauen, um es zeitlich zu schaffen. Hoffenheim und Wolfsburg meistens auf dem kleinen Bildschirm, die Ballzauberer aus Leverkusen und Stuttgart bekommen die große Fläche. Alles wird notiert und analysiert. „Am Wochenende ist Kernarbeitszeit“. Wir lassen das mal auf Euch wirken. Der Rasenfunk ist viel, viel Vorbereitung und die nie enden wollende Nachspielzeit unter den Fußball-Podcasts. Die bunte Tribüne für Journalist*innen und Fans, auf der gerne nach Abpfiff sitzen geblieben wird. Eine Liebeserklärung an das, was viele die schönste Nebensache der Welt nennen. Ohne Werbebande und Konfetti-Halbzeitshow. Max und Frank Helmschrott haben 2014 im Mittelkreis angefangen, den Ball hochzuhalten, mittlerweile ist das Stadion in jeder Folge ausverkauft. Tom Bartels hat damit übrigens nichts zu tun. Der Rasenfunk wird seither von Spenden finanziert und kann sich auf eine treue und interaktive Community verlassen. Max hat keine Torwand, meldet sich nicht vom Abgrund, füttert selten das Phrasenschwein, aber er hat am legendären 11Freunde-Liveticker mitgeschrieben. Für die Nachholspiel-Jury ist der Rasenfunk ein prägendes, identitätsstiftendes Fußball-Medium, dessen Geschichte und Entwicklung es zu beleuchten gilt. Ein Gespräch, so spannend und abwechslungsreich wie 11 Leben. Irgendwo zwischen Taktik und anderen Podcasts zwischen verlockenden Angeboten, dem Konzentrations-Endgegner Wolfsburg gegen Hoffenheim und einmal erkannt werden neben Jochen Breyer. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 220: Marta – Ikone des Frauenfußballs (feat. Anja Mittag)

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    01:02:02

    "Pelé im Rock" ist der typisch plumpe Versuch, Brasiliens Weltstar im Frauenfußball einzuordnen. Zugegeben, mit keinem Größeren ihres Landes hätte sie verglichen werden können, ist sie mittlerweile ja auch Namensträgerin eines eigenen FIFA-Awards. Marta, dieser Name steht für eine immer da gewesene, generationsübergreifende Identifikationsfigur ihres Sports. Als hätte sie nicht die 10, sondern "GOAT" als globales Aushängeschild auf dem Trikot stehen. Mit 38 Jahren hat sie ihre Karriere in der Seleção beendet und Nachholspiel hat sofort alles stehen und liegen gelassen, um dieser Frau die erste weibliche Legendenfolge zu widmen. Geholfen hat uns Anja Mittag, die bei uns schon längst ein Denkmal im Gästezimmer hat. Ihr Trophäenschrank wäre bei einem Umzug schwerer als Waschmaschine und Trockner zusammen, umso bemerkenswerter sind ihre Geschichten und Beobachtungen über Marta aus ihrer gemeinsamen Zeit in Schweden. Ihre Ballbehandlung, ihre Dramen, ihre Vorbildfunktion, ihr Wirken neben dem Platz. Marta Viera da Silva – Königin des Fußballs. Kleiner hatten wir es nicht! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 219: Fußball bei Olympia (Gast: Rudi Bommer)

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    00:51:27

    Wir kommen mit den Olympischen Spielen zurück aus der Sommerpause. Genauer gesagt mit Los Angeles 1984 und Seoul 1988 sowie einem herrlich-ehrlichen Rudi Bommer. Trotz Bronzemedaille in Südkorea redet er viel lieber über die spektakulären Spiele in den Staaten. Und das alles wegen Franz Beckenbauer. "Geht’s raus, spielt‘s Fußball", aber bitte nicht bei Olympia. Oder muss selbst unter den Ringen das Runde immer ins Eckige? Der Fußball genießt schon so viel Aufmerksamkeit, da kann er Leichtathletik, Schwimmen oder Turnen doch wenigstens alle vier Jahre die Bühne überlassen. Die Frage wollten wir nicht abschließend klären, die Diskussion allerdings haben wir geführt. In LA waren die Spiele auch wegen Fußball ein Meilenstein der olympischen Geschichte. Rudi Bommer und die DFB-Auswahl hätten eigentlich gar nicht dabei sein sollen, waren es aber trotzdem. Einen Dreierpack hat er im Turnier auch nicht geschnürt, obwohl das der DFB bis heute behauptet. Ah, und eine Rolex hat Rudi Bommer im olympischen Dorf übrigens auch nicht getragen, obwohl er die Uhr mehrmals erwähnt. Mit oder ohne Olympische Spiele: unser geliebter Fußball bleibt verrückt. Nachholspiel erfindet die größte Eistonne der Welt, ehrt endlich Erich Ribbeck, erfährt von Olympia am Wickeltisch und zaubert plötzlich Mario und Matthias Stach aus dem Hut.  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Kurzes Lebenszeichen: Werdet Nachholspieler*in!

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    00:10:43

    Seit über fünf Jahren gibt’s Fußball-Geschichte(n) quasi für lau. Es macht großen Spaß, gemeinsam mit euch Woche für Woche Themen auszubuddeln und zum Leben zu erwecken. Doch Spaß kostet, in unserem Falle: Zeit, Energie…und für technischen Krimskrams auch Geld. Wenn ihr uns also unterstützen wollt, ist das ab jetzt möglich. Natürlich freiwillig und nur so lange ihr mögt. Patreon macht's möglich. Wenn ihr mitmachen wollt oder mehr Infos braucht, klickt einfach auf diesen Link. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Nachholquiz: "Wer wird Legionär?" #6

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    00:30:54

    Vor der Sommerpause wird es bei Nachholspiel skandalös: Hans glaubt tatsächlich mit billigem Fragen-Recycling durchzukommen. Der Leergut-Automat schluckt seine "Flasche leer" allerdings nicht. Harry Wijnvoord würde diesen Quizmaster auf den Mond schießen oder in die Wüste Dakars schicken. Zu Fuß! Zu seiner Rettung ist viel Werder drin mit gleich drei Maskottchen, obwohl die doch gar keins haben?! Der hat doch nicht schon wieder…apropos: Möwie noch een? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Nachholquiz: "Wer wird Legionär?" #5

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    00:24:03

    Jaja, die erste Folge von unserem Sommerquiz hatte es in sich. Olli entschuldigt sich und Mario beweist, dass gute Fragen nicht zu schwer sein müssen. Direkt wie Hugo Sanchez, goldener als David Trezeguet und so treffsicher wie Geoff Hurst 1966. "Wer wird Legionär" diese Woche sogar mit Überraschungsfrage. Spiel, Spaß und Spannung. Nachholspiel eben. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Nachholquiz: "Wer wird Legionär?" #4

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    00:14:21

    Endlich wieder Quiz, endlich wieder rauchende Köpfe, endlich mal anspruchsvolle Fragen zur Europameisterschaft. Olli hat allerdings das Alphabet ausgedünnt und die Antwortmöglichkeiten A, B und C vergessen. Mario und Hans und kein Telefonjoker unter dieser Nummer. WWL diesmal mehr WWE! Wrestling am Quiz-Tisch für eine lehrreiche Sommerpause. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 218: FUMS (Gast: Lars Kranenkamp)

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    00:55:49

    Humor ist, wenn der geistreiche Kommentator mit einem legendären Wortspiel auf einer Zitatkachel verewigt wird. Satire ist, wenn der selbstverliebte Kommentator seinen außergewöhnlichen Arbeitsnachweis bereits vor dem Spiel vielversprechend vorbereitet und ankündigt. True story! Fußball ist ein unromantisches, schnelllebiges Geschäft geworden und für einen Moment nur durch einen viralen Flitzer mit guter Botschaft auf dem nackten Hintern zu pausieren. FUMS!Das Magazin für Fußball und Humor ist seit mehr als zehn Jahren die wortgewaltige 3. Halbzeit, die kreative Erzählebene, der andere Blick auf unser liebstes Spiel, das kurios-witzige Bild, das uns zum Lachen bringt und einen ähnlichen Wiedererkennungswert hat wie die Kippen-Schachtel in den Stutzen von Walter Frosch. FUMS ist, als hätte Sepp Maier die Ente bis heute nicht gefangen. Weiter, immer weiter.Das Team rund um Co-Geschäftsführer Lars Kranenkamp denkt komisch und arbeitet kommerziell. Die Fanseele wird unterhalten, der Werbepartner professionell beraten. Mit einer organisch gewachsenen Community von über 800.000 Followerinnen und Followern ist aus vier großen Buchstaben ein kleines Universum erwachsen und in dem fliegt das Raumschiff der Rhetorik schwerelos, völlig losgelöst sozusagen. Nachholspiel schaltet auf Neologismus und ruft "FUMS online" aus, schaut hinter die Lacher und kommt plötzlich im Garten von Gründer Cord Sauer raus. Die Folge mit unserem guten Freund Lars ist kurzweilig und kunterbunt. Ein Gespräch über das Handwerk Humor, Fritz von Thurn und Taxis, soziale Verantwortung und eine Kuh. Und zwar nicht irgendeine, sondern tatsächlich die Kuh.  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 217: Die EM 1988

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    01:12:22

    Helmut Kohl war stinksauer, ein ARD-Brennpunkt fand auch keine Lösung und dann wischte sich Ronald Koeman mit dem Trikot von Olaf Thon auch noch den Hintern ab. Die Heim-EM in Deutschland lieferte Skandale und am Ende ein Jahrhunderttor von Marco van Basten. Mit nur acht Teams kam die Europameisterschaft wie der kleine hässliche Bruder der Weltmeisterschaft daher, dabei waren die Geschichten des Turniers schöner als der Schnörres von Jürgen Kohler. Der schreit vor seinem VHS-Rekorder heute noch "Videobeweis!", während der damalige Gastgeber bei diesem Bild nach wie vor zum Lachen in den Keller geht. Eine DFB-Truppe mit dem Kaiser auf der Trainerbank und dem "Dschungel-König" Eike Immel im Kasten. Auf dem Weg zum Triumph von 1990 wurde Fußball-Deutschland erstmal in Schwarz-Rot-Oranje getaucht und Nachholspiel betreibt vorbildlich Nachbarschaftshilfe bei der Legendenbildung. Ruud Gullit schlaflos in Hamburg, warum heute alle im Pokal "wir fahren nach Berlin" skandieren und wieso die schönste Frisur der Nation Wolfgang Rolff laut Hans endlich eine eigene Folge verdient hat.  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 216: EM-Spezial (Gäste: Nachholspiel United)

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    01:14:36

    Allein die heute startende Heim-Europameisterschaft ist ja schon historisch, unsere Gäste und ihre liebsten EM-Momente sind dann aber mal so wirklich was für die Ewigkeit! Fußball ist Geschichte, deshalb lassen wir sie reden: Uli Köhler, Jonas Friedrich, Lucas Vogelsang, Michael Leopold, Maik Nöcker, Gregor Ryl und unser Mario vom Flughafen in London mit seinem König im Gepäck. Diese Folge ist überraschender als ein Blick unter einen Schottenrock. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 215: Die Nationalmannschaft des Saarlandes

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    00:32:14

    Das geht über Eure Vorstellungskraft, das Saarland hatte 'ne Nationalmannschaft. Was für ein Hit! Zwischen 1950 und 1956 war das heute kleinste Bundesland Deutschlands im Fußball eine große Nummer. Als eigenständiges politisches Gebilde unter französischem Protektorat führte sich der SFB (Saarländischer Fußballbund) wie ein gallisches Dorf auf. Die Nationalmannschaft bestritt insgesamt 19 Länderspiele, darunter auch die WM-Qualifikation gegen die späteren Helden von Bern. Es ist eine Geschichte von Stolz, Dickköpfigkeit und möglicherweise knallgelben Trikots. Auch wenn das nicht überliefert ist. Nachholspiel reibt sich bei der Überschrift immer noch die Augen. Wir sparen beim Saarland nicht an Galileo-Vergleichen, ehren zum widerholten Male Helmut Schön, lassen Jay-Jay Okocha durch die Aufzeichnung dribbeln und schenken Waldemar Philippi nur aufgrund seines wundervollen Namens eine Legendenfolge. Zugegeben, unsere Betriebssysteme fahren zwischendurch mal runter, deshalb sei der Heimatverein des bekanntesten Sohnes des Saarlandes zumindest hier nachgereicht: Grüße gehen raus an den SV Auersmacher. Jaja, aber bei Simon Jentzsch haben natürlich alle wieder gelacht. Denn das Saarland hatte tatsächlich auch eine B-Nationalmannschaft. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 214: Reals CL-Hattrick oder: Die regeln das!

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    01:10:50

    Zinédine Zidane ist kein Heiliger, ein Magier allemal. Als Spieler war er zu Unglaublichem imstande. Technische Brillanz, Kreativität und Vision, Torgefahr, großartige Leistungen in großen Spielen und dann auch noch den pöbelnden Materazzi umgehauen. Chapeau Zizou! Und der Trainer Zidane? Der hat als Neuling mit Real Madrid dreimal in Folge die Champions League gewonnen. 2016, 2017, 2018. Beim Spieler kommen wir trotz dieser fantastischen Leistung aber irgendwie mehr ins Schwärmen. Warum? Kaum zu erklären. Die königliche Titelsammlung des Rekordgewinners der Königsklasse ist einfach zu prall gefüllt und inzwischen mit eigener Postleitzahl versehen. Real, die weiße Erfolgsmaschine, das abgeklärte Starensemble, die pragmatische Spielweise. Weshalb Gegner, Fans und eigentlich alle wissen: in den entscheidenden Momenten regeln die das schon. Also auch Zidane als Trainer - der macht das schon. Pep Guardiola wird als Taktik-Guru vergöttert, Jürgen Klopp als emotionaler Bolzen geliebt und bei Zidane wissen nur die Wenigsten, was ihn eigentlich auszeichnet und wie er dreimal als unerfahrener Coach den Henkelpott gewinnen konnte. Nachholspiel versucht dem realen Wahnsinn auf den Grund zu gehen und den Titel-Hattrick zu begreifen. Gemeinsam mit dem VfL Wolfsburg, Loris Karius, einem durch die Luft fliegenden Gareth Bale und viel blindem Verständnis. Also bei Olli, Mario und Hans sowieso und dann auch ein bisschen bei den Königlichen. Womöglich ist das ganze Trainer-Ding bei Zidane ganz einfach: Legenden strahlen umso mehr im Lichte einer Legende. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 213: "Oooohhh, St. Pauli!" (Gast: König Boris)

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    01:00:12

    Nachholspiel steht bei der päpstlichen Heiligsprechung noch hinter Lucio in der Warteschlange, also haben wir die Audienz bei König Boris vorgezogen. Jesus loves you. Podcast ist brotlose Kunst, mit Boris von "Fettes Brot"! Beim FC St. Pauli gehörte er zum Inventar, mit Fahne in der Hand und Totenkopf im Herzen. Der gebürtige Hamburger träumt von Europa und Auswärtsfahrten nach Rumänien. Wer in Homburg eine vollgelaufenen Toilette in einem Jugendhaus und in Dortmund Zwei-Mark-Münzen werfende Hooligans überlebt hat, der hat mit seinem Klub wirklich alles erlebt. Jetzt also wieder Bundesliga. Mit Boris und seinen kongenialen Bandkollegen im Kuchenblock. Mehr als 30 Jahre haben sie mit ihrer Musik Wortschätze und Stadien gefüllt, jetzt schallen ihre Hits wie ein emotionales Echo aus dem Fanblock. Nachholspiel schenkt Euch nach Monchi den nächsten Ohrwurm. Und nicht nur der ist hängen geblieben. Fußball ist immer noch wichtig. Kommerz und Haltung. King of Vorfreude und natürlich Disneyland after Dark. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 212: Düsseldorf im Europapokalfinale (Gast: Rudi Bommer)

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    00:43:47

    Womöglich ist die Verlängerung im Fußball nur für dieses Spiel erfunden worden. Fortuna Düsseldorf gegen den FC Barcelona. Ein Krimi, der in keine 90 Minuten gepasst hat, mit zwei Kreuzbandrissen, sieben Toren und dem schönen Kommentatoren-Satz: "Wenn Kampf die Technik auffrisst". Der 21-jährige Rudi Bommer war so ein Kilometerfresser und im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger 1979 in Basel der Kettenhund des niederländischen Vize-Weltmeisters Johan Neeskens. Nicht nur in den Zweikämpfen auf Augenhöhe, auch im Spielverlauf. 0:1, 1:1, 1:2, 2:2. Fortuna Furoja, die favorisierten Spanier an den Rand einer Niederlage gebracht und schließlich knapp am Triumph für die Ewigkeit vorbei gegrätscht. Am Ende sollten zumindest zwei Düsseldorf-Trikots mit dem Pokal auf einem Foto verewigt werden. Die Fortuna hatte eine glückliche Reise durch Europa hinter sich und ausgerechnet der Weg zurück nach Hause sollte sich als größter Gänsehaut-Moment herausstellen. In der Deutschen Bahn kommt das Beste eben zum Schluss. Nachholspiel lässt Rudi Bommer nochmal in die körperliche und emotionale Eistonne hüpfen, der auch diesem Spiel seine erfolgreiche Karriere als Spieler und Trainer zu verdanken hat. Sieg oder Niederlage, so viele Jahre später eigentlich egal. Hauptsache unvergessen. Oder wie unser Kommentator im Finale beim ersten Ausgleich der Fortuna legendär sagte: "Thomas oder Klaus? Schreiben wir Allofs hin, dann sind wir auf jeden Fall richtig."  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 211: Superclásico (Gast: Ole Zeisler)

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    01:16:24

    Argentinien hat dem Fußball Maradona und Messi geschenkt und ein Derby, das alle Gegensätze dieser Welt für 90 Minuten auf dem Platz vereint. Das Duell zwischen River Plate und den Boca Juniors ist geprägt von Gewalt, Klassenkämpfen und unterschiedlichen Spielphilosophien. Das ewige Duell kann über die Jahre kuriose und dramatische Geschichten erzählen. In der Außenbetrachtung ist der Superclásico Kult, aus Fanperspektive das Phänomen einer gespaltenen Stadt. NDR-Autor Ole Zeisler hat die größten Derbys des Fußballs dokumentiert und die emotional aufgeladene Atmosphäre in Buenos Aires vor dem Spiel der Spiele tagelang erlebt. Nachholspiel lässt bei der Mutter aller Derbys nichts aus: Die Stadien, die Spieler, die Storys von der Straße. Ole und sein Hörsturz auf der Tribüne, Mario tanzt Tango bei Google Maps, Hans denkt immer noch an das Kuchen-Stadion aus Scheiße und Olli wird zum leidenschaftlichen Grenzgänger zwischen zwei verfeindeten Fanlagern.  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 210: Leverkusen 2002 – Könige ohne Krone (Gast: Thomas Brdarić)

