Terodde hadde dudde da? - E10 - Saison 21/22
01:04:50
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01:04:50
01:11:55
Leute, was sollen wir noch sagen? Der Herbst steht vor der Tür und Maik Nöcker scheint seit Sonntag die Sonne aus dem Arsch. Er ist der Tabellenführer mit dem Totenkopf, ein Spitzenreiter der Apokalypse. Auch gänzlich ohne Filterkaffee. Weshalb er heute mit der Boomer-Kutsche zum Studio gekommen ist, wo er dann gleich neben dem Hausfrauenporsche von Micky Beisenherz parken durfte. So standen sie dort, silberne Rücken, elbgoldene Zeiten, und schritten schließlich Hand in Hand ans Mikrofon, um wieder alles zu geben. An diesem Tag nach dem Tag der Deutschen Eintracht, der eine als Calli, als Kanzler, als seine eigene Karikatur. Der andere mal wieder als Weltpokalsiegerbesieger, als echter Gourmeggle, als Guido Resthaarwelle. So nahmen sie Fahrt auf, mit dem Longboard nach München, die Standleitung bis nach Berlin. Und strichen mit zittrigen Fingern über die feinen Linien der gerade noch frischen Tabelle. Von oben nach unten, alles wieder schön eng beieinander. Weil die Bayern gestolpert waren, am Frankfurter Torwart verzweifelt, und sie jetzt wieder gejagt werden dürfen. Bis zum Winter von Bayer, danach auch vom Rest der so genannten Verfolger. Und natürlich fielen gleich danach auch lobende Worte. Für Freiburg und Streich, die noch immer schönste Überraschung der noch immer sehr jungen Saison. Jedes Kompliment ehedem auch ein Gruß in die Hauptstadt, wo ein Trainer arbeitet, der so klein ist, dass er nicht mal mehr über den Tellerrand reicht. Und wo am Donnerstag zuvor, das Stadion in anderen Farben, nicht nur der Anstand, sondern auch die Geschichte mit Füßen getreten wurde. Weil dort in der Kurve Brandstifter standen, die unbedingt zündeln wollten. Mit Wörtern zunächst, Freunde der Sonne. Dann hielt einer sein Feuerzeug an die Flagge der Gäste. Und ein anderer seinen rechten Arm in die Nacht. Parolen, als wäre da wieder die vollgepisste Jogginghose, das dunkeldeutsche Trikot. Eine Schande für alle, die für das Spiel gekommen waren, für Europa und den Pokal. Der Verein hat sich entschuldigt, der Staatsschutz ermittelt. Also, was sollen wir jetzt noch sagen? Was ohnehin bleibt, sind Gefühle. Hören aber müsst ihr schon selbst.
01:10:30
Leute, dieses Mal melden wir uns direkt aus dem Wahllokal, der Dreieckkneipe, der letzten Spelunke am Ende der Welt, um nach den ersten Hochrechnungen gleich wieder tief zu stapeln. Die Griffel an der Taktiktafel, mit Analysen aus der Kreidezeit. Strich drunter. Und Schwamm drüber. Wir schwelgen also, reisen zurück. In die 90er, in die Jahrhundertsommer an der Dreisam. Das Stadion uneben, der Trainer uneitel. Männer, die in Strandkörben saßen. Männer, die sie Kanzler nannten. Immer eng am Gegner, immer eng an den Menschen. Volksnah Finke. Freiburg, das waren 361 Spiele am Fluss, 999 Tore auf engstem Raum. Vorbei, Geschichte. Die Zukunft liegt am Park, auch das eine Achterbahn der Gefühle. Und wir winken traurig vom Tränenkarussell, drehen noch eine Runde zum Abschied, bis wir das Thema wechseln. Ganz harter Schnitt, weil bei Bayer der neue Poldi spielt. Oder der neue Havartz, je nachdem. Rudi Völler wird das nicht gern hören. Aber was sollen wir machen? Florian Wirtz, ein Junge, der kein Kölscher mehr ist, bricht nun mal die Rekorde des Prinzen. Da darf man sich durchaus verneigen, thronfolgerichtig. Und sonst? Ist Hertha nach Leipzig gefahren, um den Bullen den roten Teppich auszurollen. Für die große Gala zuhause. Die Berliner, höfliche Gäste, sie standen dann 90 Minuten Spalier. Fast demütig während der Demütigung. Doch während Pal Dardai diese Suppe jetzt erstmal auslöffeln muss, werfen wir schon einen kühnen Blick über den Tellerrand und stellen die vielleicht würzigste Frage des Weltfußballs. Wie immer schön abgeschmackt abgeschmeckt. Wie diese lautet, müsst ihr allerdings selbst heraus finden. In der neuen Folge. Wir wünschen euch viel Spaß dabei!
01:11:21
Leute, diesmal geht es mit der MML-Zauberkugel ins LaLaLand. An den Mikrofonen wie immer eure Lieblingstenöre. Maik Skinner, Micky Krause und Lucas Kordalis. Drei Problembarden im Stimmenbruch, drei Sängerknaben in der Vorpubertät, die, bass erstaunt, selbst im Kicker keine Note treffen würden. Also Vorhang auf für unsere kleine Horrorschau. Mit allem, was dazugehört. Mit Hymnen für Haaland und dem nächsten Abgesang auf die Liga, diesem Katzenjammer der Verkaterten. Dieser alten Leier, irgendwo zwischen Staunen und Stöhnen. Weil der Samstagnachmittag nunmal dünn war wie Twiggy, zu viele Nullen in zu vielen Stadien. Und weil selbst der nächste Hit aus Skandinavien nicht über die Langeweile an der Spitze hinwegtäuschen kann. Ganz so, als hätte der Bohlen diese Tabelle komponiert. Mit zwei Akkorden nur, im Hintergrund die Panflöte von James Last. Wobei auch dieses Wochenende durchaus ein paar Höhen hatte. Schlager und Paraden, ein buntes Trommelfeuer der Torhungrigen. In Köln, mit Steffen Baumgart als Karnevalskarajan. Oder in Stuttgart, mit Florian Wirtz. Deutschlands nächstem Superstar. Und selbst in Berlin gibt es jetzt einen neuen Chartstürmer, Hitpotenzial aus Holland. Wir jedenfalls haben es dem Jurgen gegönnt. Und hinten raus, zur Feier des Tages, auch noch die Beatbox ausgepackt. Mit Kalle an der Mundorgel und Hoeneß in der Hook. Kapital Bla. Straight outta Tegernsee. Endlich wieder Rap von einem echten Gangster. Aber hört selbst!
01:44:22
Es war, man kann es gar nicht anders sagen, eine Demonstration. An diesem Samstag in Leipzig. Gleich die ganz große Bühne. Gleich schön Faxen in Sachsen. Denn während in der Bullen-Arena noch gespielt wurde, gingen mit uns schon die Gäule durch. In einer Kulisse wie zum Kaffeekranz, auf Sesseln wie vom Trödel, selbst das Geläuf noch aus Omas guter Stube. Darin die Hoffnung, wir würden diesmal auf dem Teppich bleiben. Aber Pustekuchen, falsch gedacht. Stattdessen gleich Flughöhe, Vollgas. Panikorchester, Gorillas im Nebel. Ein Triell, von alten Bekannten begleitet. Rechts der Uli, links Helm-Peter auch, weil nunmal jeder die Paten bekommt, die er verdient. Sie bildeten den tatsächlich passenden Rahmen für dieses Schelmenstück im Kupfersaal, diese am Ende auch konfusen Geschichten aus der Gruft. Es war ja wirklich alles dabei. Die Schelte für Werner, die Klöten von Seeler, der wirklich dümmste Hitler-Vergleich. Dazu noch eine Primataudienz bei Steffen Baumgart, eine britische Verwechslung mit Musik von Peter Maffay und natürlich die finale Verbeugung vor dem Spiel, das wir so lieben. Und weil es uns selbst so viel Spaß gemacht hat, wollten wir euch natürlich teilhaben lassen. An diesem Theater der Träumer, diesem als Dreiakter getarnten Seelenstrip, irgendwo zwischen Handke und Hanke. Dieser am Ende auch gottlosen Komödien, wieder mehr Dante als Dante. Also holt die Operngläser raus und lehnt euch zurück. Fussball MML live - alles andere ist nur Talk. Viel Spaß!
01:08:13
Leute, am Anfang ging es uns wie Nagelsmann und Sabitzer. Da mussten wir Leipzig erstmal aus der Kleidung kriegen. Vergessen, dass wir dort waren. An einem Samstagabend im Spätsommer, mit Bier und Pinot Grigio. Im Scheinwerferlicht, mit stehenden Ovationen. Vergessen, dass wir schon über all das gesprochen hatten. Über die Meisterschaft, die wahrscheinlich viel zu früh entschieden wurde. Durch einen Zauberer, der selbst seinen Statthalter ins Schwärmen brachte. Und durch einen Außenstürmer, der mit Rückenwind aus Island kam, eine sehr fröhliche Marionette am sehr langen Arm des noch sehr neuen Bundestrainers. Der Drops also gelutscht, das ganze Ding irgendwie schon durch gekaut. Denn natürlich haben wir dort in Leipzig auch über Leipzig gesprochen, über den langen Marsch der roten Bullen, die noch immer ohne Stürmer spielen und deshalb, langsam aber unsicher, auch den Gipfel aus dem Blick verlieren. Das alles hatte uns ja gleich beschäftigt, umgetrieben, vielleicht sogar umgehauen. Und dann war da, zu allem Überfluss, auch noch das Spektakel, Leverkusen gegen Dortmund, diese wilde Hatz der Mentalisten, diese allerbeste Werbung für diesen Sport, mit dem wir so gerne Werbung machen. Weil Haaland jetzt der neue Uwe ist. Uns Erling, der sich, auf großem Fuße, nun auch Sorgen um seinen HSV machen darf. Und weil Brandt eventuell doch noch mal der alte Brandt werden könnte. Naja, wir werden sehen. Der Fußball bleibt abseits der Meisterschaft nun mal eine durchaus schlecht geschminkte und teuer behängte Diva. Unberechenbar und wankelmütig. Ungerecht und gnadenlos. Wovon sie seit Sonntag nun auch in Bochum ein Lied singen können. Serdar statt Herbert. Tief im Westen, Tal der Tränen. Nach einem Spiel, irgendwo zwischen Taubenschiss und Gänsehaut, dessen Ausgang sich bis auf Pal Dardai niemand so recht erklären konnte. Aber wir schweifen ab. Müssen jetzt mal zum Ende kommen, haben diesmal wirklich wenig Zeit. Und deshalb bleibt uns zum Abschluss nur der Ausblick. Die besondere Nachricht. Weil wir euch Leipzig natürlich nicht vorenthalten, euch stattdessen die Bühne fürs Ohr schenken wollen. Und das Ding deshalb am Freitag gleich auch noch online stellen werden. Mit dem ganzen Schabernack der Labernacht, mit Steffen Baumgart als Gorilla, Hoeneß als Häftling, mit Klöten aus den 90ern und bisher unveröffentlichten Szenen aus Dallas. Bis dahin aber wünschen wir euch erstmal viel Spaß mit dieser neuen Folge! Live und direkt aus dem Herzen des Fußballs. Ihr habt es euch redlich verdient.