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    01:18:26

    Ganz Europa durchgespielt und schließlich erst an Endgegner Zinédine Zidane gescheitert. Das Beste, wohl mehr das Bitterste kommt eben zum Schluss. Bayer Leverkusen hatte das Theaterstück "Vizekusen" zwei Jahre zuvor eigentlich schon aufgeführt, das große Finale sollte aber noch folgen. Das Drama kennt keine Gnade und trotz heldenhaftem Verlauf keine Gerechtigkeit. Klaus Toppmöller führte eine Werkself wie auf Pillen ins Endspiel der Champions League. Typen wie Butt, Lucio, Nowotny und Ze Roberto, außerdem "der weiße Brasilianer", der "Schwatte" und vor allem das Kopfballungeheuer und der Vorschlaghammer der Nation. Michael Ballack hatte den Hut auf, aber am Ende leider keine Krone. Das Finale in Glasgow sollte von einem Fuß entschieden und von tausend Armen festgehalten werden. Zizou schrieb Geschichte und Weltstar Iker Casillas wurde geboren. Nachholspiel nimmt euch mit in den "Nebel des Grauens", lässt das Old Trafford aufstehen und die BayArena explodieren. Unser Gast Thomas Brdarić präsentiert uns das Making of einer hollywoodreifen Vorstellung, dessen Ende bis heute einer miesen Tragikkomödie gleicht. Bayer Leverkusen 2002 ist das größte deutsche "Fast-Triple" der Geschichte - deshalb reden wir endlich darüber. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 209: Nottingham Forest – Helden in Stutzen Teil 2 (Gast: Martin Tyler)

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    00:58:40

    Brian Clough ist der Vorreiter der Laptop-Trainer, nur ohne Laptop und das Taktik-Geplänkel. Clough dachte seiner Zeit voraus und das stets laut. Er war der Klugscheißer des englischen Fußballs und ein Sprücheklopfer mit einer Zitatensammlung voller Perlen. Dem Fußballgott raubte er den Rasen und selbst Schwergewichtslegende Muhammad Ali hätte er Kick and Rush ausgetrieben. Clough war unkonventionell und unberechenbar. Bei Derby County feuerte er den Greenkeeper und zwei Tee-Damen. Wenn er Lust hatte das Training zu leiten, formte er Mannschaften zu Unbesiegbaren. Mit Nottingham Forest machte er Europa zu seiner Spielwiese und die Insel zu seinem Wohnzimmer. Womöglich hat er am Ende sogar die Formation von Stonehenge zu verantworten, den TV-Streit des Jahrhunderts auf jeden Fall. Clough suchte die Konfrontation und die Kontroversen in seiner Karriere. Ein Umstand, der ihm im Bezug auf seinen langjährigen, kongenialen Co-Trainer Peter Taylor das Herz brechen sollte. Nachholspiel feiert den größten englischen Trainer, der nie Nationalcoach war. Eine Folge über besondere Begegnungen und Freundschaften. Mario trifft in London einen alten Weggefährten von Brian Clough, den er selbst als Freund gewonnen hat. Auf einen Kaffee mit Kommentatoren-Urgestein Martin Tyler in Wimbledon. So lange haben wir ihn noch noch nie erzählen lassen. Nur für Genießer. Und Fernando Torres. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 208: Nottingham Forest – Helden in Stutzen (Teil 1)

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    01:00:54

    Die Stadt in der Mitte Englands ist berühmt für die Sage um Robin Hood und für ihre sagenhafte Fußballmannschaft um Trainer Brian Clough. Typen wie Tony Woodcock, John Robertson und Torwartikone Peter Shilton kamen zwar nicht in Strumpfhosen daher, ihr Beutezug sollte aber auch weit über die Wälder Nottinghams hinausgehen. Getreu der heldenhaften Parole "den Reichen nehmen und den Armen geben" gewann der Klub als Aufsteiger Ende der 70er zweimal in Folge sensationell den Europapokal der Landesmeister. Leute, Nottingham ist der einzige Verein, der mehr Landesmeisterpokale als Meisterschaften holte! Nachholspiel feiert einen Traditionsverein, der seine erfolgreichsten Zeiten nur noch im verstaubten Trophäenschrank bestaunen kann, dessen absurde Anekdoten aber nie besser waren: Englands Rekordnationalspieler und seine übermotivierten Trainingseinheiten auf einer Verkehrsinsel auf Mallorca. Die vielleicht kurioseste Pressekonferenz der Fußballgeschichte und das womöglich schlechteste Finale aller Zeiten haben wir auch noch. Außerdem: Eike Immel und der 50/50-Joker bei "Wer wird Millionär" und jede Menge Didi Hamann. Hat der nicht auch mal für Nottingham gespielt?Nachholspiel kann dieser legendären Truppe nicht nur eine Folge widmen. Trainer Brian Clough bekommt in #208 sogar eine ganz eigene. Strumpfhosen an, Stutzen hochziehen, Nottingham Forest! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 207: Eusébio – König von Portugal

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    00:59:55

    Seine Weltkarriere hat zwischen einem Friseursalon und einem Fischerdorf angefangen. Eusébio, der bodenständige Überflieger aus der ehemaligen portugiesischen Kolonie Mosambik. Ein Athlet, der die 100 Meter angeblich schon mit 16 Jahren in 11 Sekunden rennen konnte und den die internationale Presse später aufgrund seiner katzenartigen Bewegungen und seines kraftvollen Torabschlusses "Schwarzer Panther" nennen sollte. Er schoss Portugal auf die Weltkarte des Fußballs. Eusébio war Benfica Lissabon und Benfica Lissabon war Eusébio. Pelé ließ er in einem seiner ersten Auftritte staunend zurück, Di Stefano schenkte ihm sein Trikot und Sir Bobby Charlton hat nie einen besseren Angreifer gesehen. Eusébio war unter den Großen seiner Zeit einer der Größten. Bei Benfica prägte er 15 Jahre lang die erfolgreichste Ära des Vereins. Auf Händen getragen nach dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister, von einem ganzen Land getröstet nach dem tränenreichen Ausscheiden im Halbfinale gegen England bei der WM 1966. Eusébio gewann mit Herz und verlor mit Charakter. Luís Figo und Cristiano Ronaldo sind in Portugal sportliche Riesen. Eusébio und seine Geschichte vielmehr ein identifikationsstiftendes, nationales Gefühl. Die Liebe für den Superstar hat allerdings auch eine tragische Seite. Heute als unsterblicher König verehrt, damals beim Wechsel nach Europa als zu wertvolle Kolonialware monatelang versteckt. Benfica wollte den Hoffnungsträger auf den letzten Metern nicht noch an den Erzrivalen Sporting verlieren. Eusébio wurde zur Legende und blieb ein Leibeigener seines Landes. Nachholspiel lässt den Béla-Guttmann-Fluch wieder aus der Flasche, trifft mitten in Europa plötzlich auf den 1.FC Nürnberg, entdeckt Giftzwerg Nobby Stiles und genießt am Ende mit Franz Beckenbauer ein Silberbarschfilet.  Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 206: Sialkot – Hauptstadt des Fußballs

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    00:44:54

    Sie haben unterschiedliche Flugbahnen, dabei kommen sie doch alle aus einer Himmelsrichtung angeflogen. Im Nordosten Pakistans hat das Traumtor, das Kacktor, die berühmte Bogenlampe und natürlich auch der schmerzhafte Schuss in die Weichteile streng genommen seinen Ursprung. In Sialkot leben über 655.000 Menschen und jährlich werden hier bis zu 70 Millionen Fußbälle hergestellt. Wer also mal einen über den Zaun pöhlt, muss nicht gleich hinterher sprinten. Das Paradies für alle Helden der Kreisklasse. An diesem Ort dreht sich wirklich alles rund um das runde Leder. Fabrikationen mit Fußbällen, Flanken statt Fließbänder, Schlenzen statt Schweißen. Eine Art Willy Wonka mit durch Fabrikhallen dribbelnden Oompa Loompas. Womöglich hat der legendäre Dr. Ball von der Sport Bild in Sialkot Roberto Carlos' physikalisch unmöglichen Freistoß erforscht? Okay, mit uns ist kurz die Fantasie durchgegangen, aber was schießt Euch denn bitte als erstes in den Kopf bei dem Titel?! Klar, ein Fußball. Der Grund für das "Ballungszentrum" in Pakistan ist naheliegend und doch so fern. Nachholspiel macht Stiftung Warentest und beleuchtet das runde Universum des Fußballs. Wie wird ein Ball überhaupt hergestellt? Wie steht es dabei um den ewigen Kampf zwischen Mensch und Maschine? Wie hieß nochmal der beste Freund von WM-Maskottchen Goleo, welcher Turnier-Ball war besonders schön und welcher besonders hässlich? Eine Podcast-Reise zwischen Panini-Album und Galileo-Beitrag, über die Vierer- bis zur Himalaya-Kette. Selten war eine Folge von uns inhaltlich so rund. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 205: Leverkusen holt den UEFA-Cup (Gast: Rüdiger Vollborn)

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    01:06:26

    "Da muss ich etwas ausholen…". Rüdiger Vollborn kannst du nachts um 3 Uhr wecken und er schildert dir jedes Detail von Bayers größtem Erfolg der Vereinsgeschichte. Die UEFA-Cup-Saison 1987/88. Die erste Begegnung mit dem Koloss Camp Nou und den vielen freien Plätzen. Helden aus Brasilien, die per Video-Kassette gescoutet wurden und dann sein Gewackel im finalen Elfmeterschießen, das hatte ihm seine Psychotherapeutin geraten. Rüdiger Vollborn lässt nichts aus vom wilden Ritt durch Europa. Trainer Erich Ribbeck hatte immer einen Motivationstrick auf dem Zettel und einen Kader, mit dem du jeden Manager-Simulator auf dem Computer durchspielen würdest. Bayer Leverkusen war ein spielerisches Highlight, für das Fans sogar an der A1 kurz mit dem Warnblinker auf dem Standstreifen parkten. Vollborn, als Torwart der Truppe verlässlicher Rückhalt und heute der historische Rückspiegel. Vielleicht auch, weil er sich nach dem Triumph zu Hause auf die Couch gesetzt hat, um sich das aufgenommene Finale nochmal in Ruhe anzuschauen, während der Rest der Mannschaft den Rausch ihres Lebens feierte. Jeder genießt anders und jeder erzählt anders. Wir haben den besten Erzähler erwischt, der uns Leverkusens Sieg im UEFA-Cup nochmal so lebhaft vor Augen geführt hat. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 204: 11Freunde (Gast: Philipp Köster)

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    00:50:27

    Jedes Cover gleicht einer Mona Lisa für Fußballromantiker. Legendäre Layouts und Texte wie Tiki-Taka erzeugen einzigartige Bilder im Kopf. Bei 11Freunde ist der Schreibstil der Spielmacher. Formulierungen und Farben schaffen seit mehr als 20 Jahren schon eine nostalgisch, literarische Wohlfühloase neben dem kommerziellen Geschäft Fußball. Ein Magazin wie ein Pokalspiel zwischen Arminia Bielefeld und dem DSC Wanne-Eickel mit abgefälschtem Kacktor und fliegenden Bierbechern in der 120. Minute in Papierform. Hochwertig und kulturell ansprechend in jeder Minute und auf jeder Seite. 11Freunde hat etwas anziehendes, buntes, kurioses. Wie Wolfgang Rolff im Trikot von Jorge Campos und der Frisur von Carlos Valderrama. Gründer und Chefredakteur Philipp Köster ist unter all den Fußball-Feuilletonisten der Dorfzehner mit Stallgeruch und Grasflecken an den Stutzen.Nachholspiel hat die Ehrentribüne abgestaubt und mit dem heimlichen Ideengeber dieses Podcasts eine gemeinsame Zeitreise durch die Erfolgsgeschichte angetreten. Der berühmte Live-Ticker, Günter Hetzer, Pierre-Michel Lasogga, Redaktionskonferenzen am Limit und alles, was ihr sonst noch schön findet. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 203: Das erste Wunder von der Weser (Gast: Frank Neubarth)

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    00:45:41

    Torsten Legat hat seinetwegen zu früh geheiratet, Rune Bratseth wurde von ihm aus dem ewigen Eis befreit und die Mannschaft konnte unter ihm nach Siegen durch den Tisch treten, nach Trainingseinheiten mit Medizinbällen allerdings beim Mittagessen auch oft nicht mal mehr den Löffel halten. Ohne "König“ Otto Rehhagel hätte es das Wunder von der Weser wohl nie gegeben. Dieser Mythos, der Werder Bremen und das Stadion sobald das Flutlicht angeht wie eine unsichtbare, überirdische Macht umgibt. International gefürchtet, in Bremen gefeiert. Im Rückspiel der zweiten UEFA-Cup-Runde gegen Spartak Moskau am 4. November 1987 sollte der Zauber der Unbesiegbaren erstmals über die Weser wehen. Aus einem 1:4 im Hinspiel machte Werder ein 6:2 nach Verlängerung. Vereinslegende Frank Neubarth prägte die Aufholjagd mit zwei Treffern. Ein Abend wie ein Rausch, in dem Rehhagel beim Spielstand zwischendurch nicht mehr hinterherkam und mit dem sicheren Ausscheiden haderte, als alle anderen weiter hofften. Wo ein Wunder ist, ist Diego Maradona nicht weit, der Teletext ist der beste Motivationscoach und warum hat Dortmund keinen Fluss? Diese Folge ist wundersam. Und weil sich jetzt natürlich alle Werder-Fans fragen: Jaaaa, wir werden alle vier offiziellen Wunder von der Weser bei Nachholspiel thematisieren und die vielen "Wunderchen" dazwischen hauen wir auch noch in den Content-Plan!(Anm. d. Red. Olli und Mario sind nicht für die Inhalte dieses Textes verantwortlich) Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 202: Der DFB und der Block (Gast: Uli Köhler)

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    00:47:57

    Der Titel klingt sperrig und deshalb ist er für das Thema mehr als zutreffend. Der berühmte Block in der deutschen Nationalmannschaft hat immer schon viel Platz eingenommen und vor Turnieren große Hoffnungen geschürt. Uli Hoeneß' Leitsatz, ein starker FC Bayern bedeute auch eine starke DFB-Elf sollte so manche Transferentscheidung an der Säbener Straße prägen. In den 70ern hatte sich Borussia Mönchengladbach, Anfang der 2000er auch mal Bayer Leverkusen als zuverlässiger Lieferdienst erwiesen. Nicht zu vergessen Borussia Dortmund, oft mit starken, zuletzt mit eher schwächeren Abstellungsperioden. "Die Mannschaft" wie sie in PR-Agenturen und bei Oliver Bierhoff auf der Couch noch genannt wird, verkörpert kurz vor der Europameisterschaft im eigenen Land alles andere als eine Einheit. Der Block ist mehr ein Pflock im Selbstbewusstsein übertalentierter Bayern-Stars. Laut Fan-Umfrage machen mit Mats Hummels und Niclas Füllkrug zwei Dortmunder in der DFB-Startelf am meisten Mut. Fußball-Deutschland, wir müssen reden und zwar mit dem Block aller Blöcke. Quasi dem Blockbuster der Reporter, das Block-House für anekdotischen Genuss, unser lieber Freund und Kollege Uli Köhler. Nachholspiel schaut natürlich zurück in der Geschichte, aus aktuellem Anlass aber ausnahmsweise auch nach vorne. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 201: "King" Kenny Dalglish (feat. Martin Tyler & Michael Leopold)

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    01:19:54

    Kenny Dalglish überragte alle beim FC Liverpool. Als Spieler, als Trainer, ja sogar als Spielertrainer gab es keinen besseren. Der Klub hat der Vereinsikone zu Ehren mit dem "Sir Kenny Dalglish Stand" auch noch 'ne Tribüne nach ihm benannt. Die einzige im geschichtsträchtigen Anfield, die einen Namen trägt. Schottlands Rekordnationalspieler ist aber ganz normal geblieben. "King Kenny", der König ohne Krone. Die lebende Legende ist heutzutage die gute Seele des FC Liverpool. Dalglish traf damals das Tor und die Herzen der Fans wie kein anderer. Seine Aufklärungs- und Trauerarbeit bei den Familien der Opfer der Hillsborough-Katastrophe ist unvergessen. Über 200 Folgen hat es gedauert, bis wir diesem Riesen die volle und verdiente Aufmerksamkeit geschenkt haben. Und eines können wir Euch jetzt schon sagen: die berüchtigte Nachholspiel-Falltür bleibt diesmal geschlossen. Wir klären, warum Rammbock Roy Keane diesen netten Menschen trotzdem fürchtete, warum unsere Freunde Michael Leopold und Martin Tyler bei Dalglish ins Schwärmen geraten und warum Mario einen überragenden Witz macht, der witziger ist als die "Nackte Kanone". Und dann wäre da noch dieser eine Typ, der aussieht wie Ali Daei, Jürgen Kohler und Bert van Marwijk. Wer soll das sein? Findet es heraus! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 200: HSV - Juve 4:4 – das beste Video auf YouTube (Gäste: Rodolfo Cardoso und Johannes Edelhoff)

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    01:03:03

    Allein die Kommentarspalte ist ein Nostalgie-Feuerwerk: "Ich sehe mein Opa heute noch an die Decke springen" oder "wenn du als Hardcore-Werder-Fan bei einem HSV-Video Gänsehaut bekommst." Wieso habt ihr euch so lange dieses Thema gewünscht? Wieso ist das erste Gruppenspiel in der Champions League eines der größten der HSV-Historie? Wieso hätte Kommentator Jörg Wontorra laut Cardoso noch mehr aus dem Sattel gehen müssen und wer ist eigentlich "Super Ingo"? Am 13.09.2000 war das Volksparkstadion so laut, dass man außer "Butt, Butt, Butt" nichts mehr hörte. 17 Jahre nach dem legendären Triumph im Europapokal gegen Juventus Turin sollte es wieder zum Duell mit der Alten Dame kommen. Eine halbe Weltauswahl in schwarzweißen Trikots. Van der Sar, Davids, Zidane, Del Piero. Auf der Trainerbank saß ein rauchender Ancelotti und ihm gegenüber quasi seine deutsche Version: Frank Pagelsdorf, der hatte die Ruhe weg. Wer aus Hannover kommt, hat eben alles schon erlebt. Dazu Namen wie Hollerbach, Mahdavikia, Kovac oder Yeboah - klangvoller als die Elbphilharmonie. Nachholspiel hat sich für sein kleines Jubiläum ein großes Spektakel ausgesucht. Acht Tore lassen diesen Abend wie eine unendliche Geschichte wirken, in der Strafraum-Flugdrache "Pippo" Inzaghi natürlich nicht fehlen darf. Ist es das beste Video auf YouTube? Auf jeden Fall war es der beste Roy Präger aller Zeiten, "Wonti" habt ihr auch noch nie so schreien gehört und warum über das in Turin gewonnene Rückspiel heute gar keiner spricht, ist die vielleicht allerwichtigste und doch nie beantwortete Frage. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 199: Il Grande Torino. Auf ewig die Besten.