01:04:21
Leute, wir haben es heute mal wieder mit Fußball versucht. So ganz im Ernst die Linie runter. Mit Flankenläufen ohne Flachs und Druckpässen ohne Pointe. Die Konzentration aufs Wesentliche, der Blick starr. Kein Zwinkern im Auge, kein Lächeln im Winkel. Micky hatte es ja vorgemacht. Da aufm Acker in Hamburg, mit Magath als Trainer. Nicht mehr den Schalk, dafür aber die Faust im Nacken. Und so haben wir über all das geredet, was schon wieder hinter uns liegt. Flick und das Debüt als Nationaltrainer, die neue Lust der alten Namen. Die Erleichterung auf dem Flügel, das Vertrauen in die eigene Stärke. Auch wenn es nur Armenien war. Auch wenn es noch ein weiter Weg ist. Aber es gibt jetzt wieder einen, der rechts verteidigt und einen, der von links nach innen zieht. Und ein Zentrum, das den Namen verdient, die Tiefe sucht, statt in die Breite zu gehen. Das macht Hoffnung und vielleicht auch Lust auf die Zukunft. Mal sehen. Erstmal ist Island. Danach sind auch wir wieder schlauer. Fußball, das ist nunmal, das wissen wir ja, vor allem Kopfsache. Und deshalb, ganz harter Schnitt, haben wir diesmal auch kurz in die Euphorie des Betriebs gegrätscht und ein Thema bespielt, das zuvor liegen geblieben war, zwischen den Zwängen der Bühne, den Lachern der Abende. Weil es uns ein Anliegen war, nachdem Bielefelds Ortega in seinen Vordermann gekracht war und danach trotz allem weiter spielen konnte. Der große Schwindel, der nahezu aktuelle Anlass. So ging es also um Zweikämpfe und ihre Folgen. Um Kopfbälle und Katastrophen. Um Gehirnerschütterungen und darum, was der Fußball dagegen tun kann. Mit Nachrichten aus England und Zahlen aus dem 11Freunde-Magazin. Mit ein paar Überlegungen nur, mit Sprüngen am Pendel vorbei. Und auch wenn wir natürlich keine Lösungen anbieten können, so wollten wir doch eine Aufmerksamkeit schaffen. Weil weiter, immer weiter nicht immer weiter der beste Weg sein muss. Und weil Christoph Kramers Nachfrage im Finale von Rio irgendwann nicht mehr Witz sein sollte, sondern Warnung. Ein Denkanstoß nach dem Zusammenprall. In diesem Sinne: bleibt gesund und hört rein. Wir wünschen euch viel Spaß mit der neuen Folge! - - - Werbepartner dieser Folge - - - Sky. Einfach besser zusammen! Spitzenfußball mit Sky und DAZN auf Sky Q. Mit der Bundesliga am Samstag, 2. Bundesliga, der Premier League, dem DFB-Pokal und der Formel 1 bei Sky, sowie der Bundesliga am Freitag und Sonntag, der UEFA Champions League, der spanischen La Liga und US-Sport auf DAZN - alles auf einer Plattform. Alles einfach auf Sky: www.sky.de - - - Bett1.de. Deutschlands meistgekaufte Matratze. Jetzt mit 10 Jahren Garantie auf den Matratzenkern und kostenloser Lieferung bis an die Wohnungstür sichern. Statt kurzem Probeliegen, bietet bett1.de 100 Nächte Probeschlafen mit Geld-zurück-Garantie. Lasst Euch überzeugen: www.bett1.de.
01:42:06
Leute, wir waren in Bielefeld! Gibt es nicht? Gibt es doch. Und diesmal sogar live. Aus jenem Stadion, in dem Ernst Middendorp einst an der Seite stand und Ansgar Brinkmann weißen Samba tanzen durfte. Aus der Arena also, die ein Berg sein darf, weil man nunmal dort hin muss, auf dem langen Weg zum Gipfel. Am Abend dann: die Stimmung fantastisch, die Menschen wunderschön. Die Bühne mit Sorgfalt geschmückt. Im Rücken 50 Jahre Leibchen, durchgeschwitzte Werbung. Krombacher, Granini und, in der Tat, Alpecin. So fingen wir an, freudetrunken, voll im Saft und bis in die Spitzen motiviert. Waren uns, ihr kennt das, für keinen Schlenker zu schade. Trommelwirbeltiere, die dort in Ostwestfalen ihre Manege gefunden haben. Und um Fußball, kein Scherz, aber viele Scherze dazwischen, ging es dann auch noch. Weil die Bayern wieder die Konkurrenz leer kaufen, es aber diesmal niemanden interessiert. Weil die schweren Jahre vorbei sind, in denen Löw an Laternen lehnte aber keine Glanzlichter mehr setzte, wir also nun hoffen können, dass der Hansi der Welt zeigt, dass es die Kleinen da draußen noch gibt. Und weil die Bundesliga nach dem Deadline Day nicht besser ist, sich allerdings immer noch auf ihre beiden größten Attraktionen verlassen kann. So wurde es dann noch ein echtes Triell, mit Männern, die bewegungslos im Wind der Veränderung sitzen , um gemeinsam auf den nächsten Shitstorm zu warten. Weshalb uns zum Ende nur noch eines zu sagen bleibt: Danke, Bielefeld! Nächstes Mal kommen wir mit Ewald, dann geht das Ding fünf Stunden. Und allen anderen wünschen wir natürlich viel Spaß bei dieser Folge! - - - Werbepartner dieser Folge - - - KoRo. Sichere Dir mit dem Code MML 5% Rabatt auf Deine Bestellung unter www.korodrogerie.de - - - Bett1.de. Deutschlands meistgekaufte Matratze. Jetzt mit 10 Jahren Garantie auf den Matratzenkern und kostenloser Lieferung bis an die Wohnungstür sichern. Statt kurzem Probeliegen, bietet bett1.de 100 Nächte Probeschlafen mit Geld-zurück-Garantie. Lasst Euch überzeugen: www.bett1.de. - - - DERBYSTAR. DERBYSTAR bietet Ausrüstungskooperationen für Fußballvereine an, über die Vereine zu Top-Konditionen DERBYSTAR-Trikots, -Trainingsanzüge, -Fußbälle und vieles mehr über ihren regionalen Sportfachhändler beziehen können. Interessierte Vereine können sich unverbindlich via Mail mit dem Betreff „MML“ an [email protected] bei DERBYSTAR melden. Ausführliche Informationen dazu findent ihr unter: info.derbystar.de/vereine.
01:06:59
Leute, der Wahnsinn ist zurück. Und dafür, Hipp Hipp Hurra, stehen wir mit unseren Namen. Maik Nöcker, der auch diesmal versucht hat, Ordnung in einen Raum zu bringen, in dem sich alle anderen für Messis halten. Micky Beisenherz, der mit dem Scholzzug nach Hamburg gekommen war, um aus jedem Zwei- einen Wahlkampf zu machen. Kaiser Soze, garantiert nicht unparteiisch. Und Lucas Vogelsang, der gestern an der Seitenlinie stehen durfte und seitdem nicht nur den Verstand, sondern auch jede Bodenhaftung verloren hat. Coach Kater, wieder um keine Schnurre verlegen. So also sind wir in diese 90 Minuten gegangen. Drei Untertagediebe, die es vor allem für die Kohle tun. Hacke, Spitze, Einheitsbrei. Drei Wendegewinner, die aus alten Liedern neue Hymnen und aus Werbung einen Zirkus machen. Dabei Dompteure und Tiger gleichermaßen, die Manege und alle Assoziationen frei, die brennenden Reifen immer wieder lässig um die Hüfte. Hulahoop Stevens. So gab dann selbstverständlich auch ein Wort das andere. So waren wir die Bürgerjury im Auf-die-Fresse Club, die Leserreporter an der Strafraumkante. Und wurden am Ende trotzdem noch mal konkret. Mit Thesen, die unter die Haut gingen, als hätten wir uns den eigenen Anspruch in Eulenspiegelschrift auf den Rücken tätowiert, gleich unter die Gänsehaut. Mehr Ernst als Middendorp. Danach aber durfte dann auch wieder gesungen werden. Jede Zeile gleich eine Ode. An die Heimat, an die Zuschauer, an das noch immer schönste Hobby der Welt. Fußball, wir komm‘ aus dir. Oder so ähnlich. Aber hört doch einfach selbst. Viel Spaß! - - - Werbepartner dieser Folge - - - ANSONS. Sichere Dir mit dem legendären Code 15MML ganze 15% Rabatt auf Deine Klamotten Bestellung unter www.ansons.de - - - SEBAMED. Die sebamed Deo Klassiker zeigen sich in neuem Design und überzeugen mit neuer Wirkformel für mehr Schutz vor Geruchsbildung. Lasst Euch von dem sebamed Frische Deo Roll-On und Pumpspray überzeugen: www.sebamed.de. Bis zu 48 Stunden Schutz vor Körpergeruch garantiert!
01:04:05
Und zum Abschied, liebe Hörer, macht es leise bumm. Weil wir uns verneigen. Vor dem Bomber, dem Müllergerd, dem sehr wahrscheinlich größten Stürmer aller Zeiten, der uns in Bildern bleiben wird. ImStrafraum, auf dem Hosenboden. Das weiße Leibchen schon wieder dreckig vom nächsten Sprung ins Getümmel, immer Rasen am Mann, immer ein Hundertstel schlauer, schneller, im besten Sinne oberschenkliger als der Rest. Oder hüpfend danach, wenn es mal wieder gemüllert hatte, einen Arm dabei fröhlich in den Himmel gereckt. Ein Jubel, der kaum einer war. Nur die kurze Verbeugung eines Balletttänzers, der auch die härtesten Nüsse zu knacken verstand und immer den besten Abschluss aber nie die größteBühne suchte. Seine Tore, das hat Thomas Hüetlin einst über Gerd Müller geschrieben, gehörten dem Zuschauer. Er spielte, das gehört zur Legende, schließlich nicht nur für sich selbst. Und war auch deshalb bis zum Schluss eine nationale Angelegenheit. Jeder Abstauber deutsche Wertarbeit. Jeder Rekord ein Bundesverdienst. Gerd Müller, gestorben am 15. August 2021, hat sich im Strafraum unsterblich gemacht. Er wird für immer 365 Tore alt sein.
01:07:23
Leute, die drei Saisonarbeiter von Fussball MML melden sich zurück. Wiegewohnt. Mit guter Laune und schlechten Gags, mit Musik, die keine seinsollte und Witzen von Otto, die Otto so nie erzählt hätte. Dabei wie immerauch ihr eigenes Echo. Stimmen im Ohr statt Stimmung im Keller. Sowischen sie Messis Tränen vom Tisch und schauen durchs Knopfloch in dieZukunft. Katastrophentouristen, die das Geld der anderen zählen,staunend am Fuß des Eiffelturms. Während sie, die Schere im Kopf, alleWettscheine zerschneiden. Weil sie doch schon wieder nicht wissen, wiedas alles weitergehen soll. Und sich deshalb, erschöpft bereits, verschwitztsowieso, an die vertrauten Gesetzmäßigkeiten klammern. An den Pokal und die Wucht der Außenseiter, die Schönheit des Anfangs.Und schließlich noch eine geile Runde auf dem Karussell drehen. Feixendim Feuerwehrauto. Neben ihnen die neuen Cowboys, noch fest im Sattelauf dem One-Trick-Pony. Neben ihnen also ein Österreicher, der Derbyserst noch lernen muss. Und ein Holländer, der sich verwechselt hat, mitDaum oder Rehhagel, mit genug Angriffsfläche in der Coachingzone. Einirrer Ritt in jedem Fall, an dessen Ende vor allem der Schwindel bleibt. Also wieder Zeit, dass sich was dreht. Und ihr, liebe Hörer könnt euch jetztmitdrehen. Bis sich der Kreis schließt oder aus drei Ecken wenigstens einElfer wird. So oder so: viel Spaß mit der neuen Folge!
01:09:29
Leute, nur noch 493 Tage bis Katar. Und weil nach dem Finale nunmal vor dem Scheißdreck ist, haben wir uns noch einmal zusammen schalten lassen, um die Vorfreude so richtig anzuheizen. Als Versicherungsmakler der Herzen, mit Stimmung bis in die Haarspitzen und dem Holzkohlegeruch der Euphorie in der Nase. Als Komödienstadl und Meinungsmaschine, irgendwo zwischen Ulrich Klose und Uli Hoeneß. So meldet sich Maik Nöcker live aus einem italienischen Radkasten, die Bremsspuren der Euphorie noch prominent auf der Maske, während Micky Beisenherz im Spaßbad seiner Kindheit sonnenverbrannt und hoffnungslos romatisch vom Sprungturm herunter predigt und Lucas Vogelsang noch immer stammtischbesoffen in München weilt, obwohl ihm Effe und Basler längst Bayern-Verbot erteilt haben. Die Stimmen im Kopf, sie sollen später auch noch eine Rolle spielen. Das ganze Leitwolfgeheul der Brusttrommler, die mit Sponsoren auf dem Revers und einer Nadel in der Eichel die Ehre der Familie verteidigen. Vorher aber geht es natürlich um Wembley. Um verdiente Sieger und sehr schlechte Verlierer. Um den Hass und das Hässliche. Um die Scheiße und den Sturm. Um jene Bilder also, die leider bleiben werden. Die Fratze neben Chiellinis Lächeln. Wir werden sie mitnehmen. In einen kurzen Sommer nach einem langen Turnier, in die peinliche Pause nach diesem paneuropäischen Panoptikum. Und wir werden uns dort, am Strand und am Rande natürlich auch fragen, wie es nun weiter gehen soll? Mit dem Spiel, das wir so lieben. Noch 493 Tage bis Katar. Genug Zeit, um sich Gedanken zu machen. Und so wünschen wir euch trotz allem, oder gerade deshalb, viel Spaß mit der neuen Folge! - - - Diese Folge wird präsentiert von unseren Werbepartnern: CLARK: Lust auf einen 30 Euro Amazon Gutschein? Und dazu noch eine gute Übersicht über Deine abgeschlossenen Versicherungen erhalten? Melde Dich einfach mit dem Code EMML unter www.clark.de (Deutschland), www.goclark.at (Österreich) oder direkt in der App an. Neukunden bekommen 15 Euro pro jede in die App hochgeladene bestehende Versicherung (ausgeschlossen Gesetzliche Krankenkasse, Altersvorsorge, ADAC-Mitgliedschaften). Der Gutschein wird in 4-6 Wochen per E-Mail versendet, nachdem die Versicherungen als gültig bestätigt worden sind. Teilnahmebedingungen auf: www.clark.de/de/teilnahmebedingungen/podcast15 MEN:ID: Überzeug Dich selbst und sichere Dir 30% Rabatt auf Deinen Einkauf unter www.men-id.com mit dem Code MML30. Das Angebot gilt nicht auf die bereits vorrabattierten Boxen oder Abos. NINJA: Unter www.ninjakitchen.de kannst Du Dir noch bis zum 20.07.2021 mit dem legendären Code 15MML 15% Rabatt auf die Ninja Grills sichern (AG301EU und AG551EU). Lass Dir das Angebot schmecken!
01:14:43
Und dann kam auch noch Ewald, setzte sich dazu, wollte eigentlich nur ein bißchen Werbung machen, hatte aber den Weltschmerz geschultert, die Wut so geballt wie die Faust, um uns final in die Tasche zu stecken. Nach einer Nacht ohne Schlaf, nach einer Nacht im TV. Die Augen müde. Nicht nur der Gedanke, sondern auch die Ringe darunter olympisch. So begann er also, der große Lanzvergleich. Die Talkshow zur Talkshow. Lienen lernen, um verlieren zu können. Wider den Kommerz, für die Freiheit der Völker. Das volle Programm, den Raum mit Tiefe gefüllt, weshalb wir die nachfolgenden Podcasts auf unbestimmte Zeit verschieben mussten. Im Abschied aber lag dann noch einmal Grandezza, herrschte im Sechzehner noch einmal Alarm. Und hinterher, die Ruhe nach dem Sturm, war da vor allem Besinnung. Das Studio als Echokammer. Schweineminuten. Wir haben sie dann natürlich gefüllt. Mit den Schelmen und Scherzen, den Pfiffen und dem Lächeln der Sieger. Und mit der Würde der Bezwungenen, den kurzen Momenten am Ende einer langen Reise. Erschöpft auf dem Rasen, fütend am Mikro. Was das bedeuten soll? Das erfahrt ihr, liebe Leute, wie gewohnt im Laufe dieser neuen Folge. Denn hier seid ihr, Weltbürger allesamt, noch einmal zu Gast bei alten Freunden. Also kuschelt euch ein. Vor den Endgeräten. Vor diesem Finalwochenende. Und hört rein, in diesen Quatsch mit Musik. In dieses Lied ohne Gut. In diesen Fernsehgarten blühender Fantasie. Meinung mit Lachers. Mainstream mit Lienen. Wenig ist besser. Und deshalb: Viel Spaß! - - - Diese Folge wird präsentiert von unseren Werbepartnern: CLARK: Lust auf einen 30 Euro Amazon Gutschein? Und dazu noch eine gute Übersicht über Deine abgeschlossenen Versicherungen erhalten? Melde Dich einfach mit dem Code EMML unter www.clark.de (Deutschland), www.goclark.at (Österreich) oder direkt in der App an. Neukunden bekommen 15 Euro pro jede in die App hochgeladene bestehende Versicherung (ausgeschlossen Gesetzliche Krankenkasse, Altersvorsorge, ADAC-Mitgliedschaften). Der Gutschein wird in 4-6 Wochen per E-Mail versendet, nachdem die Versicherungen als gültig bestätigt worden sind. Teilnahmebedingungen auf: www.clark.de/de/teilnahmebedingungen/podcast15 KORO: Sichere Dir unter www.korodrogerie.de mit dem Code MML 5% Rabatt auf den gesamten Warenkorb!
01:00:54
Leute, kurz bevor Maik mit dem Herzblatthubschrauber über die Alpen geflogen ist, um sich als Jubelrentner bei den Italienern anzudienen, wurden wir noch einmal getrennt voneinander befragt. Zum Turnier im Allgemeinen und zu den Halbfinals im Besonderen. Weil da doch jetzt Engländer, die italienisch spielen, auf Dänen treffen, die vom Momentum getragen werden. Und Italiener, die englisch auftreten, auf Spanier, die wenig königlich dafür aber umso geschlossener daher kommen. Trainermannschaften allesamt. Mit wirklich guten Geschichten im Gepäck und noch besseren Namen auf dem Spielberichtsbogen. Mit Außenristbällen zum Zungeschnalzen und Showeinlagen zum Kopfschütteln. Und mit jeweils guten Gründen, wieso sie das Ding jetzt auch nach Hause holen sollten. Aber weil nur einer gewinnen wird, wünschen wir uns zumindest einen coolen Kampf. Und wer diesen launigen Showtreppenwitz jetzt auch noch verstanden hat, dem wünschen wir zurecht viel Spaß mit der neuen Folge! - - - Diese Folge wird präsentiert von unseren Werbepartnern: MANSCAPED: Jetzt das exklusive Angebot nutzen und mit dem Code MML 20% Rabatt auf Deine Bestellung, sowie weltweit kostenlosen Versand sichern: www.manscaped.com/de. KORO: Sichere Dir unter www.korodrogerie.de mit dem Code MML 5% Rabatt auf den gesamten Warenkorb.
01:08:20
Natürlich sind wir wütend. Was denn sonst? Wütend wegen der verlorenen Jahre. Drei mindestens, vielleicht sogar fünf. Wütend, weil sich nichts verändert hat seit 2018. Wütend, weil auch das zusätzliche Jahr, ein Geschenk im Grunde, achtlos weggeworfen und damit auch die große Chance zum Neuaufbau einfach so liegen gelassen, nachgerade verstolpert wurde. Wütend aber vor allem, weil wir uns doch wieder haben einlullen lassen. Von den Versprechungen eines Bundestrainers, der gleichzeitig amtsmüde und unaufrichtig war, der keine Kraft mehr hatte, aber noch genug Chuzpe für den letzten Bluff. Wütend also auch auf uns selbst, weil wir wieder bereit waren, ihm zu glauben, ihm noch einmal zu folgen. Weil wir uns Ideenlosigkeit als Pragmatismus und Starrsinn als Charakterstärke schön geredet haben. Weil wir wirklich denken wollten, er hätte diesmal einen Plan B, eine zweite Luft, eine finale Eingebung. Und weil wir ihm am Ende sogar diese Dreierkette durchgehen ließen, uns den Zweck hinzufantasierten, während die Mittel längst unheilig waren. Dann noch Kroos auf der Sechs, Volland auf links und Sané im eigenen Sechzehner. So viel Kredit, aber kein Impuls von der Bank. Wir wollten so gern, dass er doch nicht der ist, von dem wir schon wussten, dass er nicht der sein kann, den wir gerne hätten. Verklärung am Rande der Selbstaufgabe. Doch als Can schließlich kam, im Rückstand von Wembley, saß dieser Trainer, der kein Kaiser mehr wird, plötzlich auch ohne Kleider am Rand. Ein Hochstapler, bis zur Hüfte im arrogant vorgetäuschten Tiefgang. Ein Hütchenspieler, der nun zurecht seinen Hut nimmt. Und so sind wir auch wütend, weil wir es eben doch immer schon besser wussten, nicht als Bundestrainer, sondern als Beobachter. Als Anhänger einer Mannschaft, mit der wir in Rio waren, auf dem Gipfel, ganz oben. Weshalb der Abstieg von dort umso schmerzvoller war. Und weil wir betrogen wurden. Um unsere Emotionen. Geiseln der eigenen Treue, recht blöd und blindings. Zuschauer nur, denen zum Schluss auch die Hände gebunden waren. Was aber bleibt, nach dieser Zeit mit Löw, die längst und verfrüht zur Ära verklärt worden ist? Nach diesem Abschied, der wie jeder seiner Wechsel zu spät kam? Wenn sich die Wut irgendwann legt, dann wohl vor allem Erleichterung. Endlich, das ist der finale Gedanke. Endlich ist es vorbei. Der Bann gebrochen, der faule Zauber verflogen. Ding, dong, die Hex ist tot. So hoffen wir auf den neuen Besen. Und wünschen uns allen viel Spaß in einer besseren Zukunft! - - - Diese Folge wird präsentiert von unseren Werbepartnern: KORO DROGERIE: Mit dem Code MML bekommt ihr unter www.korodrogerie.de 5% Rabatt auf alle Produkte. TEUFEL: Von Teufel bekommst Du vielfach ausgezeichnete Kopfhörer, Heimkino-Anlagen, Soundbars und Stereo-Lautsprecher. Und mit dem Code TEUFELMML5 gibt es bis zum 4. Juli 5% Rabatt auf alle Soundbars und Kopfhörer: www.bit.ly/35gG9Vx CLARK: Lust auf einen 30 Euro Amazon Gutschein? Und dazu noch eine gute Übersicht über Deine abgeschlossenen Versicherungen erhalten? Melde Dich einfach mit dem Code EMML unter www.clark.de (Deutschland), www.goclark.at (Österreich) oder direkt in der App an. Neukunden bekommen 15 Euro pro jede in die App hochgeladene bestehende Versicherung (ausgeschlossen Gesetzliche Krankenkasse, Altersvorsorge, ADAC-Mitgliedschaften). Der Gutschein wird in 4-6 Wochen per E-Mail versendet, nachdem die Versicherungen als gültig bestätigt worden sind. Teilnahmebedingungen auf: www.clark.de/de/teilnahmebedingungen/podcast15