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    00:37:36

    Fünf Meisterschaften hintereinander gewonnen, 10 von 11 Spieler in der Nationalmannschaft gestellt, vom ganzen Land verehrt. Am 4. Mai 1949 sind 31 Menschen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Darunter fast die gesamte Mannschaft des legendären AC Turin. Ihre Geschichte endete nicht am Unglücksort, dem Turiner Hausberg Superga. Sie wurde in der Folge durch fast schon schicksalhafte Ereignisse immer wieder erzählt und weitergeschrieben. Nachholspiel meldet sich mit einem italienischen Denkmal zurück aus der Winterpause. Nur die wenigsten wissen von dieser Tragödie, nach der Folge wird sie keiner mehr vergessen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Nachholquiz: "Wer wird Legionär?" #3

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    00:29:27

    Ihr wartet sehnsüchtigst auf unsere Rückkehr aus der Winterpause, bekommt aber auch nicht genug von euren drei Fragezeichen und dem Quiz für Fußballgeschichte? Hans überreicht das knallrote Showmaster-Sakko für die letzte Runde an Olli und jetzt könnt ihr euch alle warm anziehen. Während die Amateure beim Glücksrad langweilig die Kombination "ERNSTL" wählen, geht es bei "WWL" um Teppichhändler aus Nürnberg, legendäre englische Torjäger und einen noch viel treffsicheren Mario. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Nachholquiz: "Wer wird Legionär?" #2

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    00:19:40

    Mario hat ein Poster von Werner Schulze-Erdel in der Küche, Olli den "WWL-Jingle" als Klingelton und Hans glaubt im roten Quizmaster-Jackett immer noch einen Fünfer von Mario zu finden. Bei Nachholspiel ist das Rätsel-Fieber ausgebrochen. Ihr wolltet mehr und ihr bekommt in der zweiten Ausgabe die ganz großen Namen. Maradona, Helmut Kohl, Martin Tyler. Viele Eigentore, einen Strandkorb und vielleicht den besten Assist der Fußballgeschichte. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Nachholquiz: "Wer wird Legionär?" #1

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    00:20:43

    Sooo. Wir sind gerade noch in unserer mehr oder weniger wohl verdienten Winterpause. Damit ihr aber nicht ganz auf Nachholspiel verzichten müsst, gibt's einen kleinen aber feinen Gruß aus der Podcast-Küche. Günther Jauch rückt seinen Stuhl zurecht, Jörg Draeger füllt die Anzugstaschen mit 100-Euro-Scheinen und Harry Wijnvoord poliert nochmal die nagelneue Waschmaschine. Nachholspiel ist endlich in der seichten Vorabend-Unterhaltung angekommen und glänzt mit dem Kai Pflaume der fußballhistorischen Showmaster: Mario, smarter mit Harter! Viel Spaß mit Teil 1 vom Nachholspiel-Quiz "Wer wird Legionär?". Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 198: Live in Köln, 2. Halbzeit (Gast: Jonas Hector)

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    00:43:56

    Er widmet sich inzwischen der Gartenarbeit, hat einen eigenen Podcast und er antwortet nach seinem Karriereende auf einmal ganz entspannt auf persönliche Fragen. Jonas Hector war nach Abpfiff kein leichter Interviewpartner, als Gast in einer Kölschen Kneipe verwandelt er unseren Auftritt in eine bunte, unbekümmerte Karnevalskneipe. Wie fühlen sie sich? Jonas hat Bananenbrot mitgebracht. Was macht das mit ihnen? Jonas spricht ganz offen über seine außergewöhnliche Karriere ohne Nachwuchsleistungszentrum und seinen speziellen Umgang mit Steffen Baumgart. Wie gehen Sie mit Druck um? Jonas lässt einen Elfmeter gegen Gianluigi Buffon im EM-Viertelfinale 2016 als das einfachste der Welt aussehen und hat tatsächlich einem Abstieg seines geliebten Effzeh seinen Stammplatz zu verdanken. Wie haben sie die Mannschaft gesehen? Jonas hat einen breiten Horizont und mit vielen verschiedenen Charakteren zusammengespielt. Aber seid ehrlich: hättet ihr einen Julian Draxler in seiner Traumelf erwartet? Ein Mann voller Überraschungen, wenn er erstmal ins Plaudern kommt. Nachholspiel in Kölns bester Fußballkneipe mit den besten Gästen, die wir uns nur hätten backen können. Mmmhhh...Bananenbrot. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 197: Live in Köln, 1. Halbzeit (Gast: Michael Reschke)

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    00:44:12

    Frühstück mit Uli Hoeneß, finnische SMS an Sami Hyypiä und stiller Beobachter beim legendären Salz-Pfeffer-Gespräch zwischen Pep Guardiola und Thomas Tuchel. Michael Reschke hat in der Bundesliga als Manager, Technischer Direktor und Kaderplaner alles und jeden erlebt. Und weil er redselig und Rheinländer ist, kann er das alles wie kein anderer mit dem Herz auf der Zunge auch noch erzählen. In der ersten Hälfte unseres Live-Auftritts spricht der heutige Spielerberater über seine Zeit in Leverkusen und beim FC Bayern. Inhaltlicher Tiefgang mit Xabi Alonso in Madrid, Motocross mit Sami Hyypiä und warum eine Spielvorbereitung mit Pep wie einem Blick in die Glaskugel gleicht. Joshua Kimmich ist eigentlich auf der Rückbank eines Taxis in Budapest entdeckt worden und Toni Kroos kann streng genommen seine Weltkarriere oder zumindest einen seiner Champions-League-Titel dem Instinkt und Verhandlungsgeschick von Michael Reschke verdanken. Nachholspiel muss nach der zweiten Tour wie Pep beim Amtsantritt bei den Bayern ungläubig nachfragen: "Michael, where have you been last year? It's great to talk with you about football!" Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 196: Mehr Goal als Keeper

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    00:57:33

    Elfmeter ist, wenn der Schiri pfeift. Oder Hans-Jörg Butt am Punkt steht. 37 Strafstöße hat er für den Hamburger SV, Bayer Leverkusen und Bayern München in seiner Karriere verwandelt. Drei davon gegen Juventus Turin und gegen seine weltbekannten Kollegen Edwin van der Sar und Gianluigi Buffon. Mehr Torwart-Twist braucht es nicht, wenn es nicht noch ein paar mehr "Verrückte" gegeben hätte. Wer Paraguays ewige Nummer Eins José Luis Chilavert googelt, dem werden Jubelläufe mit ausgestreckten Ellbogen in viel zu großen Trikots angezeigt. Bei Mexikos Jorge Campus überstrahlt nicht nur das bunte Trikot die eher handelsunübliche Körpergröße. Und Andreas Köpke würgte seinem Rivalen Bodo Illgner im Kampf um Deutschlands Prestigeposition mal so richtig einen rein - vom Elfmeterpunkt! Beim Torhüter erschließt sich das Jobprofil allein schon aus dem Begriff. Vor Manuel Neuer wurde das im Vergleich zum Dorfzehner überschaubare fußballerische Skillset - sofern es im Spiel zum Tragen kam - gerne mit kreisligaüblichen Phrasen wie "langer Hafer", "unkontrolliertes Weghauen", oder dem Klassiker "nimm du ihn, ich habe ihn sicher" abgetan. Unser Best of der torgefährlichsten Torhüter ist mehr als der fleischgewordene Verzweiflungsakt des nach vorne eilenden Schlussmannes in der Nachspielzeit. Der wie der Zufall so will, in seinem abgrenzenden Trikot wie ein zu breit geratener, signalfarbiger Textmarker im gegnerischen Strafraum zu unterstreichen versucht, das letzte alles entscheidende Mittel zu sein. Unsere Kandidaten waren entschlossene Superstars der Standards, paradenschwingende Präzisionsschützen, Torwart-Titane mit Turboboost im Rückwärtsgang und zusätzlich auch noch Legenden auf der Linie. Nachholspiel verabschiedet sich mit „Gol, Gol, Gooool“, viel Feuerwerk und einem, den sie Mücke nannten, in die Winterpause. Wir wünschen Euch schöne Weihnachten und erholsame Feiertage. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 195: Lisbon Lions – 11 Freunde sollt ihr sein!

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    00:50:33

    Auf dem Bolzplatz die Champions-League-Hymne summen und sich dabei vorstellen, soeben das Finale spektakulär entschieden zu haben. Großes Kopfkino. Danach gehst du mit deinen Kumpels ein Bier trinken und träumst beim nächsten Mal weiter. Die "Lisbon Lions" sind aus diesem Traum nie erwacht. Jugendfreunde im Trikot von Celtic Glasgow. Alle höchstens 30 Meilen vom Celtic Park entfernt auf die Welt gekommen. Diese Geschichte sollte für eine legendäre Truppe schon reichen. Die Bolzplatz-Giganten wurden aber zu Löwen, die 1967 im Finale des Europapokals der Landesmeister im fernen Lissabon dem glamourösen Inter Mailand die Zähne zeigten, die sie teilweise gar nicht mehr hatten. Torwart Ronnie Simpson und "Ausländer" Bobby Lennox etwa, die ihre künstlichen Gebisse vor Anpfiff sicherheitshalber hinter das eigene Tor legten. "Ausländer", weil Lennox als einziger der Mannschaft außerhalb Glasgows geboren wurde. Simpson bewies auch im Spiel Mut zur Lücke, maß nur 1,77 Meter und praktizierte das, was Manuel Neuer irgendwann auf Platz 1 der YouTube-Charts katapultierte. Oder Kapitän und Abwehrchef Billy McNeill, der in seinen 18 Jahren bei Celtic kein einziges Spiel verpasst haben soll. Der Klub war eben Zuhause und hat sich nicht nur so angefühlt. Aus der Nachbarschaft durch ganz Europa bis nach Lissabon. Der Wettbewerb war plötzlich ein Radius von Riesen. Trainer Jock Stein begeisterte Europa mit kompromisslosem Offensivfußball und phrasenschwein-quiekenden Weisheiten. "Football without the fans is nothing." Udo Lattek hätte zustimmend abgenickt. Nachholspiel adelt die erste britische Mannschaft überhaupt, die die wichtigste Trophäe des europäischen Vereinsfußballs gewann. Eine Folge über gebräunte Filmstars in Stutzen auf dem roten Teppich im Spielertunnel. Mittendrin ein deutscher Schiedsrichter mit einem noch nie gehörten Rekord und der wohl berühmtesten Gelben Karte. Und weil Mario es schon befürchtet hatte: Spielte "Vorwärts Florenz" auch "Tim-Walter-Ball"? Keine Sorge, die Folge hat mehr Gänsehaut als Gänsefüßchen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 194: Luís Figo – Held und Herzensbrecher

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    01:25:04

    Der Titel dieser Legenden-Folge suggeriert die typische "Nachholspiel-Falltür" am Ende einer langen außergewöhnlichen Karriere, in die schon so viele Weltstars als vorurteilsbelastete, testosterongeladene Fußballer gefallen sind. Luís Figo ist mit seiner ersten Ehefrau bis heute glücklich verheiratet. Er sollte aber ganz Katalonien das Herz aus der Brust reißen. Ein glühendes Herz, das sich in einen hässlichen Schweinskopf verwandelte und an der Eckfahne des Camp Nou als Ausdruck puren Hasses wie ein Mahnmal eingebrannt hat. Als Portugals größter Fußballer Cristiano Ronaldo mit sechs Jahren vor dem Fernseher saß und das Wort Bauchmuskeln noch nicht buchstabieren konnte, war Figo U20-Weltmeister und das Gesicht der Goldenen Generation. Er war in Europa so begehrt, dass er in Italien bei zwei Klubs gleichzeitig unterschrieb, um dann doch zum FC Barcelona zu wechseln. Da war die Liebe noch groß. Der portugiesische Ausnahmespieler war einer von ihnen. "Lang lebe Barca, lang lebe Katalonien", nur wenige Jahre später wurde aus dem Volkshelden jedoch der Verräter. Der Wechsel von Barcelonas Superstar zum Erzrivalen Real Madrid ist wohl der kontroverseste des internationalen Fußballs und im Jahr 2000 der teuerste obendrein. Die 60 Millionen Ablöse gleichen einem Politthriller mit Intrigen und einem spannungsgeladenem Plot, aufbereitet in einer eigenen Netflix-Dokumentation. Geld macht den Fußball kaputt, sagen sie. Oder eben die Berater. Der Fall Figo ist ein Paradebeispiel für die Parallelität der Entwicklung. Sportlich hat sich der begnadete Rechtsaußen nichts zu Schulden kommen lassen. Die Kommentatoren haben sich bei seinen Toren besonders überschlagen. "Gol, Gol, Gol", spektakuläre Loopings auf den Stimmbändern. Es war nicht nur sein Abschluss, vielmehr ließ sein Bewegungsradius Stadien und Gegenspieler erstarren. Figo machte aus dem berühmten Bierdeckel ein Königreich voller Tricks und Körpertäuschungen. Ball und Spieler wie aus einem Guss, jedes Solo ein Momentum. Fußball sah so einfach und elegant aus, wenn Luís Figo auf dem Platz stand. Mit der A-Nationalmannschaft ist ihm ein großer Titel verwehrt geblieben. Verzaubert hat er seine Nation dennoch wie kein anderer - zumindest bis CR7 seine Bauchmuskeln entdeckt hat. Nachholspiel ehrt den ersten Galaktischen, dem der Fußball zu Füßen lag und der in Barcelona wohl bis heute keinen Fuß mehr auf den Boden bekommt.-----NACHHOLSPIEL x TRADARLadet Euch hier die Tradar App für iOS oder Android herunter und checkt alle Infos zu unserem neuen Partner Tradar: https://shorturl.at/yHQS2Der Code für Euch lautet NHS.TR und sichert Euch 250 TRC als Startguthaben bei einer erfolgreichen verifizierten Registrierung. Um die 250 TRC zu erhalten, muss die Verifizierung erfolgreich durchgeführt werden.Der Erwerb von Kryptowerten ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 193: Nachholspiel live in Dortmund (Gast: Gregor Ryl)

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    01:30:09

    In Dortmund steht das Deutsche Fußballmuseum. Es liegt also auf der Hand, dass Nachholspiel als fußballhistorischer Podcast im FZW um die Ecke auftritt. Naheliegend wäre auch zu einfach gewesen. Umwege zur großen Bühne kennt der ortsansässige BVB ja. Vor Jürgen Klopp war Thomas Doll und Málaga ist eben keine Geschmackssorte sondern ein Gefühlszustand! Autor und Podcaster Gregor Ryl will mit uns eigentlich über das UEFA-Cup-Finale 2002 in Rotterdam sprechen, sein erstes bewusstes Fan-Erlebnis. Doch er soll dort erstmal nicht ankommen. Auftritte im Glanze des Dortmunder "U" führen eben zu Umwegen. Naheliegend! Also begibt sich der wortgewandte Sidekick von Tommi Schmitt mit uns auf transfermarkt.de-Safari, bleibt am größten Leberfleck Deutschlands kleben, feiert Bonaventura und bleibt staunend vor ASEC Mimosas stehen. Irisch oder ivorisch, Hauptsache DFB-Museum! Gregor verehrt neben Borussia Dortmund den Ostfußball und die schönen, naheliegenden Vereinsnamen. Bei Nachholspiel musste sich der Auswärts-Vielfahrer also nicht lange warmmachen, um uns und das Publikum in Stimmung zu bringen. Roque Junior und sein Jahresaufenthalt im Puff. Wohin ist der Knorpel ausgebrochen und war Dr. Philipp Laux damals schon Torwart und Mannschaftsarzt gleichzeitig? Das kann nur der überragende Christian Wörns beantworten. Und ansonsten einfach Brigitte Büscher fragen: Was sagt das Netz? Eine Folge zwischen Darknet und Onlyfans. Eine verrückte, wortreiche Reise mit der Ausfahrt Rotterdam. Gregor hat es also noch geschafft. Finale, große Bühne, Gänsehaut. Und dann ein Spiel wie ein Alptraum. Warum denn das jetzt? Manchmal braucht es Umwege, um das Große zu verstehen, zu ertragen oder im Fall von Nachholspiel irgendwann mal zu erreichen.-----NACHHOLSPIEL x TRADAR Ladet Euch hier die Tradar App für iOS oder Android herunter und checkt alle Infos zu unserem neuen Partner Tradar: https://shorturl.at/yHQS2Der Code für Euch lautet NHS.TR und sichert Euch 250 TRC als Startguthaben bei einer erfolgreichen verifizierten Registrierung. Um die 250 TRC zu erhalten, muss die Verifizierung erfolgreich durchgeführt werden.Der Erwerb von Kryptowerten ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 192: Ahoi Hansa! Monchis Fußballgeschichte (Gast: Monchi von Feine Sahne Fischfilet)

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    00:49:01

    Schule geschwänzt, acht Stunden nach Karlsruhe gedonnert, Backpfeifen vor Anpfiff kassiert und dann liegt Rostock zur Halbzeitpause in Karlsruhe mit 0:3 zurück. Für Monchi ist der Montag Abend gelaufen. Eigentlich hat er Stadionverbot, die Ordner bekommen ihn aber nicht raus. Und so sieht der vielleicht bekannteste Rostock-Ultra die Aufholjagd seines Lebens. Doppelpack Shapourzadeh, dann Rahn und schließlich Cetkovic zum 4:4. "Digga, da war einfach so viel abgef*ckter Wahnsinn!"Wenn Monchi von seiner bleibendsten Erinnerung erzählt, überstrahlen die Augen, der Mund und sein Rauschebart das Zoom-Fenster und unser gesamtes Podcast-Studio. Er schnackt und lacht, als würde er zwischen uns sitzen. Echter hätten wir den Traditionsklub nicht beleuchten können. Monchis Liebe für Hansa klingt wie Musik in den Ohren. Nachholspiel thematisiert endlich den Riesen von der Ostsee, der mit Namen wie Beinlich, Pagelsdorf oder Litmanen große Wellen in der Bundesliga geschlagen hat. Der Sänger von Feine Sahne Fischfilet und Bestseller-Autor träumt von der Champions League und Steffen Baumgart an der Seitenlinie. Uns würde Toni Kroos ja schon reichen.-----NACHHOLSPIEL x TRADAR Ladet Euch hier die Tradar App für iOS oder Android herunter und checkt alle Infos zu unserem neuen Partner Tradar: https://shorturl.at/yHQS2Der Code für Euch lautet NHS.TR und sichert Euch 250 TRC als Startguthaben bei einer erfolgreichen verifizierten Registrierung. Um die 250 TRC zu erhalten, muss die Verifizierung erfolgreich durchgeführt werden.Der Erwerb von Kryptowerten ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 191: Nachholspiel live in München (Gäste: Didi Hamann und Michael Leopold)

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    01:39:01

    Leute, wir sind immer noch völlig aus dem Häuschen. Was war das für ein fantastischer Abend in unserem Münchener Wohnzimmer. Wir hatten nach unserem letztjährigen Auftritt im ausverkauften Stadion an der Schleißheimer Straße kaum noch an eine "Weiterentwicklung" geglaubt - dann haben wir Sky-Experte Didi Hamann und Sky-Moderator Michi Leopold eingeladen. Von der Säbener Straße bis zur Anfield Road, übers TV-Studio bis in Lothar Matthäus' Hotelzimmer. Mehr Lacher als Striche auf dem Bierdeckel. Taucht ein in die beste Fußballkneipe der Stadt und bestellt an der Bar legendäre Anekdoten: Was passierte wirklich in der Halbzeitpause vom CL-Finale 2005? Warum darf Mario Basler im Bayern-Training nur Fahrradfahren? Wie schickt man Mehmet Scholl vor einem Freistoß weg und wie kann man sich den Musikgeschmack auf der Insel tatsächlich versauen? Chris De Burgh und Didi Hamann sind high on Emotions. Unterhaltsam, menschlich und in Diskutier-Laune, Thomas Tuchel hätte seine wahre Freude. Es gibt exklusive Didi-Liebesbotschaften von Jamie Carragher und Martin Tyler, Ruud Gullit war nie da und an diesem Abend natürlich auch nicht. Dazu noch "Leo" mit der unglaublichsten Taxifahrer-Geschichte aus Liverpool. Ah, und falls es jemand immer noch nicht gewusst hat: Franz Beckenbauer hat im Deutschen Fußball wirklich immer das letzte Wort.-----NACHHOLSPIEL x TRADAR Ladet Euch hier die Tradar App für iOS oder Android herunter und checkt alle Infos zu unserem neuen Partner Tradar: https://shorturl.at/yHQS2Der Code für Euch lautet NHS.TR und sichert Euch 250 TRC als Startguthaben bei einer erfolgreichen verifizierten Registrierung. Um die 250 TRC zu erhalten, muss die Verifizierung erfolgreich durchgeführt werden. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 190: Bochum im UEFA-Pokal (Gäste: Peter Neururer & Dariusz Wosz)

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    01:13:45

    Der VfL Bochum war zweimal im UEFA-Cup. Im berühmt berüchtigten Party-Viertel Bermuda-Dreieck sind viele Erinnerungen an die größten Vereinserfolge im Rausch verloren gegangen. Also haben wir für Euch mit dieser Folge die besten Anekdoten im Nachholspiel-Gefrierschrank für die Ewigkeit konserviert. Du musst Dariusz Wosz nur anrufen und fragen, ob er kurz den Fernseher im Hintergrund mit Champions League leiser stellt, dann legt er los: Lass Dich von Peter Neururer zum Beispiel nicht mit Cola erwischen. Und wenn, dann sollte zumindest Whisky drin sein, sonst wird es richtig teuer. Trabzonspor, stille Nacht, heilige Nacht. Brügge sehen und vor Langeweile sterben und schließlich in Amsterdam streng genommen mehr am Stadiondach als am Starensemble gescheitert. Zaubermaus Wosz denkt nicht mehr so viel über die legendäre Saison 1997/98 nach, dabei überstrahlen die bunten Kult-Trikots von damals die Klubgeschichte bis heute wie tanzende Regenbögen überm Ruhrgebiet. Peter Neururer ist vor den eigenen Fans und als Trainer gerne mal aus der Reihe getanzt. Wenn er raucht, bitte nicht stören. Wenn er spricht, bitte nur zuhören. 2004 hätte er mit dem VfL das Märchen Europa als grandioser Erzähler gerne um ein Kapitel erweitert, aber bei "Edu" fängt er immer noch an zu stottern, um dann mit uns gemeinsam zu schmunzeln. Wer Bochum liebt, verknallt sich erneut. Wer Bochum nur kennt, möchte sich im Bermuda-Dreieck verlieren. Es fehlt nur noch Herbert Grönemeyer, aber das war uns dann doch zu kitschig. Man muss dabei gewesen sein oder diese Folge gehört haben. Denn Thema und Gäste haben bei uns wohl noch nie so gut zusammengepasst. -----NACHHOLSPIEL x TRADAR Ladet Euch hier die Tradar App für iOS oder Android herunter und checkt alle Infos zu unserem neuen Partner Tradar: https://shorturl.at/yHQS2Der Code für Euch lautet NHS.TR und sichert Euch 250 TRC als Startguthaben bei einer erfolgreichen verifizierten Registrierung. Um die 250 TRC zu erhalten, muss die Verifizierung erfolgreich durchgeführt werden. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 189: Die Knappenschmiede (Gäste: Norbert Elgert & Sergio Pinto)

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    01:10:13

    Streng genommen sollte auf dem WM-Pokal, dem Henkelpott oder auf der Meisterschale der Ernst-Kuzorra-Weg 1 eingraviert werden. Erfolg hat immer einen Ursprung und im deutschen Fußball oft die gleiche Adresse: Die Knappenschmiede auf Schalke. Die Abschlussjahrgänge seit 1999 lesen sich wie ein vollgeklebtes Panini-Album: Manuel Neuer, Benedikt Höwedes, Mesut Özil, Julian Draxler...und das Spiel könnten wir jetzt lange weiterspielen. Das Gütesiegel aus Gelsenkirchen hat internationale Bekanntheit, ist regelrecht zu einer Marke geworden. Deutschlands Talent-Guru Norbert Elgert setzt in seiner Ausbildung seit mehr als 27 Jahren auf Werte wie Dankbarkeit, Ehrlichkeit und Bodenständigkeit. Das also vor allem er am Ende viele Hoffnungsträger entscheidend geformt hat, konnten wir ihm entsprechend nicht aus der Nase ziehen. Auch Sergio Pinto kommt als einer der ersten Absolventen ganz bescheiden daher. Er wurde vielleicht kein Weltmeister, von seiner Karriere würden aber die meisten Talente träumen. Als heutiger Kaderplaner von Greuther Fürth hat er viel gelernt und keine Anekdote über seine Ausbildung vergessen. Die Nachholspiel-Zeitmaschine switcht die Scheinwerfer auf Königsblau und reist durch die Jahreszahlen. Eine Folge über den unterschätzten Joel Matip, den zwischen den Welten dribbelnden Leroy Sané und dann hätten wir noch eine wilde Sau im Taxi von Gelsenkirchen nach Münster. Wir haben für Euch alles rausgeholt. Ihr wisst ja, man muss das Eisen schmieden, so lange es heiß ist.-----NACHHOLSPIEL x TRADAR Ladet Euch hier die Tradar App für iOS oder Android herunter und checkt alle Infos zu unserem neuen Partner Tradar: https://shorturl.at/yHQS2Der Code für Euch lautet NHS.TR und sichert Euch 250 TRC als Startguthaben bei einer erfolgreichen verifizierten Registrierung. Um die 250 TRC zu erhalten, muss die Verifizierung erfolgreich durchgeführt werden. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 188: Francesco Totti – Roms ewige Sehenswürdigkeit

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    01:01:08

    Er war knapp 20 Jahre Kapitän der Roma, wurde Italienischer Meister, Pokalsieger, Torschützenkönig, Spieler des Jahres, Weltmeister und er hat ein Witze-Buch veröffentlicht: die besten Witze über Francesco Totti. Titel gewinnen die meisten unserer Legenden, Humor haben allerdings nur die Wenigsten. Il Capitano und die Rückennummer 10 prägten eine Ära. Gefeiert und bewundert in der Stadt, in der Kaiser und Feldherren in die Geschichte eingegangen sind. Im Alten Rom hätte Sie den "Fantast mit Füßchen" auf Händen getragen. Totti hätte überall spielen können, er wäre womöglich überall besser als der Rest gewesen. Doch wer bei seiner Verabschiedung ein gesamtes Stadion zum Weinen bringt, hätte als lebendes Denkmal sowieso nirgendwo anders hingepasst. Bei seiner wunderschönen Spielweise konnte eigentlich nur sein wunderschönes, langes Haar mithalten. Totti war ein Jungbrunnen und selbst mit über 40 Jahren noch im besten Fußballeralter. Nach 25 Spielzeiten für die Roma beendete er seine Karriere und hinterlässt Fußstapfen, in denen das Kolosseum wie ein Sandkasten wirkt. Als Funktionär hat er nicht funktioniert, als ewige Boulevard-Schlagzeile umso mehr. Italien liebt Tottis Liebesleben und Italien liebt Totti-Witze. Nachholspiel beleuchtet einen ganz Großen, der immer da war und nie weg sein wird. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 187: 7:4 – Mondlandung auf dem Betzenberg

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    00:49:52

    195 Stunden und 57 Minuten dauerte die Mission von Apollo 11, die des 1. FC Kaiserslautern lediglich 90 Minuten. Ein kleines Zeitfenster für die Raumfahrt, ein großes für die Fußball-Geschichte. "Seppl" Pirrung machte das Spiel seines Lebens. Erich Ribbeck weinte vor Rührung und der große Fritz Walter schrie vor Freude, dass die ganze Pfalz wackelte. Am 20. Oktober 1973 machte der 1. FC Kaiserslautern sein Jahrhundertspiel. Den meisten unbekannt, ist es die wohl denkwürdigste Niederlage für Goliath gegen David. Die Bayern mit Gerd Müller und Franz Beckenbauer führten mit 4:1, doch Lautern traf sechsmal am Stück. Jedes Tor wie ein surrealer Moment inmitten einer sich anbahnenden, aber nicht wirklich vorstellbaren Sensation. Klaus Toppmöller denkt bis heute jede Woche an dieses Spiel, das seiner Meinung noch höher hätte ausfallen können, wenn der befreiende Abpfiff nicht gewesen wäre. Gut, dass "Toppi" 2014 gegen Brasilien nicht auf dem Platz stand. Nachholspiel besteigt erstmals die Kultstätte Betzenberg und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Wie klingt eigentlich Fritz Walter? Wer ist dieser Bernd Gersdorff? Warum ein Platzverweis gegen die Bayern nie berechtigt ist? Und was braucht es um eine Legende zu sein, Udo Lattek? Wir suchen vergeblich den hauseigenen Archivar und finden eine Folge voller Namen, Anekdoten und - na klar - Tore!-----NACHHOLSPIEL x TRADAR Ladet Euch hier die Tradar App für iOS oder Android herunter und checkt alle Infos zu unserem neuen Partner Tradar: https://shorturl.at/yHQS2Der Code für Euch lautet NHS.TR und sichert Euch 250 TRC als Startguthaben bei einer erfolgreichen verifizierten Registrierung. Um die 250 TRC zu erhalten, muss die Verifizierung erfolgreich durchgeführt werden. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 186: NRW-Tour – Behind the Scenes (Gäste: Jonas Hector, Michael Reschke, Gregor Ryl)

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    00:17:40

    Es sind die großen Vereine, Borussia Dortmund, 1. FC Köln, ASEC Mimosa und die Geschichten, wo nur der Transfermarkt.de schreibt. Wer will schon DFB-Museum, wenn er DB-Momente haben kann? Boavista Bistro, WLAN-United, echte Liebe auf dem Weg nach Dortmund. Unsere drei Schienenspieler glänzen zwischen Gleis 4 und 5 mit intelligenter Verbal-Verlagerung und auf der Bühne mit reaktionsschneller Verspätung. Holding Nix, nur am Merch-Stand ist diesmal wirklich nichts hängen geblieben. "Live" is hard, Graugänse sind keine Rudeltiere und Julian Brandt ist zu unserer Mannschaftssitzung erst gar nicht aufgetaucht. Gregor Ryl kann Kalauer und kennt Kevins. In Köln gab es große Gäste und kleine Gläser. Fußballgott Jonas Hector konnte sich endlich mal einen reinstellen und trotzdem fühlt sich Michael Reschke als Gewinner des Abends. Steigt ein in den Nachholspiel-Nightliner. Denn unser Podcast ist keine brotlose Kunst. Hectors Bananenbrot gewürzt mit Rechkes Salz und Pfeffer…einfach nur lecker! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 185: Der legendäre UI-Cup

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    01:34:00

    Bei dem unmöglichen Wort UEFA-Wettbewerbs-Modus wacht Hans nachts schweißgebadet auf. Nun hat er seinen Endgegner gefunden: UEFA-Intertoto-Cup klingt so süß, lässt den Keilriemen deines Mannschaftsbusses aber laut aufheulen. Beim umstrittensten und obendrein sinnloseste Pokal gab es am Ende noch nicht mal einen Pokal, dafür die volle Kilometerpauschale.Mean Tweets #1 „Trainer, die diesen Cup befürworten, gehören sofort entlassen" - Erich RibbeckDie Schweinetour durch Europa war ursprünglich in der Sommerpause als internationales Erlebnis für die kleinen Klubs und als Cashcow für die Toto-Gesellschaften geschaffen worden. Das abwechslungsreiche Spiel "Stadt, Land, Fußball" ließ dich als Fan ganz neue Sprachen und Stadien entdecken. Dacia Chisinau hieß nicht der neue Trikotsponsor vom HSV sondern der Gegner im fernen Moldawien. Der Knaller wurde natürlich im Internet gezeigt. Allerdings nur da, weil kein deutscher Fernsehsender Bock auf die Übertragung hatte.Mean Tweets #2 „Bochum ist im nächsten Jahr in der Champions League und wir spielen im Döner-Cup. Da können wir wieder den ganzen Nahen Osten bereisen" - Rudi AssauerDie berühmt, berüchtigte Hintertür in den UEFA-Cup kommt uns aber viel zu mies weg. Bei keinem anderen Wettbewerb gab es so viele Sieger auf einmal. Kein anderer Wettbewerb hat sich in so viele Nachholspiel-Folgen geschlichen, ohne das wir es gemerkt hatten. Kein anderer Wettbewerb hat den Riesen Daniel van Buyten mit einer gefühlten Teilnehmerurkunde wie einen glücklichen kleinen Jungen bei der Einschulung aussehen lassen. Ach, UI-Cup, komm zurück und bring das Hasseröder-Hallenmasters gleich mit.Mean Tweets #3 „Wer daran teilnimmt, für den ist die Saison von vornherein verkorkst" - Uli HoeneßDer FC Bayern war nie auf dem kleinen internationalem Spielplatz und hat damit wohl viel verpasst. Das ist nach dieser Folge auf jeden Fall unser Eindruck. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 184: Deutsche Meisterschaft 1922 – das endlose Endspiel

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    07:06:00

    Ein Spiel wie "Wetten, dass...?!": "Die nachfolgende Siegerehrung verschiebt sich um weitere 10 Minuten" hätte in Dauerschleife durch die Stadionlautsprecher schallen müssen. Der 1. FC Nürnberg und der Hamburger SV tragen die Deutsche Meisterschaft aus. 2:2 nach 90 Minuten. Ab in die Verlängerung. Wir kennen das und am Ende gewinnt Deutschland im Elfmeterschießen, nur das es den entscheidenden Schlusspunkt 1922 noch nicht gab! Also durchziehen, bis einer weint. Kein Sieger nach 120, 150, 160 Minuten. Der Schiedsrichter ließ sich zwischendurch massieren, den Berichterstattern ging das Papier aus. Zwischen Grätschen und Krämpfen: warten, bis der Arzt kommt. Das womöglich kurioseste Konstrukt des Regelwerks hätte eine prima Außenwette abgegeben. Bei "Wetten, dass...!?" pochte das "heute Journal" auf Sendezeit. Im endlosen Endspiel fehlte schlichtweg das Flutlicht. Man muss es eben gesehen haben, um es zu verstehen. Und das war für alle Beteiligten nach 189 Minuten schließlich die Erlösung. Das Wiederholungsspiel sollte nicht weniger geschichtsträchtig werden: Spielabbruch wegen Spielermangel, aber immer noch kein Sieger. Streng genommen bis heute. Ach ja, die Meistertrophäe ist übrigens auch verschwunden. Viktoria Secret! In der Nachbetrachtung ist diese Meisterschaft irgendwie ein Hauch von Nichts. Nachholspiel reist weit in der Zeit zurück. Humorvoll und stets historisch einordnend. Der HSV der Vorkriegszeit steht auch für das Sturm-Duo Halvorsen und Harder. Im dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte wurde aus ihrer Freundschaft eine Feindschaft. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 183: Ronaldinho – der Zirkus ist in der Stadt

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    01:24:01

    Brasilien hat unzählige Offensivkünstler hervorgebracht und einen verspielten, dauergrinsenden Seelöwen, der das Bernabeu einst wie eine zu klein geratene Badewanne überlaufen ließ. Ronaldinho klingt nach Looping, nach Spaß, nach etwas Unberechenbarem. Seine genialen Zaubertricks, die optischen Täuschungen und seine alles überstrahlende Zahnreihe machten ihn zu einem magischen Momentum. Der damals blasse FC Barcelona wollte eigentlich David Beckham für den Glamour-Faktor. Doch dieser hätte dem jungen Lionel Messi wohl nur flanken und föhnen beigebracht. Auch wegen Ronaldinho wurde Messi zum besten Fussballer des Planeten - das würde ihm als Karriere-Krone für Barcas Tiki-Taka-Thron schon genügen, aber er war wie sein berühmter Elastico-Signature-Move spektakulärer. Ronaldinho trickste auf dem Platz und fernab dessen. Immerhin konnte er auch im Gefängnis die Massen bzw. Insassen verzaubern. Nachholspiel meets Joga Bonito bis zum Schleudertrauma. Endlich die Legenden-Folge, auf die bis auf Sergio Ramos alle gewartet haben. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 182: UEFA-Cup-Finale 2001 – ein Rausch in Rot

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    02:01:00

    Deportivo Alavés kennen nur Fußballnerds. In Liverpool dagegen kennt den spanischen Klub jeder: Dortmunder Westfalenstadion. Ein lang ersehnter Titel, ein Drama, ein Eigentor in der 117. Minute – das einzige Golden Goal, das ein Europapokal-Finale entschieden hat. Das allein würde Nachholspiel schon reichen. Acht weitere Tore kamen noch on Top. Nostalgiker finden heute auf Kicker.de in der Alavés-Aufstellung fast nur Unbekannte. Cosmin Contra, Rumäniens bekannteste Alliteration lässt sich leicht merken. Die anderen Helden sind Platzhalter ohne Foto. No-Names schrieben gesichtslos Geschichte. Liverpool war kein Top-Team, beim Verlesen der Startelf klingelt's jedoch sehr oft im Kopf. Hyypiä, Carragher, Gerrard, Hamann, Owen – vier Jahre später sollte der Kern dieser Mannschaft in Istanbul das Prinzip von zwei Halbzeiten innerhalb von sechs Minuten legendär aufladen. Alavés konnte kicken und kämpfen. Unter anderem Inter Mailand geschlagen und Kaiserslautern auseinandergenommen, beste Voraussetzung für den Wahnsinn in Dortmund. Denn die Endspiel-Statistik sollte einem Startup-Flip-Chart gleichen: Viele Namen, viele Zahlen, viel Chaos. Keine Sorge, Markus Babbel und Didi Hamann – you'll never walk alone! Nachholspiel bringt Ordnung rein, sucht den nächsten Robbie Fowler, spielt Pokal-Pingpong und analysiert Jordi Cruyffs Vater-Sohn-Beziehung. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 181: Der Fußballgott hört Radio - Die ARD-Hörfunkkonferenz (Gäste: Edgar Endres und Julia Kleine)

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    01:14:02

    Für Millionen ist der "Tooor"-Schrei im Ohr der Himmel auf Erden. Wer hat getroffen, ist es mein oder der andere Verein? Die Stimme des Spieltags hat alle Farben und das macht das Erlebnis ARD-Hörfunkkonferenz zu einem Unikat, das es übrigens schon länger gibt als die Bundesliga selbst. Der Fußball ist im Radio auf schöne Weise stehengeblieben, obwohl der Ball dort ununterbrochen rollt. In keinem anderen Medium steht das Spiel immer noch so im Fokus. Kommentatorinnen und Kommentatoren schaffen Bilder im Kopf, ganz ohne Heatmaps, kalibrierte Linien oder eine Holding Six. Es zählt nur Verortung, Verortung, Verortung. Wer schweigt hat den Ball und damit die Hörerschaft verloren. Radio bedeutet Timing und Reaktionsvermögen. Auf verbaler und technischer Ebene. Kommentator Edgar Endres vom Bayrischen Rundfunk kann in 45 Sekunden das Bundesliga-Finale von 2001 zusammenfassen und uns in 30 Sekunden die Faszination Radio-Reportage vor Augen führen. Natürlich hat es ihm auch bei Nachholspiel nicht die Sprache verschlagen. Jede Antwort zieht hinein in die womöglich anspruchsvollste Form der Bundesliga-Berichterstattung. Julia Kleine gewinnt mit dem Wort Multitasking jede Scrabble-Runde und jeden Spieltag. Als Moderatorin von "Sportschau Live", der Konferenz im Netz, hat sie nicht nur die Fäden zwischen den Stadien in der Hand, sie sorgt auch noch für Musik in den Ohren.Nachholspiel dreht wieder das Radio auf. Olli und sein Karriere-Jingle WDR 2. Hans und sein Schleudertrauma Amazon Music und Mario wird endlich von dieser legendären Münchener Festnetznummer angerufen und taucht dann auf einmal bei unseren Gästen vor der Haustür auf. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 180: "Der beste Zweitligist der Welt" - Alemannia Aachen 2004/05 (Gast: Erik Meijer)