00:51:50
Da sind wir gestern also mit dem Kopf voran ins Wechselbad gesprungen, Micky sogar in voller Montur, die Gefühle klitschnass, mehr Regen als Bogen. Weil sich das bayrische Wetter an Fritz Walter, die deutsche Mannschaft aber an Ronald Maul erinnern wollte. So gingen die Schleusen auf, so stand die Kette zu hoch, war ständig Rutschgefahr, in einem Mittelfeld, das nach vorn spielen wollte, aber leider quer denken musste, als wäre vor allem die Anfangsphase eine große Verschwörung. Und auf den Rängen stand die Hoffnung neben dem Hass. Die Arena ein Kessel Buntes, mit schwarzen Flecken am Rand. Und unten rannte Sané, vom Anpfiff weg auf Bewährung, auf dem Rücken die Zentnerlast der Geschichte, gut sichtbar für alle. Ein Rucksack, das Tattoo dahinter verborgen. Die Zuschauer, fast hatten sie Mitleid. Dann aber, nachdem das Glück kurz vorbei geschaut hatte, war wieder Anstoß. Auch das ein Standard, das wissen wir nun. Gefahr, die aus Toren entsteht, der Dolch in den Jubel hinein. Und plötzlich stand er ganz allein dort im Strafraum, nur leider im falschen. Sahne, der Libero. Erst ohne Geist, dann ohne Körper. Es wäre das Häubchen gewesen. Auf einer Torte, die keine Hochzeit kannte, deutsches Stückwerk, selbst im Beigeschmack fad. Am Ende aber kam doch noch das Lächeln zurück, war da die Geste des Abends. Leon, der vielleicht einzige Profi an diesem Abend der Amateure. Ein Boss unter Knechten. Musste aus dem Hintergrund schießen, und wusste um die Kraft des Moments. Das Herz für die Kurve, ein Gruß nach ganz oben. Damit war alles gesagt. Nur eben noch nicht von allen. Deshalb haben auch wir uns getroffen, am Morgen danach. Die Emotionen noch nicht gänzlich getrocknet, die Sprache noch brüchig vor Wut. Und haben in unsere Mikrofone gesprochen. Für euch, wie immer. Viel Spaß! - - - Fussball MML Live Am 26. August 2021 könnt ihr Micky, Maik und Lucas live in Bochum, in der Freilichtbühne Wattenscheid erleben. Sichert Euch Tickets unter www.eventim.de/artist/fussball-mml/ - - - Diese Folge wird präsentiert von unseren Werbepartnern: HELLO FRESH: Sichert Euch mit dem Code MML schmackhafte Rabatte auf Kochboxen voller frischer Zutaten und leckeren Rezepten, die direkt bis zur Haustür geliefert werden. Unter www.hellofresh.de spart ihr mit dem Code MML 60 Euro verteilt auf vier Boxen in DE, 55 Euro verteilt auf 3 Boxen in AT und 95 CHF verteilt auf 4 Boxen in CH! READLY: Mehr als 5.000 Magazine weltweit für nur 9,99 Euro / Monat! Teste jetzt Readly einen Monat kostenlos unter de.readly.com/mml ! CLARK: Lust auf einen 30 Euro Amazon Gutschein? Und dazu noch eine gute Übersicht über Deine abgeschlossenen Versicherungen erhalten? Melde Dich einfach mit dem Code EMML unter www.clark.de (Deutschland), www.goclark.at (Österreich) oder direkt in der App an. Neukunden bekommen 15 Euro pro jede in die App hochgeladene bestehende Versicherung (ausgeschlossen Gesetzliche Krankenkasse, Altersvorsorge, ADAC-Mitgliedschaften). Der Gutschein wird in 4-6 Wochen per E-Mail versendet, nachdem die Versicherungen als gültig bestätigt worden sind. Teilnahmebedingungen auf: www.clark.de/de/teilnahmebedingungen/podcast15
01:06:44
Und dann gleich die große Abfahrt, ohne Vorgespräch, ohne Konterabsicherung, ohne doppelten Boden. Bang, Boom, Bang und Ralla Ralla. Also einfach rein, in eine Sendung, in der sich drei Esel zum Horst machen, obwohl sie keine schlechten Tage kennen. Weil sie mal mit dem Schwanz wedeln und mal mit dem Zaunpfahl winken, sich mal an der Leine und mal am Nasenring durch die Arenen ziehen, und weil ihnen die Frisur im Zweifel egal ist. So saßen wir auch diesmal wieder beisammen, sattelfest und footlocker, mit genug Asche in den Knien und Restalkohol im Kopf, um das alles noch mal im Galopp aufzuarbeiten. Dieses irre Spiel gegen Portugal, diesen Gossens aus Bergamo, der auch Prinz in Köln sein könnte, aber am Samstag König von München sein durfte. Erst in der Luft und dann auch im Interview hinterher. Klappe auf, Affen geil! Dazu die Taktik vom Jogi, die Flügelzange als Werkzeug, die neue Euphorie auf den Rängen. Aber natürlich auch die dunkle Seite des Spektakels. Die schlimmen Szenen und Drohkulissen. Ungarn und ungern. Weil der Sommer nun da ist, das Märchen aber ausbleiben könnte. Weil es wieder nur um die Geldtöpfe geht, der Regenbogen aber verschwinden soll. Weil der Fußball in den falschen Händen ein Instrument ist, das die falschen Lieder spielt. Nun auch wieder vor großem Publikum und vollen Rängen. Was es nicht besser macht und auch nicht bunter. Schiefe Töne, Schlager aus der Mottenkiste. Mit Brusttrommeln und Arschgeigen. Wir hingegen liefern, wie immer, Kammermusik für den Weltempfänger. Und wünschen euch deshalb viel Spaß mit der neuen Folge! - - - Diese Folge wird präsentiert von unseren Werbepartnern: Kia: Schaue Dir die neuen Kia Ceed Plug-in Hybride unter www.kia.com/de/specials/kia-ceed-familie-phev/ an und sei Teil der Mobilitätswende. und MANSCAPED: Sichere Dir unter www.manscaped.com/de mit dem Code MML kostenlosen Versand und 20% Rabatt auf Deine Bestellung.
01:13:14
Leute, der erste Spieltag dieser Europameisterschaft ist beendet und wir melden uns fast live aus dem MML Sportschauclub, um das Ganze mal richtig Paroli laufen zu lassen. Mit Maik Nöcker als Esther Sedlaczek, Lucas Vogelsang als Hans Sarpei und Micky Beisenherz als Micky Beisenherz. So bilden wir die einzige Dreierkette, die wirklich funktioniert, die hoch presst und tief geht, so schießen wir Eingentore, wie sie selbst Mats Hummels nicht besser hinbekommen würde, so halten wir Idioten beim Jubeln die Lippen zu, und laufen am Ende doch wieder gegen eine Menschenwand aus Dummheit Ignoranz und fehlender Empathie, diesem wirklich schlimmen Pragmatismus des Geschäfts. Vorher aber schauen wir Jogi nicht nur auf die Finger, sondern riechen auch dran, suchen nach einem Plan B für eine A-Nationalmannschaft und loben die neue Generation der Experten, die neben Verantwortung auch Nadelstreifen und Bomberjacke tragen kann. Das alles natürlich wie immer öffentlich. Und rechtlich durchaus fragwürdig. Aber ihr kennt uns ja. Wir kommen noch hinter jede Kette, gehen die Opferwege, machen Räume auf, um sie zu verwüsten. Und sind dann am besten, wenn wir auf Sieg spielen, aber unentschieden bleiben. Fussball MML, Deutschlands einzig wahre Turniermannschaft. Und so wünschen wir euch natürlich auch dieses Mal viel Spaß mit einer Folge, die bereits jetzt und besonders hintenraus nach Schlussoffensive klingt. Mit Besuch aus der Vergangenheit und einem Kanzler auf Ketamin. Also hört rein, denn alles andere ist nur Radio! - - - Werbepartner dieser Folge sind: Allvest: Sichert Euch nur noch bis zum 14.07.2021 15 Euro Bonus bei Vertragsabschluss unter www.allvest.de/fussballmml Gorillas: Mit dem Code EMML10 bekommt ihr als Neukunde 10 Euro Rabatt auf die erste Bestellung bei www.gorillas.io/de KoRo Drogerie: Mit dem Code MML bekommt ihr unter www.korodrogerie.de 5% Rabatt auf alle Produkte.
00:07:54
Vor 25 Jahren wurde Deutschland Europameister und Lucas Vogelsang zum Fan. Zuhause auf der Couch sah er Klinsmann gegen Russland, Suker gegen Köpke, Möller gegen Wembley. Dann den Pokal, die Queen im Kostüm. Auch das ein Sommermärchen. Jetzt, ein Vierteljahrhundert später, hat er für das Playboy-Magazin eine Liebeserklärung an diese Zeit, das Turnier und den Triumph geschrieben. Und das Ding auch exklusiv eingelesen. Für euch und für die Vorfreude. Viel Spaß! Und wer mehr erfahren möchte über die EM 1996, der schaltet am Freitag bei den Kollegen vom Nachholspiel ein. Denn die haben Ahnung. Und Thomas Helmer zu Gast.