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    08:08:00

    Der schnellste Weg nach Europa geht über den DFB-Pokal. Alemannia Aachen ging einmal über Los und spielte sich als erster Zweitliga-Verein der Geschichte in die 3. Runde. Sensation, Gänsehaut und Erik Meijer waren die bestimmenden Schlagwörter der sich überschlagenden Überschriften. Der Sky-Taktik-Experte kann das Spiel heute nur so gut lesen, weil er als Kapitän des Underdogs so viel über Teamstärke, Effizienz und Durchsetzungsvermögen lernte. Mit stolzen 34 Jahren hatte er in seiner Karriere eigentlich alles schon erlebt, aber manchmal erleben Konzerte mit der Zugabe auch erst ihre besten Momente. Lille, Sevilla, Athen - die Alemannia auf großer Europa-Tournee. Trainer Dieter Hecking, Moses Sichone, Willi Landgraf, Simon Rolfes, Kai Michalke, Torjäger Meijer - nur Headliner! Wir lassen das Wunder wieder aufleben. Tivoli in Köln, das perfekte Karriereende, ganz viel Love im Angriff, Patrick Kluivert ist schon wieder im Allgäu und dann zaubert Mario Kommentator Matthias Stach auch noch zurück nach Island. Verrücktes Nachholspiel, verrücktes Alemannia Aachen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 179: Alan Shearer – all Premier League long

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    07:41:00

    Nachholspiel ist zurück aus der Sommerpause und die Community jubelt mit einer Hand ausgestreckt in Richtung Himmel, untermalt von Lionel Richies Gute-Laune-Hit "All Night long." Mehr hätten wir Englands Stürmer-Legende Alan Shearer eigentlich nicht huldigen können. Seine Lieblingspose und sein Lieblingssong bereits im Folgentext verewigt. Wenn da nicht noch dieser Rekord wäre. Zwischen 1992 und 2006 erzielte der 183 cm große Strafraum-Riese in insgesamt 441 Premier-League-Spielen 260 Tore. Kein anderer Spieler traf häufiger. Oder, Harry Kane? Von Southampton über Blackburn zurück in seine Geburtsstadt Newcastle kletterte er die sportliche und geographische Karriereleiter im Eiltempo nach oben. Aushängeschild der Three Lions und Torschützenkönig bei der Heim-EM 1996. England hatte Charlton, Moore und Lineker, doch keiner war so sehr Knipser- und Kurierservice in einer Person wie Shearer.Nachholspiel streift sich sein charakteristisches schwarz-weißes Trikot über und verschafft sich Platz für einen langen Jubellauf. Wir verraten euch, dass die Blackburn Rovers mal Meister waren, Spielerfrauen an die Macht gehören und warum Shearer bis heute immer noch "zunächst einmal das Leben genießt." Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 178: Kater im Trainingslager

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    05:19:00

    Es war einmal auf Schalke. Trainer Diethelm "Ferner-Branca" und Angreifer Klaus (Be)Täuber verliefen sich im Wald und fanden nach 5 1/2 Stunden völlig ausgepumpt zum Rest der Mannschaft wieder. Klingt nach Schnitzeljagd in "Jack-Grealish-Triplefeier-Warnweste", Alkohol soll aber nicht im Spiel gewesen sein. Und das obwohl Täuber Bier und Kippen wie Lachgummi wegmachte - Hauptsache gesund! Früher war mehr Likör, vor allem in der Vorbereitung. Malente, "Schlucksee" und natürlich der Klassiker unter allen Bandagierten und Fußlahmen: "Donausauf" ist nur einmal im Jahr. “MuskelFASSriss”, SchultereckGEDECKssprengung, Klaus “EderSTOFF”, hier wird Ihnen geholfen. Nachholspiel suchte Inspiration für die Sommerpause und wir wurden fündig. Selten hätte Werbung in diesemPodcast besser platziert werden können, aber das Tourismusamt Südtirol erreicht uns auch im Urlaub. Eine Reise über Coldplay in die Dolomiten bis nach Balkonien. Hach, feels jetzt schon like Heaven. Zwischendurch noch ein Kurztrip mit dem HSV in die USA und eine Stipvisite nach Bad Bentheim. Ihr müsst nicht verreisen sondern einfach diesen Podcast hören. Wir packen das Geschichtsbuch und die Mikrofone kurz in die Eistonne und melden uns in ein paar Wochen wieder. Eure drei Trainingsweltmweister. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 177: Die Schande von Gijón – Geschichte geschoben

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    01:05:43

    Deutschland hat den Fußball wie kaum eine andere Nation geprägt. Viermal Weltmeister, Walter Frosch, Goleo und dank der "DFB-Helden" wie Toni Schumacher, Paul Breitner oder Karl-Heinz Rummenigge werden seither die letzten Vorrundenspiele großer Turniere zeitgleich ausgetragen. Kommt uns spanisch vor!Schiebung ist die große Schwester von Ball-Geschiebe und das hat Deutschland mit seinem kleinen Bruder Österreich nicht im Innenhof, sondern im entscheidenden Gruppenspiel der Weltmeisterschaft in Spanien 1982 ganz neu interpretiert. Nach der Führung von Horst Hrubesch verständigten sich beide Teams die restlichen 80 Minuten auf einen "Nichtangriffspakt". Hand in Hand in die nächste Runde. Die Passquote von 90% unterstreicht auf lächerliche Art und Weise den Staatsakt der Dreistigkeit. Das langweiligste Fußballspiel der Welt ist ein ganz dunkles Kapitel der DFB-Historie und einer der größten Skandale auf einer WM-Bühne. True-Crime-Nachholspiel betritt den Walk of Shame und dirigiert das Pfeifkonzert der Stehgeiger. Wir lassen die Geldscheine wedeln und machen den Spiel- zum Polizeibericht. Wir klären, wie die internationale Presse in der Schande eine Sternstunde feierte, warum letztlich Tante Käthe und nicht Tante Frieda zu Hause Zirkus machte, wen das betrogene Algerien trotzdem noch lieb hat und wie wichtig die richtige Betonung sein kann ("Spiel ruhig, Lothar!", hätte so in die Hose gehen können). Wir haben das Thema wie den Ball von Gijon seit Jahren hin- und hergeschoben. Jetzt ist das Ding endlich im Giftschrank. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 176: Die EM 2008 (Gast: Béla Réthy)

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    01:30:15

    Nachholspiel ist wie Netflix. Zu viele Themen, zu viel Angebot. Reizüberflutung! Jene Geschichte ist gut, die da noch besser, das hier hört sich interessant an. Wahnsinn...und dabei reden doch nur von einer Europameisterschaft. Nein, wir sprechen von Schweini mit blondierten Haaren. Schweini mit Löw auf der Tribüne, Schweini mit Merkel auf der Tribüne, Schweini gegen Portugal...und da sind wir gerade mal bei einem Spieler. Löws erstes Turnier als Bundestrainer, der Freistoß der Nation, Oranje-Fieber, Xavi und Pässe wie aus dem Paradies, enttäuschende Welt- und Europameister, Last-Minute-Türken gegen Last-Minute-Lahm, eine Regenschlacht und ein Blackout. Als überall der Strom ausfiel, war ZDF-Kommentatoren-Legende Béla Réthy im Halbfinale zwischen Deutschland und der Türkei als einziger unter Strom. In wenigen Minuten vom grinsenden Standbild zur Boulevard-Berühmtheit. Im Finale gegen Spanien hatte dann irgendwer auch der DFB-Auswahl den Stecker gezogen, aber das kann Mario am besten beurteilen. Als der sich nämlich in Wien ins Stadion schlich, hat er womöglich ein Kabel übersehen. Bist du deppert!? Als Euro-Volunteer fing alles an, es endete auf dem Platz als eine Mischung aus Salt Bae und Franz Beckenbauer. Nachholspiel serviert Béla und Mario, ein Anekdoten-Auflauf mit acht Schichten Käse und unzähligen Geschmacksexplosionen. Warum Kommentatoren beim Inder nur Pizza bestellen sollten, wie Mario den stummen Fernando Torres zum Reden gebracht hat und wie wir uns am Ende doch für eine Geschichte entscheiden konnten. Fußball ist eben...ach ihr wisst schon. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 175: TSV Vestenbergsgreuth – richtig, wir sind's! (Gast: Roland Stein)

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    05:22:00

    Falls es einer noch nicht wusste: Tempo steht für Taschentücher, Nutella für Schoko-Aufstrich und Vestenbergsgreuth ist das Synonym für Pokal-Sensationen. Seit dem 14. August 1994 ist die Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt das Fußballmärchen, das vor jeder ersten Pokalrunde gerne erzählt wird. Es waren mal die Amateure gegen den Rekordmeister FC Bayern. Trapattoni auf der Bank, Kahn, Matthäus, Papin auf dem Platz. Beim TSV Vestenbergsgreuth wurde dagegen am Nachmittag noch ein Kaffeekränzchen abgehalten, das hatte Tradition vor großen Spielen. Roland Stein, ein 21-jähriger Betriebsschlosser, der auf dem ausgebauten Dachboden seiner Eltern wohnte, sollte nach dem Spiel seinen Chef Helmut Hack anrufen, dass er am nächsten Tag nicht zur Arbeit kommen kann. Die 43. Minute hat er sich zwar nicht auf den Unterarm tätowiert, sein Jubel und der ins leere schauende Oliver Kahn sind allerdings bis heute auf seinem Handy als Hintergrundbild verewigt. Der Titan als nostalgische Pushnachricht, das Wunder lebt weiter, immer weiter. Roland ist womöglich der bescheidenste Bayern-Bezwinger, den wir kennenlernen durften. Aber auch der abgeklärteste. Sein Gegenspieler war Weltmeister Jorginho und Matthäus hat er beim Treffer auch höchstens peripher wahrgenommen. Ist ja auch schon lange her. Und da überrascht es auch nicht, dass sein Pokal-Knaller natürlich nicht das schönste Tor seiner Karriere war. Vielleicht auch, weil es in Rolands Leben wichtigere Dinge als den Fußball gab. Märchenstunde bei Nachholspiel. Mit den haarigen Ungeheuern Harry Koch Wolfgang Rolff und Wolfgang Petry auf einem Foto. Vom Schweinestall zum FC Schweinfurt und wenn die French Open nicht irgendwann beendet sind, lebt Mario noch heute mit Eurosport-Kommentator Matthias Stach in einem Büro voller Tennisbälle. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 174: Die Hertha-Bubis – einmal mit Profis arbeiten (Gast: Andreas Schmidt)

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    07:37:00

    Jedes Jahr träumt Hertha BSC vom Pokalfinale. Olympiastadion, heimische Kulisse, ganz Berlin endlich mal im kollektiven Fußball-Rausch. „Kenn ick, weeß ick, war ick schon!” #hahohä?!1993 hatten die Hertha-Amateure tatsächlich eine Hand am Pokal. Sie waren ehrgeizig, empathisch, erfolgreich und gerade so erwachsen. Der spätere Nationalspieler Carsten Ramelow war 19 Jahre alt, sein ältester Teamkollege 23. Finalgegner Leverkusen gewann zwar mit 1:0, die Geschichte war aber längst historisch. Berlin, Berlin, wir bleiben in Berlin. Der Soundtrack einer nie enden wollenden Klassenfahrt durch die Hauptstadt. Vom Sportplatz bis ins ausverkaufte Olympiastadion. Während die Profis frühzeitig aus dem Wettbewerb flogen und in der 2. Liga stagnierten, avancierte Hertha II zur Nummer 1: Bubi City Club, das Original! Auf dem Sprung zu den Profis schon schwerelos gefühlt oder: wenn die Karriereleiter zur Rolltreppe nach oben wird. Hertha-Legende Andreas Schmidt durfte diese verrückte Erfahrung sogar mit seinem Zwillingsbruder Oliver erleben. Wir fassen zusammen: Ramelow bei Ranissimo, Stepanovic erst weg und wieder da, auf einmal kommt "Calli" und dann eben diese legendäre Truppe aus Fußballern und Kämpfern. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 173: HSV per "Heber-Hammer" zum Europapokal-Sieg

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    05:19:00

    Es gibt die gewollten und die ungewollten Traumtore, die Geschichte schreiben. Der Rest ist Mythos oder Magath: "Wenn sie jetzt einen Ball hätten, würde ich es ihnen nochmal zeigen." Boom! Hamburgs "Heber-Hammer" hatte am 25. Mai 1983 das Endspiel um den Europapokal der Landesmeister gegen den haushohen Favoriten Juventus Turin entschieden. Das Bild vom chancenlos hinterherschauenden Weltmeister-Torwart Dino Zoff ist fast genauso legendär, wie die Beschreibung des Treffers von HSV-Ikone Lotto King Karl. Also doch nur ein Sonntagsschuss? Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte hat den Dino unsterblich gemacht und eine ganze Mannschaft samt Pokal mit in die Vitrine gestellt. Der bekloppte Uli Stein, Türsteher Dietmar Jakobs, Flankengott "Manni" Kaltz, die "Frisur" Wolfgang Rolff, Kopfballungeheuer Horst Hrubesch und eben "Ich-würde-es-ihnen-nochmal-zeigen-Magath". Auf der Bank saß der geniale Grantler Ernst Happel, der nie ein Wort zu viel sagte, seinen Kaffee mit Weinbrand trank und fernab des Fußballs den ganzen Tag vor der Glotze saß. Und nebenbei mit Raumdeckung alles revolutionierte. Beim besten Spieler der Welt machte der Österreicher auch mal eine Ausnahme. Michel Platini wäre im Finale von Athen aufgrund der nervtötenden Manndeckung am liebsten nach 60 Minuten frustriert vom Feld gegangen. Nachholspiel dreht Kurt Emmerich auf, lässt Juves Schlächter und Playboys auf die Bühne, sitzt mit Jimmy Hartwig im Sportstudio und fliegt gemeinsam mit dem "Heber-Hammer" nochmal in den Winkel.Wir klären, warum Felix Magath heute noch mit Herzchen an vielen Häuserwänden in Rom oder Neapel stehen dürfte, Mario ausnahmsweise mal nicht im Stadion war, Turins damaligen Coach Giovanni Trapattoni aber trotzdem erlebt hat und warum der HSV nach dem Erfolg nicht die Reeperbahn zerfeiert hat. In dieser Folge halten nur die Zeitlupen nicht ihr Versprechen, ansonsten wird wie gewohnt alles doppelt und dreifach festgehalten und besprochen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 172: Wembley 2013, 89. Minute (Gast: Uli Köhler)

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    01:18:32

    Ein Finale hat manchmal zwei Sieger und doch diesen einen Moment. Bayern München und Borussia Dortmund hätten uns womöglich noch bis zur nächsten englischen Krönung mit ihrem schönen Spiel begeistert, wenn sich König Arjen nicht vorher die Krone aufgesetzt hätte. Nach dem ersten deutschen Champions-League-Endspiel der Geschichte wollte die internationale Presse am liebsten alle Spieler auf den Schultern vom Platz tragen. Nur den Riesen Javi Martínez hätte keiner hochheben können.Deutschland war wochenlang vor dem Duell eine rote und schwarz-gelbe Breaking News, "interessiert mich nicht" gab's nicht! Kein Wunder, die Bayern und der Final-Fluch, Dortmund und die fette "Pöhler-Party" nach dem Tanz durch Europa. Und klar, wenn es spannend und legendär wird, ist Uli Köhler nicht weit. Unser ewiger Zeitzeuge hat Wembley aufgesaugt und beschreibt bei uns jede Sekunde des Spiels wie eine eigene Heldengeschichte. Auch die der Rasenmäher-WM im Vorfeld. Am Ende ist es die 89. Minute, die alle sprachlos zurückgelassen hat. Die drei Dortmunder-Verteidiger, die Roben mit einer flüssigen Bewegung stehen gelassen hat. Roman Weidenfeller, der zuvor Real Madrid alleine besiegt hatte und nun von einem platzierten Schüsschen geschlagen wurde. Und natürlich die Bayern, die Wembley immer mit Robben verbinden werden. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 171: Road to Wembley 2013 (Gast: Roman Weidenfeller)

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    01:25:22

    „Robben, jetzt macht er sein Tor...”. Die Geschichte vom ersten deutschen Finale der Champions League lässt sich wiederum mit dem vielleicht nicht schönsten, aber wichtigsten Tor der Königsklasse schnell erzählen. Doch dann hätte der damals geschlagene Roman Weidenfeller nach nur einer Frage am Nachholspiel-Telefon womöglich wieder aufgelegt. Vielmehr spricht er vom galaktischen Gefühl, der stinkenden und bewusst aufgeheizten Kabine in Madrid und von der ewigen Heldengeschichte Dortmund gegen Goliath. Eigentlich hätte der BVB den Henkelpott schon nach der Gruppenphase verdient gehabt: Real, Ajax, Man City! Aber die Welt wollte eben Lars Ricken und Paul Breitner mit der Neuauflage von Ritter der Kokosnuss sehen. Der Weg zum Heiligen Gral war Romans Ritterschlag, aber auch eine Reise der vielen Verwandlungen. Jürgen Klopp, der Pressekonferenzen zu seiner persönlichen Late Night Show machte. Mario Götze, der vom Liebling zur Hassfigur wurde und natürlich der FC Bayern mit dem Boom zwischen Borisov und Barcelona. Tiki-Taka aus dem Takt gebracht. Jordi Alba sieht und hört beim Gedanken an Thomas Müller heute noch Sterne des Südens. Nachholspiel spielt Königsklassen-Konferenz. Mario als Bayern-, Olli als Dortmund-Reporter. Und Hans irgendwo lost zwischen Schmelle, Málaga, Mpenza und Schieber. Zwei Routen ins Finale und mittendrin Roman Weidenfeller, der sich Jahre danach einfach nur einen Mitschnitt seiner besten Paraden wünscht. Und das waren einige! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 170: Das erste Champions-League-Finale – OM...God! (Gast: Alexis Menuge)

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    07:15:00

    Korruption, Doping und mittendrin Weltmeister Rudi Völler. Und diesmal war Frank Rijkaard wirklich unschuldig! Der Fußball-Olymp wackelt am 26. Mai 1993 wie ein Kartenhaus. Das sollte nicht an den späteren Schwergewichten des französischen Fußballs Didier Deschamps, Fabien Barthez oder Marcel Desailly liegen. Vielmehr hatte ihr Klub Olympique Marseille einen Betrugsskandal an den Hacken, der den gesamten Verein noch in den Abgrund ziehen sollte. Zwangsabstieg, Verbannung aus den europäischen Wettbewerben. Und dennoch: bis heute ist es der erste und letzte Champions-League-Titel für eine französische Mannschaft. Ohje, PSG! Die Nachgeschichte des ersten Endspiels der neu gegründeten Champions League ist bekannter als das sportliche Ereignis selbst. Marseille spielte gegen Milan im Münchener Olympiastadion. Basile Boli machte beim 1:0 den Sprung seines Lebens. Journalist und DAZN-Experte Alexis Menuge beleuchtet den größten Betrug des französischen Fußballs rundum den ominösen Präsidenten Bernard Tapie. Nachholspiel ergänzt mit weiteren fragwürdigen Fakten: Rudi Völler ist allergisch auf Spritzen, Fabien Barthez hatte mal eine Frisur und Franz Beckenbauer trainierte nicht nur die deutsche Nationalmannschaft und den FC Bayern. OMG!! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 169: Stuttgart 2007 – die Meisterschaft steht auf dem Kopf (Gast: Timo Hildebrand)

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    09:38:00

    Fernando Meira war Kapitän und Abwehrchef des VfB Stuttgart. Fernando Meira ist das größte Genie der bildenden Kunst. Seine Statue "Meisterschale falsch herum" ist ein selbstironisches Selbstporträt des War-nicht-zu-erwarten-Gefühlszustands und zugleich kraftvoller Ausdruck der soeben auf den Kopf gestellten Bundesliga-Logik. Es wird schnell historisch, oder komisch, wenn die Bayern ausnahmsweise nicht Meister werden.Meisterwerke lassen sich manchmal erst auf den zweiten Blick erkennen. Der neue Trainer Armin Veh hatte bereits nach dem ersten Spieltag die Sinnfrage gestellt: "Wenn ich hier gehen muss, ziehe ich ein paar mit runter". Jaja, ist das Kunst oder kann das weg? Der Entstehungsprozess mitunter grob und halsbrecherisch. Die Erfolgs-Werkzeuge waren wie am letzten Spieltag Hammer und Köpfchen, wirkungslos nur gegen das Kryptonit namens Nürnberg. Timo Hildebrand baute sich im Tor über 34 Spieltage sein eigenes Denkmal und kürzte wegen voller Blase auf der Meisterfeier durch den Stadtpark ab. Gut, dass "Die Fantastischen Vier" schon auf der Bühne waren. Gut, dass der fantastische Veh den Confed Cup gesehen hat. Gut, dass der fantastische Fernando und der VfB Stuttgart die Meisterschaft auf den Kopf gestellt haben. Ach ja, und am Ende noch die total naheliegende Frage, was Günter Oettinger und Salt Bae gemeinsam haben. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 168: An Gott kommt keiner vorbei - außer "Stan" Libuda

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    02:10:00

    Vereine haben Legenden, Schalke 04 hat Reinhard Libuda. Seine Geschichte gleicht einer Beschreibung des Ruhrgebiets. Ehrlich schön und einzigartig, am Ende doch auch etwas hässlich. Sein Name ist riesig im Pott. "Stan", angelehnt an den ersten Ballon D'or-Gewinner Stanley Matthews aus England, war der beste Rechtsaußen seiner Zeit. Schalkes ganzer Stolz umdribbelte seine Gegenspieler wie der Fußballgott persönlich mit Messi und Ronaldo auf den Schultern. "Stan" war fußballerisch die geborene Leichtigkeit in einem königsblauen Himmel voller Stehgeigen. Ein bescheidener Lebenszauberer, der von Schalke zu Dortmund quasi aus Versehen wechselte, vor wütenden Fans plötzlich im Kleiderschrank verschwand und das ZDF-Sportstudio in ein Schweigekloster verwandelte. Denn: Fußballer und Persönlichkeit hätten bei ihm nicht weiter auseinanderliegen können. Das Jahrhunderttalent und der normale Nachbar von nebenan. Der Sound-Verstärker im Stadion, der schüchterne Profi fernab dessen. Der Bundesliga-Skandal der 70er wurde sein Karriere-K.o.! Schalkes sensibler Kapitän unterlag wohl dem Gruppenzwang und sollte sich von der Schmach nie wieder erholen. "Stan" Libuda ist mit 52 Jahren viel zu früh gestorben. Der Kult um seine Person ist unendlich. Er mag am lieben Gott vorbeikommen, an Nachholspiel allerdings nicht. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 167: "Jay-Jay" - der mit dem Kahn tanzt (Gast: Fabian Pecher)

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    07:59:00

    Uwe Bein hätte schon schießen können, aber den Namen kann doch keiner tanzen. "Jay-Jay" ist Musik in den Ohren, Rhythmus in den Beinen, Synonym für ein Solo für die Ewigkeit. Seine Tricks sind nie aus dem Takt geraten, nie aus der Zeit gefallen - "so good they named him twice." Am 31. August 1993 wurde der 20-jährige Okocha mit einer Aktion zur Legende bei Eintracht Frankfurt. Der spätere Welttorhüter Oliver Kahn schmunzelt bis heute über das wohl schönste Gegentor seiner Karriere. Die Karlsruher Abwehr, das Stadion, Kommentator Jörg Dahlmann, das kollektive Schleudertrauma der Bundesliga-Geschichte, das sich immer weiter drehende Karussell aller Ballverliebten. Augustine Okocha war der Peter Pan des Fußballs, auf dem Platz wollte er nie erwachsen werden, ließ mit dem Rainbow Flick die Bälle fliegen und seine Gegenspieler staunen. Er spielte noch in Paris, wo er zu Ronaldinhos' Mentor wurde, in Istanbul, auf der Insel, gefühlt überall. Ins Aus hat er sich dabei zwar nicht gedribbelt, die besten 11 Sekunden seiner Karriere hatte er aber wohl in Frankfurt. Okocha-Content k(l)ickt nach wie vor bei YouTube und TikTok. Fußball-Influencer Fabian Pecher analysiert mit uns "der mit dem Kahn tanzt" und erklärt uns, welche Übersteiger im modernen Fußball überhaupt noch zu Überfliegern werden. Außerdem: Dragoslav Stepanovic, Borussia Neunkirchen, Hans der Torwart, Olli der Dorfzehner und Mario, der allwissende U-Bahn-Wächter. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 166: Tomislav Piplica und das Eigentor des Jahrhunderts (Gast: Torsten Mattuschka)

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    03:50:00

    Torhüter gewinnen Meisterschaften oder den Raab der Woche. Torhüter fahren zu Weltmeisterschaften oder sie bleiben wegen ihrer Frisur zu Hause. Torhüter verehren den "Titan" Oliver Kahn oder sie halten seine Elfmeter. Die Karriere von Tomislav Piplica war nicht normal. "Pipi" ist bei Energie Cottbus eine Legende und in der Hall of Fail ein zeitloses Unikat. Hätte er am 6. April 2002 nur seine Arme benutzt, doch es wurde Hals über Kopf. Er war nie der Größte, in Sachen Selbstironie aber ein ganz Großer. Energie Cottbus spielte als multikulturelle Außenseiter-Truppe zweimal für jeweils drei Jahre in der Bundesliga. Ohne Piplica wäre es weniger gewesen. Keiner war ehrgeiziger, keiner war dickköpfiger, keiner hatte zwei Autogrammkarten in einer Saison. Piplica, deine Frise war weltmeisterlich. Der gebürtige Cottbuser und ehemalige Teamkollege Torsten Mattuschka setzte im Training gegen den positiv Wahnsinnigen mal zum Lupfer an. Würde er heute auch nicht mehr machen. Und ihr sicherlich auch nicht, wenn ihr die Anekdote dazu gehört habt. Nachholspiel mit einer Folge wie eine Bogenlampe. Erwartbar und doch unberechenbar. Auch wir lassen die Arme weg, weil wir uns vor lauter Lachen mehr den Bauch als den Ball halten müssen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 165: Das größte Kartenfestival der Bundesliga

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    01:07:04

    Vom Papst bis zum Dalai Lama stellen alle Heiligen ihre Gebete ein, wenn Bayern und Dortmund aufeinandertreffen. Der Fußballgott braucht jetzt Konzentration, in den nächsten 90 Minuten darf alles und wiederum nichts passieren. Und dann gibt’s noch Hartmut Strampe. Ein Schiedsrichter und Blasphemiker vor dem Herrn, der am 7. April 2001 mit 13 Karten für eine Götterdämmerung sorgte. Der FC Bayern am Ende nur noch mit neun Spielern auf dem Platz. Uli Hoeneß wollte anschließend Otto Addo in den Zirkus stecken, Rotsünder Stefan Effenberg plädiert bis heute auf Freispruch und Jens Jeremies hatte einen normalen Arbeitstag. Eine Mischung aus Kindergarten und Kampfsport, mittendrin ein überforderter Unparteiischer.Tore sind auch gefallen oder irgendwie doch nicht. Göttliche (Ver)Fügung? Fredi Bobic ist auf jeden Fall der Vater des VAR.Nachholspiel pfeift das wilde Durcheinander nochmal an und diskutiert mehr als ein Rudel Fußballer nach einem nicht gegebenen Elfmeter. Strampes Heiligenschein hatte zwar Flutlicht-Power, doch der Allmächtige in Fußballschuhen trat dann doch noch in Erscheinung. Oliver Kahn, der Rosicky-Freistoß und die göttliche Linie. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 164: Roberto Carlos und der unmögliche Freistoß

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    02:43:00

    Eine Szene wie der Nobelpreis in Physik: 35 Meter Torentfernung, 16 Meter Anlauf und eine Flugbahn, als hätte einer mit dem Vorschlaghammer auf das Raum-Zeit-Gefüge gehauen. Frankreich gegen Brasilien am 3. Juni 1997. Roberto Carlos, die kleinste Krafteinheit im Fußball, sorgt für das größte physikalische Phänomen. Torwart Fabien Barthez, die Mauer, der Balljunge, die Kommentatoren, das gesamte Stadion – ein Schuss, ein Zischen. Ist da eben der Blitz eingeschlagen? Taktik-Nerds kurz weghören, die Forschung hat den Fußball endlich mal mit Sinn zur Wissenschaft gemacht: Außenrist, die Distanz zum Tor und der sogenannte Magnus-Effekt waren für die geniale Gravitation verantwortlich. Regisseur Christopher Nolan war bei "Außenrist" schon raus und hat stattdessen Interstellar verfilmt. Ist weniger kompliziert. Hans Zimmer spielt die Orgel und Olli macht Nachholspiel zu "die Physiker" als Podcast. Eine Komödie der Unwissenheit, aber auch eine faszinierende Entdeckungsreise. Der Ball ist ja im Tor gelandet, sonst wäre er tatsächlich wieder zurückgeflogen und womöglich in ganz andere Sphären verschwunden. Dann hätte zumindest George Clooney ein Spielzeug. Laut Mario ist der nämlich immer noch im Weltraum verloren. Also Hefte raus und mitschreiben, unsere Erfolgsformel lautet heute: Kraft + Masse + Beschleunigung = Nachholspiel! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 163: Who let the dogs out? Rausch, Rausch, Rausch!

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    00:37:03

    Tiere, die es geschafft haben – die beliebte Kategorie bei "Fest und Flauschig". Unser heutiger Vierbeiner muss wohl leider draußen bleiben. Rex ist kein Held. Oder doch? Er ist zweifellos berühmt, hat sich im Hintern von Friedel Rausch und damit in der Bundesliga-Geschichte verewigt. Und am Ende hat der sonst bestimmt ganz liebe Schäferhund eines Ordners auch nur seinen Job gemacht. Am 6. September 1969 hatten sich die Zuschauer beim Derby zwischen Dortmund und Schalke im Stadion "Rote Erde" bis zur Seitenlinie gedrängelt. Nach der Schalker Führung brachen alle Dämme, Rex im Rausch und schließlich großes Gejaule. Für den einen gab es ein Schmerzensgeld, für den anderen Gerüchten zufolge 20% auch auf Tiernahrung. Nachholspiel lässt inhaltlich mal wieder lange Leine und untersucht den tierischen Vorgänger von Luis Suarez. Tathergang, Motiv, Konsequenzen. Mario verteilt ordentlich Leckerlies und holt dann auch noch Löwen in die Podcast-Manege. Olli schreit nach Maulkörben, während Hans einen auf "der mit dem Hund tanzt" macht. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 162: The Trent is your Friend – der "Corner-Kick" von Anfield (Gäste: Jan Platte und Sebastian Benesch)

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    00:56:56

    Es sind oft Gesichter, die eine Geschichte erzählen. Im Mai 2019 sehen wir in der 79. Minute für wenige Sekunden eine tiefe Leere im Ausdruck von Barcelonas Superstar Lionel Messi, die sich vernichtend, so sinnlos anfühlt. Messi und Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen erleben einen surrealen Moment. Orientierungslosigkeit, Gänsehaut, schließlich Fassungslosigkeit. Was zur Hölle war das? Das Ding wird am nächsten Tag das Internet zerschießen, als wäre ein Ufo im Mittelkreis gelandet. Der vermutliche Außerirdische ist aber bloß ein Außenverteidiger und hat dem reglementierten, wissenschaftlich anmutenden Fußball soeben nüchtern seine umfängliche Einfachheit aufgezeigt. Trent Alexander-Arnold und seine schnelle flach ausgeführte Ecke auf den Fuß von Divock Origi führen Liverpool ins Finale der Champions League – nach einem 0:3 im Hinspiel. Der Gesichtsausdruck von Messi ist verewigt als Meme. Der Geistesblitz von Anfield wurde eingerahmt, mit einer roten Schleife verpackt und wird fortan als historisches Ereignis für die Nachwelt im digitalen Gefrierschrank YouTube aufbewahrt.Nachholspiel tanzt mit DAZN-Kommentator Jan Platte, Field-Reporter Sebastian Benesch und den LFCTV-Kommentatoren sehr laut an der Eckfahne von Anfield. Wir rekonstruieren, analysieren, diskutieren. Moment, war das nicht nur eine Ecke, Trent Alexander-Arnold? Keep it simple! Manchmal soll das schon reichen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 161: Uli Hoeneß – Teil 2 (Gast: Max-Jacob Ost)

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    01:32:30

    Da sitzen wir nun immer noch und sprechen über den vielleicht Größten des deutschen Fußballs. Nicht aufgrund seiner sportlichen Erfolge, sondern wegen seiner Popularität. Jeder kennt ihn, jeder hat eine Meinung über das Schwergewicht des FC Bayern. Hoeneß ist wie ein ambivalenter Gefühlszustand. Mitgefühl nach dem verlorenen "Finale Dahoam", Fassungslosigkeit nach dem Steuerskandal. Seine Geschichte ist nicht die des Gefallenen und wieder Aufgestandenen. Hoeneß war immer da, immer in seiner eigenen Welt, immer der "Uli". Als wäre er in der Zeit stehen geblieben, auch wenn er inzwischen aus der Zeit gefallen wirkt. Von Rio bis Rosenheim, Uli Hoeneß hat den deutschen Rekordmeister in den vergangenen 30 Jahren als Manager und späterer Präsident regional verwurzelt und global zu einem Wirtschaftsriesen geformt. "Mia san Mia" - eine Haltung zwischen Tegernsee und Katar. Max-Jacob Ost beleuchtet für uns die Wiedersprüche des Uli Hoeneß, seine Ambivalenz und Selbstwahrnehmung. Ob im Fall Christoph Daum oder eben als verurteilter Steuersünder. Am Ende ist ist das Gespräch mit Max für uns so etwas wie eine Persönlichkeitsstudie geworden, ohne dabei auch nur in einem Moment psychoanalytisch zu werden. Und Uli Hoeneß? Der dürfte uns wohl nur in einem Punkt sicher zustimmen: Seine Frau Susi ist der "Hidden Champion", wie Max sagt. Und damit ist nach zwei Folgen die Motivation und Prägung des Machers und Menschen Hoeneß mit einem Wort zusammengefasst: Familie. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 160: Uli Hoeneß – Teil 1 (Gast: Max-Jacob Ost)

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    00:58:24

    Wenn du am Stammtisch eine kontroverse Diskussion entfachen willst, reicht sein Name. Der Steuersünder, der Samariter, die emotionale "Abteilung Attacke" vom Tegernsee. Oder für viele einfach nur "der Uli". Max-Jacob Ost hat sich mit DER polarisierenden Persönlichkeit des deutschen Fußballs auseinandergesetzt - wie kein anderer Journalist in seiner Podcast-Reihe "11 Leben" und nun in seinem Buch "Aus Liebe zum Spiel". Bei Nachholspiel hat Uli Hoeneß bereits in vielen Episoden eine Rolle gespielt. Dank Max und seiner außergewöhnlichen Recherche sitzt der Macher des FC Bayern nun für zwei Folgen bei uns am Tisch. Wie ein stiller Zuhörer, der hin und wieder schmunzelt, viel schnauft und beim Namen Willi Lemke einen roten Kopf bekommt. In Teil 1 beleuchten wir seine viel zu kurze, dafür sehr erfolgreiche Spielerkarriere. Wir sprechen über seinen ausgeprägten Geschäftssinn und die Anfänge als jüngster Manager der BL-Historie. Jeder kennt Uli Hoeneß, aber kaum einer seine ganze Geschichte. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 159: Nachholspiel live aus München – ein Stadion voller Anekdoten (Gast: Uli Köhler)

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    00:44:45

    Frohe Weihnachten ihr Süßen, wir schenken euch zum Feste unsere Lieblingsgäste. Uli Köhler und Fußballkneipe ist wie Cola Light und Mentos. Nur dass er das noch nicht wusste. Unser lieber Uli hatte tatsächlich in Münchens nostalgischer Fan-Kathedrale "Stadion an der Schleißheimer Straße" seinen ersten öffentlichen Auftritt als Geschichtenerzähler...und war auch ein bisschen aufgeregt. Nachholspiel saß quasi wie der Pressesprecher auf legendären Pressekonferenzen daneben, falls sich Uli bei der dritten van-Gaal-Imitation doch mal verschlucken sollte. Pressekonferenzen hat er viele erlebt, vor allem beim FC Bayern. Uli hat das Universum des Rekordmeisters wie kein anderer in Deutschland studiert und Phänomene erlebt, von denen nur er berichten kann. Sonst würde es sowieso keiner glauben und lachen schon mal gar nicht. Einen Teil unseres Tour-Finals wollen wir euch unter den Weihnachtsbaum legen. Vielleicht ist ja neben dem "Entlauber" und der "Flasche leer" noch etwas Platz. Ganz liebe Grüße an die Familie Bernat und denkt bitte gerade an Heiligabend an die Worte eines großen Zeitreisenden: die Würde des Menschen ist unantastbar! So, jetzt aber Play-Taste drücken und schöne Feiertage. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 158: WM 1990 (III) - das Finale (Gast: Uli Köhler)

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    01:14:01

    Welches Bild hast du als frisch gebackener Weltmeister zuerst im Kopf? Trikot-Tausch bei der Dopingprobe! Da spielt Klaus Augenthaler alle sieben Spiele bis zum Triumph in Rom durch, um dann gleich beim ersten Glas Sekt in der Feier-Kabine von FIFA-Funktionären abgeführt zu werden. Wer hätte außer Franz Beckenbauer auch gedacht, dass der „dreibeinige Ackergaul” bis zum Ende durchhält – und dann durfte während des obligatorischen Tests kein Bier getrunken, geschweige denn geraucht werden. Von wegen: früher war alles besser. Andreas Brehme hatte wenige Minuten zuvor Argentiniens Elfmeterkiller Goycochea eiskalt einen eingeschenkt. Weltmeister! Zum dritten Mal! Weil Matthäus die falschen Schuhe an und der gestolperte Rudi Völler als wertvoller "Druck-Rausnehmer" die richtigen Worte für Brehme gefunden hatte.In Italien wurden Legenden und ein deutscher Diego geboren. Wie schalte ich 90 Minuten den genialen Maradona aus? Guido Buchwald drückt Dir heute noch seine Gebrauchsanweisung in die Hand. Reporter-Rekordweltmeister Uli Köhler hat von seiner ersten Weltmeisterschaft noch unglaublich viele Anekdoten präsent. Carlos Valderrama, Gary Lineker, Roger Milla, das Boot von Matthäus und seine über den Tag wechselnden Outfits. Jede Frage von uns wird passend wie ein Elfmeter verwandelt. Nachholspiel singt zum Abschluss des WM-Spezials "Bella Italia Trilogia". Klaus Augenthaler sollte das Doping-Dilemma übrigens vier Stunden später auf der Mannschafts-Party wieder vergessen haben, um wiederum ein anderes Bild nie wieder zu verdrängen: der Kinderwagen seiner Tochter, Torwart-Trainer Sepp Maier und der kleine „Icke“ Häßler am nächsten Morgen. Wir beenden mit einem Lachkrampf unser geschichtsträchtiges Podcast-Jahr. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 157: WM 1990 (II) – die K.o.-Phase (Gast: Dietrich Schulze-Marmeling)