01:03:57
Auch bei der VOLKSWAGEN TAILGATE TOUR heißt es so langsam Abschied nehmen. Nicht, dass das hier wichtiger ist, aber natürlich treibt diese Pandemie auch im Fußball ihr Unwesen und schafft viel unnützes Zeug. Ein Turnier, dass UEFA EURO 2020 heißt, aber 2021 gespielt. Micky Beisenherz, der gleichzeitig genesen und trotzdem positiv ist. Eine Tailgate Tour, die für euch, die Fans gemacht ist und trotzdem abgeschottet von euch, den Fans stattfinden muss. Das hat hoffentlich ein Ende. Und so präsentieren wir heute den vielleicht wichtigsten Talk vor der Euro und den vielleicht letzten ohne euch, die Fans. Freut euch trotzdem auf Lucas Vogelsang und Nils Straatmann im Infight um Toni Kroos, eine lyrische Kabinenansprache an die Mannschaft, auf unseren tollen Gast Anett Sattler von Magenta TV, auf Nationalspieler, die eure Fragen beantworten und auf euren Gastgeber Maik Nöcker. Alle Stationen der VOLKSWAGEN TAILGATE TOUR findet ihr hier: www.volkswagen.de/de/marke-und-erlebnis/wedrivefootball/highlights/vwtailgatetour.html
01:08:29
Leute, sieben Tore gegen Lettland, den wahrscheinlich 258. der Weltrangliste, haben gereicht: wir sind wieder wer! Und vor allem: wir sind wieder wir. Mannschaft, Fans, Nation. Alle drei zsmmn! Eine Einheit. Da passt kein Blatt Papier mehr zwischen. Außer natürlich, es ist das Blatt, auf das Jogi seine Aufstellung geklebt hat. Jeder Popel ein Innenverteidiger. Wieder Schmierenkomödie. Aber egal, lassen wir das. Und schauen stattdessen dumm nach vorne. Denn jetzt, Kopf aus, Fernseher an, ist EM, Turniermannschaftsabende, flutlichte Momente. Jedes Goal schon vorher golden. Da stimmt die Vorfreude, da geraten wir vor Freude ins Schwärmen. Weil wir, keine Frage, erst die Letten plätten und dann, rallaralla, auch alle anderen. So ist das jetzt, Ausnahmezustand. Keine Zweifel mehr, nur noch Bock auf den Bundesadler. Jeder Spielzug, schwarzrotgeil, schon Sex genug. Weil Wollust nunmal die Lust ist, zu wollen. Und wir wollen alles. Den Titel, die Tränen, den Sommer unseres Lebens. Also reißen wir uns gemeinsam die Trikots von den verschwitzten Leibern und tragen die Dreier- als Hulakette, die Hoffnung von München nach Wembley. Deutschland ist Europameister, bis Dienstag zumindest. Dann kommt Frankreich, dann sprechen wir uns wieder. Bis dahin aber dürft ihr mit uns tanzen und singen und mit den Füßen träumen. Viel Spaß! Das offizielle EM Tippspiel von Fussball MML & unserem Partner HALBZEIT. Tippt mit uns gemeinsam die EM, tretet gegen MML an und beweist was ihr drauf habt. Neben Ruhm und Ehre winken Euch einzigartige MML-Preise: www.mml.halbzeit.app/ Diese Folge wird präsentiert von unseren Werbepartnern: Allvest - powered by Allianz: www.allvest.de/fussballmml und KIA: www.kia.com/de/specials/kia-ceed-familie-phev/
01:15:43
Heute, lecklecker, war es mal wieder das ganz große Fressen der ganz großen Fressen. Weil wir, die Lippen dick, den Mund zu voll, gleich mit Zeige- und Mittelfinger ins Buffet dieses Wochenendes gegriffen haben. Drei Storyteller, die nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Mit Gucci-Beeren in Aspik und Mantelmus am verwegen hoch geschlagenen Kragen, der uns am Ende natürlich auch noch geplatzt ist. So haben wir die Dinge also durchgekaut, weder Vorkosten noch Mühen gescheut. Fussball MML also einmal mit alles. Mit dem Finale von Porto. Mit Tuchel gegen Pep und Pep gegen sich selbst, mit Havertz als Ricken und Werner als Werner. Und mit Löw, der den Pragmatismus wieder entdeckt, den Geist von Rio aus der Schublade geholt hat. Jogi Bonito. Mit Spielern, ganz nach seinem Geschmack. Und wir, die Bäuche längst prall, nehmen ihm das tatsächlich ab und fallen ein in den schon wieder satten Jubel, nehmen noch einen Schluck Euphorie, als Absacker. Siegestrunken, das Glas natürlich halb voll. Als hätten wir, Taktiktrottel und Tikitaka-Idioten, noch einmal den Salzstreuer ausgepackt, um dem deutschen Fußball Zucker in der Arsch zu blasen. Jetzt, da auch Hoffnung wieder süßlich schmeckt, wir auf Jahre nicht zu besiegen sein werden. Also bis Mittwoch, wenn die Dänen kommen und mit Dynamit den Rasen sprengen. Dann, Fastfood Fußball, könnte es schon wieder unappetitlich werden. Bis dahin aber hoffen wir auf Müller und auf Ecken mit was drin. Und wünschen euch guten Hunger und viel Spaß mit dieser durchaus fettigen Folge. - - - Werbepartner - - - KoRo. Dein Onlineshop für naturbelassene und haltbare Lebensmittel mit der besten Qualität zum fairen Preis. Mit dem Code tim erhältst du 5% bei deiner nächsten Bestellung auf www.korodrogerie.de - - - Allvest – Powered by Allianz. Wenn Du eine moderne und transparente Altersvorsorge suchst, bist Du bei Allvest genau richtig. Alle Infos auf www.allvest.de/fussballmml - - - Freue Dich jetzt auf ein Probeabo und 25% Rabatt auf das erste Jahr bei Blinkist. Kernaussagen wichtiger Podcasts und Sachbüchern in 15 Minuten: www.blinkist.com/mml
01:01:56
Lissabon, Kreta, Bad Homburg. Wir melden uns auch diesmal wieder aus den Herzen Europas, um über die Tränen des Wochenendes zu sprechen. Über die Freude und die Trauer. Sekt und Selters. In Bremen, in München und in Berlin. Weil sich die Bundesliga mal wieder von ihrer gefühligsten, vor Kitsch nur so triefenden Seite gezeigt hat. Als Rosamunde-Pilcher-Schmonzette, in der jede noch so krude Wendung möglich wurde. Ein FilmFilm, dessen Drehbuch selbst die Degeto mit Prügel bestraft hätte. Die Höhepunkte alle in der letzten Sekunde. Pfosten, Abstauber, Elfmeter. Ausgerechnet ist die Vokabel dazu. Und dann noch die Abschiede in Pastell, wieder Andrea Bocelli, dieses Winken mit sehr feuchten Taschentüchern. Darüber mussten wir natürlich sprechen. Und dabei auch die Kollegen und das Radio loben. Für die immer wieder tollen Texte, für die immer wieder wahnsinnig spannende Schlusskonferenz. Drama, Baby! Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf. Also sagen wir am Ende dieser Saison auch noch mal Danke. Und Bidde! dazu. Weil es lustig war und emotional, schön blöd und unfassbar spannend. Unten zumindest. Und weil uns genau deshalb die Themen nie ausgehen. Weiter, immer weiter! Danke, Fußball! Du schillernde Diva im zu engen Trikot. Wir lieben dich. Und wünschen euch, liebe Hörer, deshalb wie immer viel Spaß mit dieser neuen Folge!
01:13:18
Während Micky und Maik weiterhin in der erzwungenen Isolation ihrer Quarantäne darben und sich dort allenfalls noch von Bananenscheiben und Goji-Beeren ernähren können, ist Lucas nach Griechenland gereist, um sich auf Rehhagels Spuren zu begeben. So meldet er sich quasi live vom Olymp, aus einem Land, blau und weiß die Flagge, in dem die Menschen noch an die Fußballgötter glauben und Otto sagen, wenn sie Trainer meinen. Kein schlechter Ort, so kurz vor der nächsten Europameisterschaft. Auch, weil man aus der Ferne einen guten Blick auf das Wochenende und die dazu gehörige Nachrichtenlage hat. Und, beim Zeus, da war was los. Historisch und hysterisch gesehen. Mit einem Rekord für die Ewigkeit und einem Jubel für den Moment. Mit Rettern und Geretteten. Und am Ende auch mit einem eigentlich überfälligen Abschied, die Raute auf gebrochenen Herzen. Das alles, auch die Tränen und den Jubel, haben wir nun also in Worte gegossen, die uns mal wieder verwundbar machen. Achilles-Verse. Aber egal. Denn es gilt auch hier, für uns und alle Bremer, der große Satz eines Ost-Berliner Boxtrainers, der in jeden Ring aber noch besser in diese Zeiten passt. Denk nicht am Schmerz, denk, watt weeß Icke, am Strand. Und damit, liebe Freunde, entlassen wir euch in den Tag und in diese Folge. Viel Spaß!
01:06:30
DFB-Pokal-Finale! Und was darf natürlich nicht fehlen? Richtig! Die Volkswagen Tailgate Tour live - Mixed Zone! Dieses Mal als Warm Up vor dem großen Spiel – und in ganz besonderer Konstellation. Jochen Stutzky begrüßt MML-Podcaster Lucas Vogelsang und Slam-Poet Nils Straatmann. Während Lucas die BVB-Seite einnimmt, platziert sich Nils auf der Leipziger Bank. Das kann nur spannend werden! Neben Gesprächen mit Fans, teilen auch Terrence Boyd und Oliver Kirch ihre Expertise. Also: Einschalten, Anhören und Genießen!
01:13:34
Leute, wir machen weiter, immer weiter! Trotz Corona, trotz Stubenarrest, trotz fiesem Fieber und hörbarem Husten. Ganz egal, ob in der Nachbarwohnung Lemon Tree am Klavier geübt oder der Körper vom eigenen Geist abgrätscht wird. Wir bleiben am Ball. Als Inzidenzer auf dem schmalen Grat zwischen Unruhe und Unglaube. Zwischen Spiel und Politik. Schüttelfrost vs. Nixon. Weil es unsere Pflicht ist, auch jetzt wieder für euch vorm Mikrofon zu sitzen, um all das einzuordnen, was nicht mehr einzufangen ist. In einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Bevölkert von Männern, die sich im Angesicht der Deutungshoheit zum Narren machen und Pressefreiheit zu oft mit Hofberichterstattung verwechseln. Weil sie gern große Köpfe wären, am Ende aber nur Kleintiere züchten. Und gern Hase hießen, um von all dem nichts wissen zu müssen. Gremien-Gremlins, mit allen Wassern gewaschen. Und da dahinter dann stehen noch mal ganz andere Typen. Wortbrüchige, die auf ihrer eigenen Insel leben. Einem eierlosen Eiland, in dem noch immer 1970 ist, das Vokabular und auch der Humor von damals überdauert haben, weshalb mittwoch Früh gleich wieder Herrentag ist. Dann sitzen sie am Stammtisch, in ihrem eigenen Stuhl. Dann fahren sie mit dem Bollerwagen hinein in den Sturm und wundern sich, dass sie hinterher allein im Regen stehen. Ohne Job oder Rückhalt. Hö Hö Hö, euer Jens. Ein schlechtes Beispiel von vielen. Natürlich mussten wir genau darüber sprechen. Rasselnd gegen Rassismus. Auch wenn es anstrengend war. Aber wir haben den Lungen das gegönnt. Und wünschen euch deshalb viel Spaß mit dieser neuen Folge!
01:11:27
Zur Premiere der ZEITLUPEN hat Lucas Vogelsang seinen Freund, den Philosophen Wolfram Eilenberger getroffen. Auf'm Bero, ihrem gemeinsamen Zuhause, um über das Buch und den Fußball zu reden. Oder, um es mit Eilenberger zu sagen, über Tradition, Transzendenz, Transgression und Trauma. Der Rest war ein Reigen, mit Kneipe und Knalleffekt. Von Ost-Berlin hinaus in die Welt. Denn der Fußball schreibt die besten Geschichten. Viel Spaß!