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    01:15:36

    In der Wüste Katars hatte Deutschland zu viel Sand im Getriebe, in Italien anno 1990 lief's dagegen. Nachholspiel bestreitet die nächste Etappe zum dritten deutschen WM-Titel und sammelt weiter fleißig Kult-Bilder für das eigene Podcast-Panini-Album. Frank Rijkaard und Rudi Völlers Blick, als der etwas anderes als Schaumfestiger in der Lockenpracht hatte. Heribert Faßbender und das "Jaaaaa" der Nation. Zitternde Three Lions gegen unzähmbare Löwen aus Kamerun. Der 38-jährige Roger Milla und die Fast-Romanze mit Schalke 04. Paul Gascoigne und die überraschende "Nicht-Kneipen-Schlägerei" mit Andreas Brehme. Natürlich schauen wir auch auf Deutschlands Final-Gegner Argentinien und Maradonas Heimspiel gegen Gastgeber Italien. Anekdoten satt, zum Glück hielt das Schuhwerk von Lothar Matthäus bis zum Endspiel. Wer sich für Fußball interessiert, dürfte irgendwann mal ein Buch von Dietrich Schulze-Marmeling in der Hand gehabt haben. Der Autor will unseren Sommer in Italien nicht madig machen, doch er übt Kritik an Italia '90. Wenig Qualität, viel Kommerz und eine überraschend "undeutsche" deutsche Mannschaft. Leute, der WM-Pokal ist schon zum Greifen nahe, vorher müssen wir aber noch eine nervenaufreibende K.o.-Phase überstehen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 156: WM 1990 (I) - Ein Sommer in Italien (Gast: Klaus Augenthaler)

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    00:33:54

    Es war das Turnier der bunten Trikots und Vögel. Kolumbiens Power-Frisur Carlos Valderrama entpuppte sich gar als sterbender Schwan. Dabei hatte ihn Klaus Augenthaler nur leicht getroffen. Der Abwehrchef absolvierte nicht nur jedes Spiel bis zum Titel, er hat auch alle Anekdoten rundum eine legendäre deutsche Mannschaft aufgesaugt. So wie sich das für Nachholspiel gehört, hat er auch über 30 Jahre später alles noch sehr präsent. Freut euch auf Teil 3 - dieses Bild werdet ihr nie wieder vergessen. In Teil 1 geht es um die holprige deutsche WM-Qualifikation, wir schwärmen von der Lichtgestalt Franz Beckenbauer und vom Anführer Lothar Matthäus. Welchen Lerneffekt hatte die WM 1986 in Mexiko, hatte Matthäus ein Boot am Comer See und gegen Jugoslawien tatsächlich das beste Spiel seiner Karriere? Aber noch viel wichtiger: haben „Auge“ und die späteren WM-Helden jeden Abend brav um 22 Uhr im Bett gelegen?Am 8. Juli 1990 feierte das frisch wiedervereinte Deutschland wieder gemeinsam. Viele Wege führen nach Rom, insbesondere für den dritten deutschen WM-Titel. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 155: WM 1978 (II) – "I wer' narrisch!" (Gast: Hans Krankl)

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    00:48:53

    Österreich war nie Welt- oder Europameister, am 21. Juni 1978 aber zumindest zwischen Klagenfurt und Linz die größte Fußballnation der Welt. Das Land hatte Geschichte geschrieben und Deutschland bei einer WM nach Hause geschickt. Doppeltorschütze Hans Krankl ließ nicht nur Kommentator Edi Finger vom Glauben abfallen, sondern vor allem den Titelverteidiger. Krankl und die anderen ÖFB-Helden hatten vor dem Duell die Qualifikation für die K.o.-Phase bereits verpasst und trotzdem hochmotiviert mit 3:2 gegen die DFB-Auswahl um Kapitän Berti Vogts und Stürmerstar Karl-Heinz Rummenigge gewonnen. Der Nachbar war nun auch raus. Schadenfreude ist eben die schönste Freude. Nachholspiel wird narrisch! Nach über 40 Jahren erzählt Hans Krankl vom Wunder von Córdoba, als wäre es gestern gewesen. Für Österreich ein Gigant, für den FC Barcelona ein Garant. Dort sprechen sie heute noch von seinen Toren. Vergleiche mit Messi verbittet er sich, Parallelen zu Lewandowski gefallen ihm dagegen ganz gut.In Teil 2 unserer Aufbereitung der WM 1978 in Argentinien schauen wir auf das bekannteste sportliche Kapitel eines durch Propaganda und Manipulation geprägten Turniers. Denn dass der Gastgeber am Ende in Buenos Aires nicht unweit von politischen Folterbunkern triumphierte, ist auch auf den brutalen Einfluss der Militärdiktatur unter General Jorge Rafael Videla zurückzuführen. Allein dem 6:0 im Halbfinale gegen Peru sollen ein Gefangenenaustausch und ein Besuch von US-Außenminister Henry Kissinger in der Kabine der Peruaner vorausgegangen sein. Wie betont doch die FIFA so gerne: Fußball und Politik gehören nicht zusammen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 154: WM 1978 (I) – Fußball im Folterkeller

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    00:50:16

    Es wurde nicht gefoltert, wenn die Wärter die Spiele der argentinischen Nationalmannschaft geschaut haben. Ansonsten, so sagen Überlebende, waren die Schreie der Oppositionellen bis ins wenige hundert Meter entfernte WM-Stadion von Buenos Aires zu hören. Zehntausende, darunter vor allem junge Studierende, wurden in den Gefangenenlagern des Regimes hingerichtet und in den Rio de la Plata geworfen. Die Militärdiktatur unter General Jorge Rafael Videla verbreitete Angst und Schrecken im gesamten Land. Bis heute gelten viele Angehörige als vermisst. Nur während der WM sollte der Welt ein Sommermärchen vorgespielt werden. Die FIFA und der Fußball waren damals schon sehr gut darin, politisch-gesellschaftliche Zustände zu ignorieren und die eigenen Werte mit Füßen zu treten.Auch der deutsche Titelverteidiger fand an den grausamen Zuständen nichts Verwerfliches und lud darüber hinaus auch den Nazi Hans-Ulrich Rudel ins Teamhotel ein. Die FIFA hat aus den Fehlern der Vergangenheit nicht gelernt und WM-Endrunden an Russland und Katar vergeben. Nachholspiel spricht zum Auftakt der umstrittenen WM 2022 über das (bis dato) wohl schlimmste Kapitel des Weltverbands. Die WM 1978 in Argentinien ist eine Schande für den Fußball und am Ende trotzdem ein Turnier mit sportlichen Ereignissen. Nachholspiel thematisiert in der ersten Folge die politischen Hintergründe und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen. Nächste Woche sprechen wir über den womöglich gekauften Triumph der Argentinier und mit Österreichs Stürmer-Legende Hans Krankl über das deutsche Ausscheiden. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 153: Wettbude unter Wasser – Kraken-Orakel Paul

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    00:35:14

    Bei der WM 2010 wurde gefühlt kein Spiel angepfiffen, bevor die Tinte unter dem Tipp von Krake Paul trocken war. Nicht weniger als achtmal orakelte der Tintenfisch aus dem Sea Life Center in Oberhausen die richtige Mannschaft. Darunter fünf Siege für Deutschland. Auch Spanien sagten die Tiefsee-Tiki-Tika-Tentakel als Weltmeister voraus. Dafür wurde ihm in einem spanischen Dorf irgendwo zwischen Villarriba und Villabajo sogar ein Denkmal gebaut.Fußball-Orakel sind einmalige phantastische Tierwesen mit hellseherischen Kräften. Ausreißerkuh Yvonne, Eber Funtik, die taube Katze Achilles, Helm-Peter, Elefant Nelly und natürlich Vielfraß-Elch Konstantin aus dem Wildpark Potzberg in der Nordpfalz. Paul soll es sogar zweimal gegeben haben. Darauf habt ihr wohl nicht gewettet?! Nachholspiel macht den Zoo auf mit Orang-Utans in Trikots und SSN-Reporter Dirk große Schlarmann als Notar im Erdmännchen-Gehege. Und dann hätten wir noch den "humpelnden Hamster Hans" und den "obdachlosen Otter Oliver" mit einem erstaunlichem Orakel. Und Paul? Der schaut sicherlich irgendwo auf dem Meeresboden den ganzen Tag Fußball, sitzt in der Krossen Krabbe am Tresen und futtert zwischen Spongebob und Mr. Krabs genüsslich seine geliebten Miesmuscheln. Unser Tipp: heute hört er ganz sicher Podcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 152: DFB hebt Verbot des Frauenfußballs auf (Gast: Petra Tabarelli)

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    01:07:28

    "Decken, decken, nicht Tisch decken". Sportstudio-Moderator Wim Thoelke verbalisierte 1970 in einer Live-Sendung unverblümt und unsachlich die männliche Denkweise über Frauenfußball. Noch im selben Jahr sollte der Deutsche Fußballbund sein Verbot von 1955 allerdings wieder kippen. Es war keine Entscheidung aus Überzeugung, der Verband hatte schlichtweg Sorge um seine Vormachtstellung. Zwar sorgte Bärbel Wohlleben als erste Torschützin des Monats für mehr gesellschaftliche Akzeptanz, Chauvinismus und Sexismus prägten aber weiter die Berichterstattung. Der Kampf gegen Widerstände und Klischees wird bis heute im Profi- und Amateurbereich geführt. Auch wenn die deutsche Nationalmannschaft zu den erfolgreichsten der Welt gehört, wird die Diskussion um Equal Pay und Equal Play kontrovers geführt. Nachholspiel will nicht Frauen- und den Männerfußball miteinander vergleichen. Das wird beidem nicht gerecht. Vielmehr sprechen wir mit Archivarin und Fußballhistorikerin Petra Tabarelli über scheinheilige DFB-Begründungen, ihre berühmte Nachbarin und über den Mut und die Entschlossenheit von jungen Mädchen und Frauen, die einfach nur Fußball spielen wollten. Außerdem klären wir die Frage, warum Frauenfußball überhaupt verboten war. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 151: Nachholspiel auf Tour – Behind the Scenes

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    00:18:16

    Plötzlich war da Applaus und Lampenfieber. Auf einmal waren da einfache Lacher und direkte Reaktionen aus dem Publikum. Doch was ist von unserem kurzen Podcast-Rockstar-Life hängen geblieben? Heile Hotelzimmer, der abartige Krabbeldiewandnuff-Schnaps in Bremen und dann vor allem ihr! Seit 150 Folgen haltet ihr uns schon die Treue. Es wurde höchste Zeit, euch persönlich kennenzulernen und eure Geschichte zu hören. Ihr habt mit uns auf dem Ohr 20 Kilo abgenommen, euren Urlaub in Holland extra für unseren Auftritt unterbrochen oder eine lange Anreise mit Urlaubsantrag und Hotelzimmer auf euch genommen. Wir sind überwältigt! Berlin, Bremen, Hamburg, Köln, München - die Nachholspiel-Zeitmaschine legte über 2000 Kilometer zurück und wurde zwischenzeitlich nur durch das Navi (spielte vom ersten Tag an gegen uns) oder das automatische Bremssystem ausgebremst ("Olli, die Ampel steht auf rot!"). Lucas Vogelsang, Philipp Bargfrede, Oke Göttlich/Ole Zeisler, die Rudelbildung und schließlich Uli Köhler. Mit diesen Gefährten hätten wir eine ganze Schubkarre Ringe nach Mordor gebracht. Und dann waren da noch Familie, Freunde und ihr als Schwimmflügel bei unserem Sprung ins kalte Wasser. Am Ende war es gar nicht soooo kalt, vielmehr herzerwärmend. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 150: Derby, Digga! (Gäste: Oke Göttlich und Ole Zeisler)

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    00:49:26

    Nachholspiel ist auf Deutschland-Tour und meldet sich aus dem Haus73 in Hamburg. Das ewige Stadtduell hat so viel Geschichte hervorgebracht und spaltet die Stadt bis heute. St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich und "Doppelsechs"-Herausgeber Ole Zeisler fläzen sich zu uns auf die Couch, kommen ins Schnacken und Schwärmen. Große Derby-Feelings bei Bier und Nüsschen. Ein besonderer Abend mit besonderen Anekdoten. Uwe Seeler mit Totenkopf-Kappe, Gerald Asamoah bei Hesburger und Oke mit Omas gegen Rechts auf großer Hafenrundfahrt. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 149: Es ist nicht alles "Golden Goal", was glänzt

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    00:53:03

    Wenn ein K.o.-Spiel nach 90 Minuten nicht entschieden ist, geht es in die Verlängerung. Dann kannst du zum Kühlschrank schleichen, deine Fingernägel abkauen oder parallel bei Twitter über den Spannungsgehalt der Partie lästern. Erst nach 120 Minuten ist Schluss, wenn immer noch kein Sieger feststeht und du kaum noch Fingernägel hast, verliert England im Elfmeterschießen. Das war den heiligen Regelhütern des Fußballs irgendwann zu langweilig. Also kamen die weisen Herren auf die Idee, das Golden Goal einzuführen und plötzlich war Deutschland 1996 schon in der 95. Minute Europameister. Hold my Bierhoff! Eine Erfolgsgeschichte. Für ihn, für die neue Regelung eher weniger. Aus Angst vor der schnellen Entscheidung stellten sich in der Folge beide Mannschaften einfach hinten rein. Unterhaltungswert? Geht so! Die UEFA versuchte es zwischenzeitlich noch mit dem Silver Goal, bis 2004 auch das wieder abgeschafft wurde. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.Diese Folge ist eine Grundsatzdiskussion. Wie viel Spannung kann der Fan ertragen? Warum nicht gleich ins Elfmeterschießen? Und denkt auch mal jemand an die liebe Kommerzialisierung des Fußballs? Nachholspiel stellt sich nicht hinten rein, sondern diskutiert mit offenem Visier und das in 52 Minuten ohne Verlängerung. Das ergibt vielleicht keinen Sinn, das Golden Goal am Ende ja aber irgendwie auch nicht, oder doch?! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 148: Ronaldo – O Fenômeno

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    01:16:29

    Die Welt kannte ihn sofort. Er war wie ein kometenhafter Einschlag auf dem Fußball-Planeten. Brasilien hatte schon Pelé und Zico, doch es sollte noch Ronaldo geben. Sein Antritt, seine Dribblings, sein Abschluss – er machte Dinge mit dem Ball, die bis dahin unvorstellbar waren. Weltmeister und der Wechsel nach Europa mit 17, Superstar beim FC Barcelona mit 19. Bei Inter wurde er mit 20 schon zur Legende, etwas später in Madrid zu einem Galaktischen. Ronaldo, die Maschine mit dem allzu menschlichen Körper. Die Patellasehne seine Achillesferse. Nach 17 Monaten Verletzungspause bezwang der brasilianische Fußballgott bei seiner Wiedergeburt den Titan mit einem Haarfetzen als Heiligenschein. Auch das war Ronaldo: charismatisch, ein bisschen verrückt und unberechenbar. Als nahbarer Präsident des unscheinbaren spanischen Klubs Real Valladolid scheinen die Jahre des besten Angreifers der Welt so weit weg zu sein, dabei wird sein Denkmal täglich gefühlt größer. Bei FIFA 23 hätte er sicher noch die 99er-Bewertung! Bei Nachholspiel ist der Name Ronaldo schon oft gefallen, selten der des "Echten". Ein Phänomen ist eben einzigartig und deshalb brauchte es für diese Größe eine eigene Legenden-Folge. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 147: Der Doppelpass – bei Anruf Hoeneß (Gast: Rudi Brückner, feat. Pit Gottschalk)

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    01:00:00

    Der Uli hat hat oft eine kurze Leitung, bei Deutschlands erfolgreichstem Fußball-Talk hängt die Abteilung Attacke aber auch gerne mal in der Warteschleife. Ob am Telefon oder live in der Sendung – beim Doppelpass wird Klartext gesprochen. Für die einen ist der "Stammtisch" in der Zeit stehengeblieben, für die anderen ist er sonntags ab 11 Uhr heiliger als der Besuch in der Kirche. Seit fast 30 Jahren wird diskutiert, gelacht und gestritten, oft auch gegrunzt. Tatsächlich: ein Phrasenschwein sorgt für das Sprachniveau. Unter #dopa wird bei Twitter schon mehr unter der Gürtellinie geschossen. Nicht divers genug, immer nur Bayern und Dortmund. Sport1-Chefredakteur Pit Gottschalk erklärt Nachholspiel die Herausforderungen der Gegenwart und malt den künftigen Kurs des Sender-Flaggschiffs auf. Was bleibt, ist das Hotel am Flughafen, aus dem schon immer gesendet wurde. Für die vielen Egos der Bundesliga hin und wieder zu klein. Rudi Brückner moderierte am 3. September 1995 die erste Ausgabe und überstand rhetorische Größen wie Assauer, Lienen, Meier und eben einen gewissen Uli Hoeneß im Zuge der Daum-Affäre am Dopafon. Die Moderatoren wurden gewechselt, doch die Sendungsgeschichte wiederholt sich. Bei Anruf Hoeneß: Andreas Rettig hätte wohl einfach klingeln lassen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 146: Zieht den Bayern die Lederhosen an! (Gast: Lucas Vogelsang)

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    00:40:03

    Warum immer ausziehen? Der FC Bayern hat auch schon in Tracht Prügel kassiert. Der traditionelle Wiesn-Besuch des Rekordmeisters ist für den Boulevard wie eine prall gefüllte Maß mit königlicher Schaumkrone, am Ende ist es aber wie für den normalen Zelt-Gast ein Krug mit nur halbem Inhalt. Die festliche dritte Halbzeit der Superstars wurde aber tatsächlich aufgrund schlechter Ergebnisse einmal abgesagt. „Ja, seid’s ihr narrisch?“ fragte der Sponsor. „Ne, Nerlinger“, antwortete der Verein.Nachholspiel geht mit leichtem Wiesn-Kater in die Folge, kann sich zum Glück auf den stets redegewandten Lucas Vogelsang verlassen und seine besonderen Beobachtungen eines multikulturellen Kulturschocks - zumindest für manchen Bayern-Profi und den Berliner am Telefon. "O‘zapft is" heißt es diesmal nicht nur fürs Fass, sondern für das ganze bunte, bierselige Spektakel drumherum. Eine Diskussionsrunde, die tiefer geht als die Zunge von Stefan Effenberg und die eine Wiesn-Elf hervorbringt, die raucht, abräumt und mit drei Maß intus besser deutsch spricht als wir alle vier zusammen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 145: FC Bayern 1991/92 – die schlechteste Saison ever (Gast: Karlheinz Wild)