01:10:26
Leute, könnt ihr euch noch an jene Zeit erinnern, als wir alle gemeinsam zitternd in der Mauer standen, die Hand schützend vor dem noch nicht rasierten Gemächt, in Erwartung eines Freistoßes, der nicht geschossen, sondern, da gab es Gefühl und Geräusch gleich gratis dazu, tatsächlich geschrummt wurde, als also Männer am Sechzehner standen, die Eisenkarl hießen und Eisenfüße hatten, die jede Finte aber keine Gnade kannten, die also mit Hass in den Augen und Gewalt im Gelenk nicht nur auf den Kasten sondern direkt in unsere Seele zielten, mit wenig Anlauf und viel Überzeugung, könnt ihr euch daran noch erinnern? An damals? An jene Zeit also, als DFB-Präsidenten noch ehrlich unehrlich waren, Strauchdiebe im dornigen Dickicht der Korruption, Schmierenkomödianten mit Mercedesstern auf der Haube, Versicherungsvertreter mit Traumschiff-Toupet oder Ex-Journalisten mit sehr dünnen Handgelenken aber sehr dicken Uhren? Wisst ihr das noch? Ja? Dann versteht ihr uns sicher, unsere Wut, unsere Trauer, unsere Zweifel. Dieses Wundern von Fern. Über eine Gegenwart als Sketchparade, als gespielter Witz. Mit Männern, die sich hinter Mauern legen, als menschliches Schild. Jeder Klub nur noch Schützenverein. Als hätte die Angst nicht die Seele, sondern zuerst den Verstand aufgefressen. Das wirklich merkwürdige Abwehrverhalten geschäftsreifer Großverdiener zur Anstoßzeit. Und dahinter dann lauern Doktoren und Präsidenten, die nach hinten schauen, wenn sie nach vorne wollen, um mit braunen Begriffen schließlich dreckige Wäsche zu waschen. Mit Vergleichen, die hinken, als hätten sie selbst noch einen Klumpfuß in der Tür. Richter und Henker, als würde der moralische Kompass wieder nach unten zeigen. Ein vor allem teuflisches Pack, weshalb das hier beileibe nicht Goethe ist. Der Faust nur im Ohr, die schon geballte Faust bereits in der Tasche. So stehen wir dort, am Rande des Ganzen, und warten, bis der Vorgang fällt. Sind Souffleure und Publikum gleichermaßen, lachen und weinen stellvertretend, damit ihr es nicht müsst. Nur den Applaus, den Beifall am Ende, klatschnass oder staubtrocken, überlassen wir euch. Und wünschen deshalb wie immer viel Spaß auf den billigen Plätzen! + + + + KoRo Drogerie www.korodrogerie.de 5% Gutscheincode: MML und CLARK Sichere Dir einen 30-Euro Amazon Gutschein: Anmeldung mit dem Code FUSSBALL30 unter www.clark.de (Deutschland), www.goclark.at (Österreich) oder direkt in der App. + + + +
01:22:42
Leute, erstmal mussten wir singen. Für Maik, zum Siebzigsten. Und dann die Kerzen ausblasen, um uns was wünschen zu können. Eine Liga ohne Leiden, zum Beispiel. Oder Interviews ohne Idiotien. Also Wahrheiten, die wir nicht erst vom Bildschirm abfilmen müssen. Und Zustände, die noch an Ort und Stelle hinterfragt werden. Mit Regeln, die nicht im Korsett ersticken, zu enge Krawatten um zu dicke Hälse, sondern beweglich bleiben wie das Spiel selbst. Neue Entscheidungen auch. Wir würden sie tragen, wie lässige Fliegen. Das wäre doch was. Das wäre dann unsere ganz eigene, gar nicht so kleine Utopie. Aber natürlich kennen auch wir die Zwänge der Realität. Viel Mauern, wenig Bande. Hin und wieder stoßen wir uns daran. Dann wissen wir nicht weiter. Weshalb wir auch heute mal wieder ganz vorne anfangen mussten. In München zum Beispiel, wo sie mit neuem Personal bald wieder die alten Geschichten erzählen wollen, weil der Mantel dann zur Trainingsjacke passen und selbst die erhobene Augenbraue sauber gezupft werden soll. Ein Alptraum in rosarot. Die Spannung jedenfalls, sie liegt mal wieder dahinter. In Frankfurt. Oder in Wolfsburg, diesmal wirklich Erlebnisstadt. Ab und an, so geht ja die Mär, hält der ICE dort nicht an. Am Samstag allerdings kam Dortmund mit der Lokomotive, mit dem vereinseigenen Polarexpress, der ohne Notbremse schlichtweg nicht aufzuhalten war. So riecht es am Phoenixsee, längst Ascheplatz im eigentlichen Sinne, wieder nach Champions League. Und außerdem, Randnotiz und eher ein Gag fürs Ohr, war nach über 20 Jahren, mal wieder ein Ridle an einem Dortmunder Treffer beteiligt. Der Baku, sie werden ihn Air nennen, weil er sich danach am liebsten in Luft aufgelöst hätte. Auf Schalke, also nicht weit weg von Dortmund, aber doch sehr weit weg von der Champions League, wird derweil weiter an der schlimmsten Saison der Vereinsgeschichte gearbeitet. Mit Jagdszenen aus dem Hooligan-Lehrbuch und einer Personalpolitik, die entweder von kompletter Ignoranz oder einem bitterbösen, historisch begründeten Zynismus getrieben wird. Denn die Schalker, so viel kann man verraten, sind gerade darum bemüht, auch noch den schlechtesten Rückpass aufzunehmen, während in Hamburg, zum Unmut vieler Hamburger übrigens, immer noch gespielt wird. Das ist natürlich die große Tristesse, weshalb wir hintenraus jetzt zwingend noch ein paar schöne Worte verlieren müssen. Über einen Verein, der endlich wieder singen und lachen darf, weil er in den vergangenen drei Monaten doch wirklich zu sich selbst zurückgefunden hat. Mit einem, Obacht jetzt, ganz neuen Mainz-Set. Darauf einen Tusch. Die Mainzer sind, Bo Svensson sei Dank, jetzt wieder der aufregende Konfettiverein, der selbst Karneval feiert, während er dem Meister die Party versaut. Und damit, Boyband und Bütten, macht dann auch die Liga wieder Spaß. Hoffen wir, dass es so bleibt. Denn, ihr wisst ja, nach dem Lob ist vor dem Fluch. Bis dahin aber wünschen wir euch viel Spaß mit der neuen Folge! Werbepartner dieser Folge ist die KoRo Drogerie. Schaue unter www.korodrogerie.de vorbei und sichere Dir mit dem Gutscheincode MML 5% auf Deine Bestellung! Den Trailer zum Film-Tipp 66/67 - Fairplay war gestern, findet ihr hier: https://youtu.be/snFn_goxnsQ
00:10:49
Beckenbauer auf dem Rasen von Rom. Der Torfall von Madrid. Effes Mittelfinger. Der Fußball ist eine Bildermaschine, er produziert seit jeher Legenden, Momentaufnahmen. Unvergessene Szenen, die vom Triumph und vom Scheitern erzählen, von Rivalität und Leidenschaft, von Aufstieg und Abgrund. So entstehen Wahrheiten, die nicht nur auf dem Platz liegen. Und Geschichten, die nicht selten ins Abseits führen. Sie begleiten uns dann und liefern Stoff für immer neue Gespräche. In der Kurve, an den Stammtischen, im Fernsehen. Die ZEITLUPEN folgen diesen Spuren des Spiels, den Karrieren nach dem Abpfiff, dieser ewigen Nachspielzeit. Und zeigen, wie es weiterging. Nach dem wichtigsten Tor, dem letzten Zweikampf, dem traurigen Abgang. In jedem Augenblick schon der Anfang einer neuen Erzählung. Ab jetzt überall im Handel. ZEITLUPEN Denn der Fußball schreibt die besten Geschichten Erschienen im Tropen Verlag www.klett-cotta.de/buch/Tropen-Sachbuch/ZEITLUPEN/136741 Cover by HANDS OF GOD www.handsofgod.football/
00:36:44
Leute, Wir konnten nicht anders. Wir mussten noch mal. Wegen der Scheiße mit der Super League und wegen Schalke in der Zweiten Liga. Deshalb gibt es jetzt noch eine Folge. Als Brennpunkt, mit mächtig Feuer unterm Hintern. Aus Wut, aus Erleichterung, aus Versehen. Ein Zwischenruf, dem jedes Triumphgeheul fehlt. Eine Reaktion, leise fast. Beklommen im Grunde. Zaghaftbefehl. So haben wir unser Stethoskop noch einmal an die Fanseele gehalten. Mit wirklich freundlichen Grüßen aber ohne Häme für alle Schalker. Ein Abstieg ist immer schmerzhaft, das wissen wir. Zu den Jagdszenen an der Arena allerdings ist auch uns erstmal nicht viel eingefallen. Ganz so, als hätten uns dort, im Angesicht des Irrsinns, die richtigen Worte gefehlt. Aber ihr kennt uns, wir machen das noch. Und sicher auch wett. Mit dem nötigen Abstand. Alsbald schon, den nach der Folge ist ja bekanntlich vor der Folge. Also viel Spaß und bis gleich!
01:22:05
Leute, Auch wir haben gestern gegründet. Allerdings eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und keine Liga mit beschissener Haltung. Und weil dem so ist, gehen wir heute natürlich mit Rückenwind ins Gegenpressing, um uns auf der Insel einer vermeintlich moralischen Überlegenheit mal richtig einen von der Palme zu wedeln. Denn so stehen wir dort. Drei Wichserse, die von Romantik reden, während der Sand unter ihren Füßen asphaltiert wird. Drei Affen am Ufer, die sich am Kopf kratzen, während im seichten Wasser Immobilienhaie treiben, der Dschungel hinter ihnen bereits gerodet wird. Drei Haudegen, die mit dem Säbel rasseln, obwohl ihre Klingen längst stumpf sind. Narren im Nichts, allein und weitestgehend ratlos, die vom Fußball zurück gelassen wurden. Schiffbrüchige, die am Scheißberg zerschellt sind, weil die Könige der Welt keinen Pfifferling geben, während sie ihr Geld auch ohne uns scheffeln. So sind wir längst Teil eines Spiels, in dem es auf den Rängen nichts mehr zu gewinnen gibt. Was uns aber nicht davon abgehalten hat, genau darüber viele Worte zu verlieren. Denn Schweigen, das können wir nicht. Schweigen kann nur Brazzo. Der Grüßgott Fella aus Bayern, der bosnische Buster Keaton. Und mit dem haben wir bis auf die Klamotten nun wirklich nichts gemein. So gilt dann auch weiterhin: In Westen nichts neues. Und wenn der Hansi mag, kann er auch bei uns anfangen. Inne Firma, als Kollege. Wir hamm ja jetzt eine. Also viel Spaß damit!
00:04:16
Leute, es ist soweit! Fussball MML Daily ist da. Wir ordnen für euch jeden Morgen die fußballerische Nachrichtenlage ein. Kurz, informativ und total subjektiv natürlich. Zusammengetragen von unserer eigenen Nachrichtenredaktion. Damit wir jetzt auch täglich die wichtigsten Nachrichten verpassen und noch mehr Teams mit unseren Prognosen in den Abgrund stürzen. Oder einfach: Eure tägliche Dosis MML. Immer Montags bis Freitags. 180 Sekunden. Fußballfachwissen pur. Viel Spaß! Produziert von Podstars by OMR.
01:17:45
Leute, wir sind jetzt also vier Jahre alt, Kindergeburtstag. Und das haben wir natürlich angemessen gefeiert. Mit wirklich schlechten Wortspielen, mit nicht nur kühnen, sondern auch vollkommen haltlosen Thesen. Mit obszönen Gesten zudem und abgetakelten Gags noch dazu. Eben genau so, wie ihr uns kennt. Überpünktlich und unterirdisch, oder genau andersherum. Drei Männer jedenfalls, die ihre anale Phase noch immer für die Crunchtime halten. Drei Marionettenspieler, die mit den Puppen tanzen, bis sie den Faden verlieren. Drei Podcastpimps, die gar nicht merken, dass man ihnen jede Woche wieder Strapse anzieht, um sie für Hartgeld auf die Brache hinter den Hauptbahnhof zu stellen. Drei Schlafschafe also, die sich ständig in die Wolle kriegen und trotzdem ungeschoren davon kommen. Weil sie um keine Antwort verlegen sind, selbst wenn sie die Fragen nicht kennen. Weil sie alle Meinungen haben und alle Lachers noch oben drauf. Und weil sie sich mittlerweile verlassen können, auf die Technik im Studio. Und auf die Leute da draußen. Den Elefantenpimmel dicht an den Lippen, die Fans lautstark im Hinterkopf. So wird es jedes Mal, was ist. Mein, unser, euer MML. Und weil das so ist und weil man die Feste gerade jetzt und mehr denn je feiern sollte, wie sie fallen, gab es mittendrin noch eine Überraschung, die so klingt, als hätten wir am Ende auch das Rad noch erfunden. Mit Kerzen in der Torte und einer Träne im Knopfloch. Ach ja, um Fußball ging es natürlich auch. Ein bisschen, am Rande. Also alles wie immer. Danke für vier Jahre Fussball MML und viel Spaß mit der neuen Folge!