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    01:01:40

    In einem Land vor unserer Zeit gab es Abstiegssorgen an der Säbener Straße! Heutige Vereinslegenden wie Jupp Heynckes, Stefan Effenberg, Karl-Heinz Rummenigge oder Franz Beckenbauer hätten es tatsächlich fast verkackt. Die “Super-Bayern” hatten Krise, aber so richtig. Zweitrunden-Aus im Pokal und Uefa Cup gegen Endgegner wie FC 08 Homburg und Boldklubben 1903. Drei verschiedene Trainer, von denen der letzte auch noch der spätere “Chief of Rumpelfußballer” Erich Ribbeck sein sollte. Mit den abgewanderten Weltmeistern Augenthaler, Kohler und Reuter verschwand auch die Hierarchie. Eine Mannschaft wie ein Charity-Kick: Kreuzer, Ziege, Labbadia, zwischenzeitlich stand übrigens auch noch Toni Schumacher im Bayern-Tor. Am Ende wurde es Platz 10, fünf Punkte vor den Abstiegsrängen. Nachholspiel bekommt vor Schnappatmung W-Fragen-Schluckauf: wer, was, warum…?!? Kicker-Koryphäe Karlheinz "Carlo" Wild hat die Antworten und Anekdoten, "die wo nur" der FC Bayern schreibt. Eine Saison, ein Verhalten, spannend und lustig wie unsere liebsten Kinderbücher. Uli und die Detektive, Bernado und die Vorstadtkrokodile und natürlich Erich und die Steilpässe von Belgrad. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 144: Team 2006 – Eine Frage der Ehre...und Selbstreflexion (Gast: Simon Cziommer)

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    00:54:46

    Wir haben schon so viel über die Entwicklung des deutschen Fußballs in den frühen 2000er Jahren gesprochen und dabei doch glatt die wahren Helden aus der dritten Reihe vergessen: Das unbekannte DFB-Kapitel zwischen Rumpelfußballern, Sommermärchen und Maracana. Die Sternchen des damals dreimaligen Weltmeisters, die Avengers light – Namen wie Frank Fahrenhorst, Ingo Hertzsch oder eben Simon Cziommer. Der war mal bei Schalke, hierzulande kennt ihn aber eigentlich keiner. In den Niederlanden ist er dagegen ein Star. Eredivisie durchgespielt, in Österreich Meisterschaften mit RB Salzburg gefeiert und die Europa League mit zwei Vereinen mitgenommen. Heute ist er Spielerberater und gefragter TV-Experte. Das Team 2006 hat seiner Karriere nicht geschadet, in den WM-Kader hat es ihn aber auch nicht katapultiert. Zwischen 2002 und 2005 wurden 73 Spieler eingesetzt, 25 von ihnen schafften immerhin ein Spiel für die A-Nationalmannschaft. Hatte das Projekt Konzept oder nur Kultcharakter? Die meisten der vermeintlichen Hoffnungsträger sind in den Fußball-Niederungen versunken. Selten hatten wir so einen selbstreflektierten Gast, der Nachholspiel nicht nur erstmals zum Schweigen sondern auch sehr oft zum Lachen gebracht hat. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 143: Old Firm – League of Legends

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    01:01:56

    Es soll das brisanteste Derby der Welt sein, blutig war es in seiner Historie in jedem Fall. Celtic gegen die Rangers ist Glasgows pulsierende Lebensader, der schottisch hochprozentige Exportschlager, der mit über 400 Duellen wie ein gut gereifter Whisky daherkommt. Old Firm ist eine politisch, religiös und sozialgesellschaftlich aufgeladene Schlacht, wie sie William Wallace geliebt hätte. Nur das mit seinem luftigen Schottenrock hätte nicht gepasst. Während die Celtic-Fans größtenteils Katholiken sind und dem irischen Republikanismus anhängen, sind die Rangers eher protestantisch geprägt und politisch beim Union Jack. Die schottische Fahne sieht man in den rivalisierenden Blöcken eher weniger. Nachholspiel in Derbystimmung und mit dem großen Vergleich der Erzfeinde. Es wird episch und emotional. Fußball ist speziell in Glasgow Geschichte, deshalb reden wir diesmal besonders gerne darüber. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 142: Thierry Henry – Le Fantastique

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    01:11:02

    Der Name klingt so elegant wie sein Spielstil. Alles hat beim Rekordtorschützen des FC Arsenal so einfach ausgesehen. Sein Gang, sein Dribbling, das Tor und der anschließende Jubel vor den engen Tribünen in Highbury. Henry, die menschgewordene Kanonenkugel der "Gunners", die den gegnerischen Strafraum mit Geschwindigkeit und Schusspräzision sprengte. Vergleiche mit anderen ergeben keinen Sinn. Zwei Meisterschaften und drei Pokalsiege bescherten ihm in London eine lebensgroße Statue, seinen Nachfolgern dagegen riesengroße Fußstapfen, in die bis heute keiner passen möchte. Henry und Arsenal sind eine Liebes- und Legendenbeziehung. Gewonnen hat er alles, mit Empathie, Witz und Intelligenz vor allem die Herzen aller Fußballfans. Nur in Irland würde man die "Hand of Frog" wohl noch heute gerne im Teich versenken. Henry wurde mit Frankreich Welt- und Europameister, er holte die Champions League mit Barcelona und ließ nebenbei sogar Lionel Messi noch um wenige Zentimeter wachsen. Er war Trainer, er hat mit Mario Gin Tonic getrunken und doch denken wir immer wieder zurück an die strahlende Rückennummer 14 des FC Arsenal. Er kam am Ende seiner Karriere noch einmal zurück – und das ist streng genommen die beste Geschichte in dieser Folge. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 141: Die legendäre Sky-Konferenz – ein Käfig voller Helden (Gast: Michael Leopold)

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    01:02:55

    Vor 22 Jahren haben sich ein paar Herren mehrere Wochen in kleine Räume eingesperrt und immer wieder das gleiche Fußballspiel kommentiert. Aus dem sogenannten “Trainingslager” sollte später die preisgekrönte Bundesliga-Konferenz entstehen. Erst auf Premiere, heute bei Sky. Das Original diente seither zahlreichen Sport-Produktionen und –Übertragungen weltweit als Vorbild. Michael Leopold gehört zu den Kommentatoren-Pionieren, die den Live-Fußball im Fernsehen bahnbrechend verändert haben. Früher hat er "Tooooor" geschrien, inzwischen muss er als Moderator der Sendung den Überblick behalten. Zur Abwechslung hat sich “Leo” auf ein Glas Wein ins muckelige Nachholspiel-Studio gesetzt und mit uns sehr launig über “Tore in Ismaning” und einschläfernden Nullnummern bei Rosenborg Trondheim gesprochen. Warum er nicht nur ein Gespür für Tore, sondern auch für Schnee hat und wie Thomas Wagner mit Blinddarmbruch kommentiert? Wir sagen ganz unbescheiden: #141 ist eine unserer besten. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 140: Das aktuelle Sportstudio - drei unten, drei oben (Gast: Jochen Breyer)

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    00:50:47

    Du kannst Weltmeister*in werden oder x-mal die Champions League gewinnen – sechs Treffer an der legendären Torwand sind bis heute unerreicht. In der zerstückelten Pay-TV-Welt des Fußballs hat das Sportstudio im ZDF noch einen exklusiven Wiedererkennungswert – auch wenn Mario Basler ihn einst fast zu Kleinholz geschossen hätte. Die Sendung hat Fernsehgeschichte geschrieben, weil sie wie das Leben ist: live und unvorhersehbar.Beim Streit zwischen Christoph Daum und Uli Hoeneß hat irgendwann jedes Wohnzimmer mitgegrölt, der Affe und die Perücke sind ein zeitloser Lachkrampf und der schweigende Boxer vielleicht das Lehrstück der souveränen "Interviewführung". Große Momente moderiert von großen Namen: Harry Valérien, Dieter Kürten, Günther Jauch, Michael Steinbrecher. Dessen Nachfolger Jochen Breyer saß als Kind im Pyjama und mit Sandwiches jeden Samstag staunend vor dem Fernseher. Als 30-Jähriger stand er in der WG-Küche, als der Anruf kam, ob er die bekannteste deutsche Sportsendung moderieren möchte. Da musste er sich kurz setzen. Vom Kinderzimmer in die Königsklasse. Der Sandwichmaker begleitet ihn bildlich gesprochen bis heute, kann es für seine Interviewgäste im Gespräch doch teils sehr heiß und eng werden. Breyer geht dahin, wo es wehtut und verkörpert den investigativen, sportpolitischen und sozialkritischen Wert des aktuellen Sportstudios. Er hat auch schon einen folgenschweren Fehler gemacht, Stichwort Hopp. Aber auch das ist live, alles echt und Mensch ist eben immer noch Mensch – das Erfolgsrezept geht in die 60. Saison.Freunde, wir sind endlich zurück aus der Sommerpause, mit Emails von Günther Jauch, einem frustrierten Stefan Raab und dem Rollentausch der Woche: Jochen Breyer im Nachholspiel-Kreuzverhör. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 139: Andrés Escobar – Zur falschen Zeit am falschen Ort

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    00:48:32

    Das Eigentor des kolumbianischen Verteidigers Andrés Escobar am 22. Juni im zweiten Vorrundenspiel der WM '94 gegen Gastgeber USA ist das verhängnisvollste der Fußballgeschichte. Kolumbien verpasst das Achtelfinale, zehn Tage später wird Escobar in seiner Heimatstadt Medellin auf dem Parkplatz eines Nachtclubs erschossen. Ein kausaler Zusammenhang ist nicht belegbar. In einem von Drogenkriminalität verseuchten Land, in dem der Fußball das gebeutelte Volk stolz und die Drogenbosse noch reicher machen sollte, ist der Verdacht allerdings naheliegend. Der große Pelé hatte die Nationalmannschaft zum WM-Geheimfavoriten ausgerufen. Die Erwartungshaltung aufgeblasen, der Fußball vollgepumpt mit Drogengeld. Escobar war mit seinen 27 Jahren Anführer und Hoffnungsträger einer goldenen Generation. Ein Team wie ein Panini-Legendentreffen: Carlos Valderrama, Adolfo Valencia, Faustino Asprilla. Escobar galt als Gentleman aus gutem Hause, der in seiner Spielweise an Franz Beckenbauer erinnerte und beim AC Mailand eine große Zukunft vor sich haben sollte. Am Morgen des 2. Juli 1994 wurde dieser Traum von 12 Schüssen zerstört.Aus Nachholspiel wird Narcos. Wir sprechen vor der Sommerpause über ein sehr wichtiges Thema des Weltfußballs, das schockiert, bedrückt und am Ende viele Fragen offen lässt. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 138: WM 2002 – Kahn und DER Fehler

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    01:25:11

    Da saß er am Pfosten von Yokohama, ein Bild für die Götter. Der Titan gefallen. Oliver Kahn, doch nur ein Mensch. Den Schuss, den Traum vom 4. WM-Titel nicht festgehalten. Hätte es im Finale gegen Brasilien sonst wirklich gereicht? Zuvor noch als Deutschlands Rumpelfußballer belächelt, war die DFB-Auswahl in Südkorea und Japan irgendwas der Inbegriff der Turniermannschaft. Beim 8:0 zum Auftakt gegen Saudi-Arabien hieß es noch “letzter Mann ist Torwart”, dann wurde es durchschnittlich und irgendwann brauchte es hinten den Unüberwindbaren.Irland, Kamerun, Paraguay, USA, Südkorea – Michael Ballack erzielte die entscheidenden Tore, Bernd Schneider schlug als "weißer Brasilianer" mal Haken, mal Flanken und Miroslav Klose hüpfte durch die Luft. Am Ende war es aber "Kahn der Titan" und diese eine Szene.Nachholspiel setzt sich an den anderen Torpfosten und diskutiert über die erste WM-Endrunde in Asien. Warum eigentlich erstmals zwei Gastgeber? Warum sind so viele Favoriten gescheitert? 16 gelbe Karten in einem Spiel und keine für Jeremies, wie geht das? Und wieso hatte Final-Doppeltorschütze Ronaldo eigentlich diese hässliche Frisur? Die Antwort so unglaublich wie die 67. Minute in Yokohama, damals, vor 20 Jahren. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 137: 50 Jahre Olympiastadion München – Der herzerwärmende Kühlschrank

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    00:54:31

    Im Winter kommt der Schnee von allen Seiten, im Sommer verschmilzt Gottes grüne Wiese mit Bayerns blauem Himmel. Nicht nur ein Stadion, vielmehr ein identitätsstiftendes Wahrzeichen mitten in der Stadt. Das für die Sommerspiele 1972 entworfene Olympiastadion ist eine architektonische Sensation. Das charakteristische, transparente Zeltdach wirkt wie die Schaumkrone eines visionären Kunstwerks. Andere sagen, es ist der Olymp von Münchens legendären Fußballgöttern Beckenbauer, Müller und vielen immer noch hungrigen Löwen. Heute stehen Fußballstätten in Gewerbegebieten und sehen aus wie Möbelhäuser. Das Olympiastadion ist mit seinem umliegenden Park eine grüne Oase und eine Mischung aus Freizeitstätte und Freiluftmuseum. Dort, wo heute Rolling Stones und Coldplay Träume fliegen lassen, wurde so viel Fußball-Geschichte geschrieben: Weltmeister 1974, Rekordmeister FC Bayern, das Phantomtor, “Ricken, lupfen jetzt!…“. Eine Folge wie ein Design-Wettbewerb. Was hat sie inspiriert? Was will uns der Künstler damit sagen? Wir haben dem “Oly” einfach ein kleines Denkmal setzen wollen. Zumindest in der Spotify-Playlist spielt es jetzt für die Ewigkeit. Mario, Olli und Hans würden übrigens gerne mal einen Ball auf das Olympiadach bolzen. Würde er jemals wieder runterkommen? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 136: BL-Skandal 1971 – Betrüger wurden betrogen

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    01:05:20

    Obsthändler verdirbt Grillparty! Klingt wie eine Postillon-Überschrift, ist aber wirklich passiert. Horst Gregorio Canellas, Präsident des Bundesligisten Kickers Offenbach, deckte auf seinem 50. Geburtstag den schwersten Bestechungsskandal der Bundesliga-Geschichte auf, in den er selbst involviert war. 18 Spiele waren in der Endphase der Saison 1970/71 gekauft worden. Über 50 Profis aus zehn Vereinen waren beteiligt. Arminia Bielefeld, FC Schalke 04, Kickers Offenbach, 1. FC Köln, Hertha BSC Berlin, Eintracht Braunschweig, VfB Stuttgart, Rot-Weiß Oberhausen, Eintracht Frankfurt, MSV Duisburg. Fast eine Million Mark für Punkte. Für den Geldkoffer mal einige Dinger durchlassen. Ergebnisse kaufen wie auf dem Basar. Der erfolgsverwöhnte deutsche Fußball erlebte seinen Tiefpunkt, da waren Paulo Rink und viele andere EM 2000-Helden noch gar nicht geboren. Nachholspiel schleicht sich auf die legendäre Grillparty und schmeißt Jahre später nochmal den Ghettoblaster des Grauens an. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 135: "Dat erzähl ich meine Enkel" – Schalkes Eurofighter

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    01:08:23

    Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist ein einfacher Ohrwurm. "Wir schlugen Roda, wir schlugen Trabzon…". Als launiges Lied im Fanbus geboren, zur legendären Mannschaftshymne des sportlichen One-Hit-Wonders geworden. Schalkes märchenhafte Reise durch Europa in der Saison 1996/97 und die königsblaue Krönung im Mailänder San Siro ist auch 25 Jahre später immer noch nicht zu glauben. Der Außenseiter definierte sich mehr über Mentalität als über Talent. Eine Truppe voller Typen. Büskens, Anderbrügge, Mulder, Wilmots, Thon. Eurofighter! Kaffeefahrt nach Kerkrade, Brügge Schnee und sterben, all inclusive auf Teneriffa, Mailand oder Madrid – Hauptsache wird sind dabei gewesen. Es war aber mehr als ein kollektiver Rausch. Huub Stevens und ein Laptop voller Elfmeter. Jens Lehmann und die Mitte, die keine war und großzügige Großeltern mit vollen Sparschweinen.Ihr wisst ja, die Null muss stehen, oder wie Büskens so schön sagt: "Winkel oder Eckfahne. Da habe ich mich für den Winkel entschieden." Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 134: Drama Dahoam – "...and now goal!" (Gast: Uli Köhler)

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    01:27:49

    Liebe Fans des FC Bayern, wenn ihr es über den Folgentitel hinaus geschafft habt, könnt ihr stolz auf euch sein. Jetzt nur noch auf Play drücken und zurückreisen zum 19. Mai 2012. Mario hatte Angst vor dem Thema, am Ende hat er die Folge sogar vorbereitet – allerdings ohne sich die Bilder jemals nochmal angeschaut zu haben. Selbst Reporter-Legende Uli Köhler spürt das bayrische Brandmark bis heute. Er kann erzählen wie kein anderer und ist wie das beiliegende Making of zum schlimmsten aller Horrorfilme. Drogba und der Kopfball, Schweini und der Pfosten, Hoeneß und die Umarmung seiner Frau. Es tut immer noch weh. Nachholspiel reißt alte Wunden wieder auf, die Erwartungen, die bittere Enttäuschung, die Stille in der Arena, die sich wegduckenden Elfmeterschützen. Jeder hat seine persönliche Erinnerung an das Champions-League-Finale 2012. Schweinsteiger tags darauf einsam an der Isar und Jahre später noch auf Marios Nachttisch. Wie sitzt es sich eigentlich im Stadion neben der Frau von Marcel Reif? Wo gibt's in München nachts noch Bier? Waren das nach dem Finale wirklich alles Zombies in der U-Bahn und wieso sind in der Sky-Redaktion eigentlich die Tische angeschraubt? Wir verraten es Dir. Das "Drama Dahoam", 10 Jahre später. Trau dich! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 133: "Agueroooo!" (Gast: Martin Tyler)

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    00:47:10

    Legendäre Momente brauchen nicht viele Worte. "Manchester City are still alive here. Balotelli…". Ein Tor, ein Name, ein Live-Kommentar. "AGUEROOOO!"Vor 10 Jahren hat Man-City-Angreifer Sergio Aguero in der 94. Minute ein Herzschlagfinale um die englische Meisterschaft entschieden. Unser lieber Freund Martin Tyler saß auf der Kommentatoren-Tribüne und wusste damals schon, "I swear you’ll never see anything like this ever again". Das Spiel ist in die Geschichte eingegangen, Martins Worte sind inzwischen als Tattoo auf Fan-Körpern verewigt. Nachholspiel hat Gänsehaut. "So watch it. Drink it in!" Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Folge 132: Das Werder-Double 2004 (Gast: Arnd Zeigler)

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    01:09:24

    "Ailton ist ein großer Bauchmensch". Mehr hätte er nicht sagen müssen, um mit ihm in seine wunderbare Welt des Fußballs zu reisen. Nachholspiel und Arnd Zeigler, es war unbekannterweise immer Liebe und unbewusste Arbeitsteilung. Ohne sein Archiv hätten wir so viele Geschichten nur erzählen, aber nie hören können. Jetzt dürfen wir ihm endlich mal persönlich zuhören. Stadionhymnen werden im Taxi geschrieben, Kugelblitz Ailton schießt 28 Tore und verputzt mittags vier Teller alleine. Von Pasching ins Pokalfinale. Werder Bremen und die sensationelle Saison 2003/2004, als mehr als 50.000 Menschen vor dem Rathaus eine Mannschaft feierten, die 23 Spiele in Folge nicht verloren hatte. Micoud und Magie, Klasnic und Kahn, Mario und Marcel Reif, Arnd und der Traum vom Bremer Balkon. Und Hans, der vor lauter Werder-Wahnsinn wie Thomas Schaaf die großen Reden schwingt. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.