02:31:49
Fußball MML ist zurück bei SPORT1! Das Nachspiel des Pokal-Viertelfinale steht an – und somit sind Maik Nöcker, Micky Beisenherz und Lucas Vogelsang wieder in der Volkswagen Tailgate Tour Live anzutreffen! Neben der Diskussion über das Pokalspiel zwischen Bremen und Regensburg, sieht man die MML-Podcaster in besonderer Konstellation. Gemeinsam mit Hartwig Thöne, Jana Wosnitza, Thomas Helmer und Ewald Lienen diskutieren die drei im SPORT1 Fantalk über das Champions League Spiel zwischen PSG und Bayern. Außerdem: Maik Nöcker bekommt Komplimente über sein Outfit, Abschweifen ist wie immer Konzept – und Poetry Slammer Nils fasst das Pokal-Viertelfinale wieder in lyrischer Form zusammen! Da hat sich das Warten auf jeden Fall gelohnt!
01:10:06
Leute, das Ding ist durch, die Meisterschaft entschieden. Und wir sitzen wie begossene Pudel am Katzentisch der Ernüchterung, wo wir verbissen auf den letzten Brotkrumen kauen, die man uns hingeworfen hat. Damals, am Anfang dieser Saison, die so anders sein sollte und dabei doch wieder ist wie alle anderen seit 2013. Der Meister kommt aus München, während die Rechtfertigungen und Ausreden, die Kapitulation und die Erschöpfung in Dortmund zuhause sind. Dort war am Wochenende mal wieder Finale daheim. Nur hatten das die meisten Spieler ganz offensichtlich nicht mitbekommen. So bewarb sich Emre Can mit seinem nahezu körperlosen Auftritt erst für einen Platz in der Conference League, um später dann durchaus zweikampfstark aber ebenso uneinsichtig vor die Mikrofone zu treten. Auch er, das ist sicher, hat die Champions League Hymne als Klingelton. Aber immerhin, das wissen wir seit vergangener Woche, wird zumindest ein Dortmunder im kommenden Jahr wieder bei den Großen mitspielen. Barcelona, Madrid, Hauptsache Raiola. Wäre Haaland Rapper, der dicke Italiener wäre sein überaus behaarter Rücken. Was uns ohne Überleitung aber mit einer gewissen Übelkeit gleich nach Berlin bringt, wo sich Anstand und Moral ebenfalls einen Brückentag genommen haben. Denn dort nun ist Pal Dardai vor Schreck der 150 Euro Rotwein aus der Nase gelaufen, nachdem sein Torwarttrainer Zsolt Petry der regierungsnahen Zeitung Magyar Nemzet ein stramm rechtes Interview gegeben hat, in dem er nicht nur seinen Leipziger Landsmann Peter Gulacsi wegen dessen Einsatz für die Rechte Homosexueller kritisierte, sondern auch gleich noch die kontinentale Flüchtlingspolitik. Zsolt und Vorurteil. Schlimmer wäre es für die Hertha wohl nur gewesen, wenn Salomon Kalou das Interview auch noch für Facebook Live mitgeschnitten hätte. So bleiben aber, mit Blick auf Gulacsi und Petry, zumindest zwei Erkenntnisse hängen. Erstens, es macht sehr wohl einen Unterschied, hinter welchem Orban man steht. Und, zweitens, der gute Petry trägt seinen Nachnamen durchaus zurecht. Frauke jedenfalls gefällt das. In diesen Sinne: Petry Heil. Und viel Spaß mit der Folge. Visual Vest: www.visualvest.de/mml Gutscheincode: MML Wechselpilot: https://www.wechselpilot.com/mml/ Gutscheincode: 15MML
01:17:41
Leute, heute ging es endlich mal wieder um jene Dinge, die uns besonders am Herzen liegen. Das Fernsehen und die alte BRD. Zwei alte Bekannte, die noch immer beste Unterhaltung bieten, sobald sie aufeinandertreffen. Auf Jagdschlössern. Oder in der bunten Kulisse der Sportschau. Weshalb wir uns am Wochenende, so hieß das früher, viereckige Augen geholt haben, weil wir, schlicht und ergriffen, nicht wegschauen konnten. Denn dort im Fernsehen saß plötzlich Jochen Breyer mit Uli an einem breiten Holztisch, um über Dietmar Hopp zu sprechen. Über das Hurensohn-Spiel, die Geste des Jahres in Sinsheim, die Eskalation im Konflikt mit den Ultras. Und Hoeneß schaute ihn an, den jungen Kollegen, in den kleinen Augen schon wieder die Hitze vergangener Duelle, in der Stimme das überhebliche Schnarren des Welterklärers, die ganze Abteilung Attacke in jeder Geste, und sprach dann einen der vielleicht schönsten Sätze über den Journalismus, den je ein Bayern-Manager gesprochen über Journalismus hatte. Seine ganz eigene, fast hintersinnige Definition eines ganzen Berufsstandes. Ihr macht euch das zu einfach, sagte er also, ihr versucht immer, beide Seiten zu verstehen. Und sah dabei aus wie ein übermüdeter aber dennoch zu allem entschlossener Pate, der nach dem Interview gleich auf den Hof von Thomas Müller gefahren ist, um sich einen Pferdekopf zu besorgen, den er Breyer bei nächster Gelegenheit unter das Kopfkissen legen wird. Dann folgte ein harter Schnitt. Dann nahmen wir die Fernbedienung in die Hand und wechselten den Kanal. Denn in der ARD schauten sie noch einmal noch weiter zurück. Auf 50 Jahre Tor des Monats. Mit allen erdenklichen Schnipseln und Zwischentönen. Mit fragwürdigem Liedgut und einem Nierentisch-Machismo, den man fast schon vergessen hatte. Absolutes Highlight dabei der Besuch bei Jürgen Wegmann, der immer noch die Kobra ist, und im Gym eines befreundeten Physiotherapeuten von seinen Übungen mit Bruce Lee erzählte, wobei er tatsächlich aussah wie die ungesunde Mischung aus William Zabka als Johnny Lawrence und Wotan Wilke Möhring als Method Actor in Lammbock. Schmal wie ein Gelenk und schnell wie ein Schatten. Vorher aber hatten die Archivare bereits einige Perlen der Peinlichkeit aus der Klamottenkiste geholt, die noch einmal zeigen sollten, wie Männer in bunten Sakkos früher noch Frauen in bunten Trikots begegnet sind. Fast 50 Jahre her. So wurde die damalige Starspielerin Beverly Ranger, auf Jamaika geboren und in London aufgewachsen, damals im Studio nicht nur von Ernst Huberty, sondern auch mit einem 50er-Jahre Gassenhauer empfangen, dessen Text man mindestens einmal gehört haben muss, um ihn zu glauben. Schön und kaffeebraun. Sind alle Frau’n In Kingston Town. Und weil das allein noch nicht reicht, gibt es hier zum Abschluss noch die Laudatio eines anderen Sportschau-Moderators zum ersten weiblichen Tor des Monats überhaupt, geschossen von Bärbel Wohlleben, 1974. Im Wortlaut jetzt, für euch also von den Lippen des Fernsehens abgepaust: Da habe ich gesehen, Sie hamm ja wirklich schon, das klingt so ein bisschen naiv, wenn ich das so sage, aber man ist ja erstaunt als Mann, richtige fußballerische Bewegungen. Das sieht alles sehr nett aus. In diesem Sinne: Viel Spaß mit der neuen Folge! + + + + Sichere Dir jetzt mit dem Code MML einen 50 Euro Gutschein für einen Online Shop Deiner Wahl. Alle weiteren Infos zu Chancen und Risiken der Geldanlage unter www.visualvest.de/mml ! + + + +
01:14:49
The Best never test. Und deshalb, liebe Freunde, haben wir uns als mittelmäßige Mittzvierziger (im Schnitt) natürlich noch vor der Aufnahme die Stäbchen in die Nase geschoben, als wäre der ganze Schnodder dort hinten feinstes, mit Blattgold überzogenes Sashimi vom Event-Japaner. Liebe Grüße an dieser Stelle an Jörg Dahlmann, mit dem wir auch ganz gerne mal eine kuschelige Nacht in Köpenick verbringen würden. Aber das ist eine andere Geschichte. Negativ getestet und gerade deshalb positiv gestimmt, haben wir uns erstmal hinein geworfen in die Fallzahlen eines Wochenendes, in der die Bundesliga mal wieder kein Mittel gefunden hat gegen die bayrische Mutante, diesem Monster, das immer dann erwacht, wenn der erste Schnee geschmolzen ist und die Viertelfinals aus dem Boden sprießen wie junge Krokusse. Die Punkte-Raffkes, so scheint es, werden das Ding auch diesmal nach Hause bringen. Auch, weil sie selbst unterzählig übermächtig sind. Am Ende, machen wir uns nichts vor, hilft da eigentlich nur die Ausgangssperre für Lewandowski. Obwohl er die in der gegenwärtigen Form wohl auch noch brechen würde. So bleibt uns nichts anders übrig, als es wie Jogi und Haaland zu machen und das schon leck geschlagene Boot auf dem schnellsten Wege zu verlassen. Doch während der eine noch Ceferins lustige Europatournee mitnimmt, ist der andere gleich nach dem Abpfiff vom Rhein zum Prado gefahren. Mit dem Dreirad, in unter vier Stunden. Hauptsache weg. Schließlich konnte man am Samstag allein in seinem Blick erkennen, wie sehr ihn die Sterblichkeit seiner Mitspieler persönlich beleidigt. Dagegen allerdings, lieber Erling Braut, hilft auch keine Impfung. Zumal der Norweger derzeit der einzige Dortmunder ist, dem die dafür nötigen Nadelstiche überhaupt gelingen würden. So bleibt dann auch alles beim Alten. Vor allem in Gladbach, wo sie wahrscheinlich bis zum Sommer keinen Nachfolger für Rose gefunden haben werden. Das wiederum wissen wir aus gut unterrichten Quellen. Da könnt ihr auf uns zählen. Und wenn nicht, auch egal. Denn wären wir eine Liege auf Mallorca, würdet ihr uns trotzdem reservieren. Mit jenem Handtuch, das ihr vor Jahren schon geworfen habt. In diesem Sinne: viel Vergnügen!
01:16:47
#WeDriveDiversity - der Talk von VOLKSWAGEN und FUSSBALL MML Fußball kann so viel mehr, als 90 Minuten. Fußball ist die einfachste Sprache der Welt. Für jeden Menschen der Fußball liebt, hat sie eine andere Bedeutung und für den Fußball sollten sollten eben diese Menschen auch eine ganz besondere Bedeutung haben. Davon lebt Fußball. Von der Vielfalt der Menschen. Im Rahmen der VOLKSWAGEN TAILGATE TOUR hat man uns gebeten, euch diese Vielfalt näherzubringen, besondere Menschen zu portraitieren und mit ihnen über Vielfalt im Fußball zu sprechen. Maik besuchte dabei den Deutschen Blindenfußball-Meister MTV Stuttgart. In seinen Reihen spielt Alexander Fangmann. Als 8-jähriger spielt er leidenschaftlich Fußball und hat Träume, wie so viele in seinem Alter. Doch dann löst sich seine Bindehaut. Die Ärzte können nichts für ihn tun, er erblindet vollständig. Heute ist er Inklusions-Manager beim Württembergischen Landessportbund und achtfacher Deutscher Meister im Blindenfußball. Lucas trifft Tuğba Tekkal. In Hannover geboren ist sie eines von 11 Kindern einer Familie mit jesidisch-kurdischen Wurzeln. Ihre Eltern kamen in den 70ern nach Deutschland, in kurzen Hosen gegen einen Lederball zu treten, war für Tuğba nicht selbstverständlich. Sie hat sich ihren Platz auf dem Platz erkämpft, kickt schon mal so manchen Jungen aus der Nachbarschaft schwindelig. Vom Bolzplatz kämpft sie sich weiter. Bis in die Bundesliga zum Hamburger SV und dem 1. FC Köln. Heute kämpft für andere. Sie gründet unter anderem SCORING GIRLS* und zeigt heute Mädchen, wie man durch Fußball stärker und selbstbewußter wird. Micky trifft terre des homme, das Herzensprojekt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von VOLKSWAGEN. Seit 1998 spenden sie für Bildungs- und Entwicklungsprojekte auf der ganzen Welt. Die Stellen nach dem Komma auf der Lohnabrechnung mögen für uns nicht viel sein, aber es die Solidarität und die Kraft der Gemeinschaft, die viele Menschen auf der Welt ein besseres Leben bedeuten. Corona-bedingt virtuell trifft Micky Beat Wehrle von terre des homme, Bernd Osterloh vom Konzernbetriebsrat Volkswagen und vor allem Ingrid Mendonca, die Regionalkoordinatorin von terre des homme Indien. Sie koordiniert eines der Projekte, in denen international mit Leidenschaft und Engagement versucht wird, mit Fußball den Menschen zu einem besserem Leben zu verhelfen. Beeindruckende Projekte, beeindruckende Menschen, die wir dann zusammen mit den Vfl-Stars Zsanett Jakabfi und Josuha Guilavogui nach Wolfsburg zum WE DRIVE DIVERSITY TALK eingeladen haben. Ein Gespräch, so vielfältig wie das Leben. Hier geht es zur ganzen Sendung für Vielfalt und gegen Diskriminierung. #wedrivefootball #WeDriveDiversity #VWTailgateTour
01:15:18
Loide! Und nun dreht sich das Karussell, ist im Himmel gleich wieder Jahrmarkt. Weil Jogi Löw, der sich in den vergangenen drei Jahren stoisch ins Abseits gemerkelt hat, endlich seinen auch schon sehr alten Hut nimmt und auf einem mit Sommersonne betankten Coffee Racer zurück in den Breisgau fährt. Womit er neben viel Erleichterung aber auch eine zumindest mittelgroße Lücke hinterlässt, die nun geschlossen werden muss. Und schon greifen die gewohnten Reflexe, werden die üblichen Verdächtigen in Überlebensgröße auf die Leinwand der Spekulationen geworfen. Gesichter im Konjunktiv. Könnten sie denn? Würden sie womöglich? Viel Hoffen, viel Bangen und natürlich auch Ferndiagnosen, die vom Heimweh nach Erfolg erzählen. Aber der Reihe nach. Da ist, sowieso immer schon, Jürgen Klopp, der in Liverpool gerade seine Abschiedssaison beim BVB nachtanzt und nicht mehr so genau weiß, ob ihm das eigene Lächeln noch passt. Den wilden Wünschen der Deutschen allerdings hat er sogleich den Zahn gezogen. Klopp, so viel ist klar, wird eher nicht von der Mersey an den Main wechseln. Wer will es ihm verdenken. Liverpool, das sind die Beatles, Gerry and the Pacemakers, Elvis Costello. Frankfurt ist Snap! Da bleibt er lieber in seiner lichtdurchfluteten Küche und wartet am Fenster, bis Steven Gerrard irgendwann aus seinem Ranger steigt. Beim DFB dürften sie mit dieser Ad-hoc-Absage gerechnet haben und ohnehin längst ganz anders planen. Mit einem durchaus alten Bekannten, der bereits bewiesen hat, dass er die Nationalelf entscheidend wiederbeleben kann. Schließlich war es Hansi Flick, der die Standardsituationen vor der WM 2014 aus der Mottenkiste der Geschichte geholt und damit jene Macheten geschliffen hat, mit denen sich die Deutschen durch das Dickicht des Turniers schlagen konnten, vom Campo Bahia bis nach Rio de Janeiro. Nun endlich könnte er der Welt zeigen, dass er schon lange besser ist als Jogi. Allerdings wissen auch die Bayern, wen sie da unter Vertrag haben. Und eher würde Kalle seine Uhren verzollen, als jetzt seinen Trainer freizugeben. Weshalb der Hansi dort in München so fest im Sattel sitzt, dass ihm selbst der galoppierende Schwachsinn der anderen nichts anhaben kann. Und wer sechs Titel hat, braucht am Ende auch keinen fünften Stern. Bleiben noch Ralf Rangnick und, kein Scherz, Lothar Matthäus. Die großen Außenseiter, jeder für sich schon ein Statement. Denn Rangnick wäre die bitter nötige Zumutung, ein Erneuerer mit Flipchart. Wie Klinsmann, nur mit Fußballsachverstand. Und Matthäus, immerhin vom Kaiser unterstützt, wäre die große Pointen eines sehr langen Treppenwitzes. Rangnick allerdings wird wohl eher seinem heimlichen Heimweh und damit den Königsblauen in die Zweite Liga folgen, also lieber mit Schalke in den Keller gehen als mit Keller nach Katar. Und Lothar Matthäus, der noch nicht Kult ist, aber irgendwie immer noch BILD, kann beim DFB allenfalls das Maskottchen für die EM 2024 werden, weil der neue Job nun mal auch zu den Schuhen passen muss. So wird es am Ende wohl doch Stefan Kuntz. Die Säge. Aber vielleicht ist das ja genau das richtige Werkzeug, um beim DFB etwas Neues aufzubauen.
01:05:46
Loide! Ein Jahr Geisterspiele, so weit sind wir also gekommen. Und obwohl der Grusel nach und nach Routine zu werden scheint, die Gespenster als Maskottchen auf der Tribüne sitzen, Schreihälse und Ölzeugwarte auf den andernfalls verwaisten Sitzschalen, ist es doch immer noch zum Fürchten. Weil die gähnende Leere ein Abgrund ist, in den wir schauen müssen. An jedem verdammten Samstag, zu jedem vermeintlichen Topspiel, in jeder ellenlangen Minute. Und weil uns auch sechs Tore, das ganze Spektakel, nicht über das Offensichtliche hinwegtäuschen kann. Wir vermissen das Stadion, aber vermissen vor allem uns selbst. Wir schauen auf die Plätze und sehen uns nicht. Die Tribüne als blinder Spiegel. Ein Bild, das nicht mehr wimmelt. Ein Bild, das an uns zerrt. Das Stadion nur noch eine Arena, der Sprecher eine einsame Stimme, die kein Echo erzeugt. Humba, humba, tätehä? Dann sitzen wir allein vor dem Fernseher, Atmosphäre allenfalls aus der Konserve, der Meister eventuell aus der Dose, und denken zurück. An die Nachmittage mit Freunden, mit Müttern und Vätern. Halbvier, das war nie nur eine Anstoßzeit, ein flüchtiger Blick auf die Uhr. Es war ein Versprechen, eine Verabredung. Ja, wir werden da sein. Gemeinsam, eng an eng, andere auch schon dicht an dicht. Und uns im Chor versichern, immer wieder, dass wir nicht alleine gehen werden. Nie wieder. Darum ging es vor allem. Das Spiel, das merken wir jetzt, war immer nur Anlass, das Stadion immer nur eine Schüssel. Ohne uns nur Beton. Wir kamen, um es zu schmücken. Trugen die Zuversicht als Girlanden, setzten dem Ganzen die Krone auf. Und, seien wir ehrlich, wir brauchten das auch. Für uns, als Ventil. Im Stadion, sagt Fritz Eckenga, da entmenscht man sich. Da ist man nicht nur Zuschauer, da stellt man sich selbst in den Wind. Die Faust geballt, die Überzeugung tausendfach im Rücken. Im Stadion, Südtribüne oder Nordkurve, da weiß man nun mal, wo man steht. Da kann man die Richtung vorgeben, in der letzten Reihe dem Himmel schon nah. Im Stadion, da kann man nochmal gemeinsam außer sich sein. Zusammen dümmer als sonst, größer als die anderen. Immer schlauer als die da unten. Und immer lauter als die da oben. Sowieso. Das alles fehlt. Was bleibt, sind die Erinnerungen. Sie müssen die Lücken jetzt füllen. Ein Jahr Gespenster. Und natürlich hoffen wir alle, dass der Spuk bald vorbei ist.
01:04:54
Liebe Freunde, willkommen zum Duell um die Feld. Die große Fleischbeschau, von der ihr euch gern eine Scheibe abschneiden dürft, weil wir uns wie immer gut gewürzt hinein geworfen haben in diesen herrlichen Sud, den wir Bundesliga nennen. So sitzen wir am gedeckten Tisch, das Lätzchen um den dicken Hals, das Skalpell zwischen gesenktem Daumen und erhobenem Zeigefinger. Drei Männer, die nicht wissen, wie Sparflamme geht und deshalb immer ein Geschmäckle hinterlassen, oben am Gaumen noch die Reste vom Wochenende, klebrig und hüftspeckig. Also die echten Schoten für alle, die sich nach guter Unterhaltung verzehren. Damit grillen wir die Schalker und kochen, gar nicht so einfach, trotzdem unser eigenes Süppchen. Und weil Liebe bekanntlich durch den Magen geht, servieren wir euch am Ende noch die ganz großen Klassiker. Dortmunder Allerlei, 200 Gramm vom wilden Eberl und ein paar bayrische Haxen, natürlich fett- und reklamierarm. Wer da nicht noch Bock auf Dessert bekommt, der hat sich selbst nie geliebt. Wir wünschen guten Appetit!
01:02:48
Liebe Hörer, Podcast-Aufzeichungen, die Gespräche darin, entwickeln oft eine eigene Dynamik. Dann gibt eins das andere, damn jagt ein Thema das nächste. Im Eifer das Geschwätzes. Manchmal geht etwas verloren darin. So haben wir heute über Frankfurt gesprochen aber nicht über Hanau, über das Traumtor von Amin Younes, nicht aber über das Zeichen danach. Dabei wird es das Bild sein, das hoffentlich bleibt. Das dunkle Trikot, ein Gesicht darauf und ein Name. Die tatsächliche Geste des Jahres. Ein wichtiges Gedenken, ein kurzes Innehalten. Für die Opfer eines heimtückischen, widerwärtigen Verbrechens, das ebenfalls nicht vergessen werden sollte. Deshalb schreiben wir an dieser Stelle nicht über den Inhalt dieser Sendung, nicht über das, was war. Sondern über jene, die fehlen. Sie heißen: Gökhan Gültekin Sedat Gürbüz Said Nesar Hashemi Mercedes Kierpacz Hamza Kurtović Vili Viorel Păun Fatih Saraçoğlu Ferhat Unvar Kaloyan Velkov Neun Menschen. #saytheirnames Danke. ++++ Du brauchst dringend neue Klamotten? Dann hat unser Werbepartner Asket sicherlich etwas Passendes für Dich: www.asket.com Schaut doch mal bei unserem Werbepartner Disney+ vorbei und sichtet die große Film- und Serienauswahl: www.disneyplus.com/de-de/
00:36:02
Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose. Ihr habt es nicht anders gewollt. Viel Spaß!
01:08:57
Junge, Junge! Da setzen die Bayern einmal nicht den Kalle aufs Podium, weil sie die Gemüter beruhigen wollen, nachdem der Schnorchler mit der Taucherbrille mal wieder den perfekten Sturm entfesselt hat, und müssen dann mit ansehen, wie der Hansi die hauseigene Abteilung Attacke übernimmt und zum Sturm auf das Willy-Brandt-Haus aufruft. Womit Flicks Pressekonferenz aber auch nur das sehr passende Ende einer sehr irren Woche war, in der sich der Fußball mal wieder größer gemacht hat, als er eigentlich sein sollte. Denn hinter uns liegen sieben Tage, irgendwo zwischen Katar und Katharsis, die gezeigt haben, dass Demut und Anstand weit weniger wiegen als Schlagzeilen und vermeintliche Lorbeeren, die von Scheichs und Scheichsfreunden verliehen werden. So ging es also vor allem um Titel. Im Namen, im Briefkopf, auf der ersten aller gelben Seiten. Und eher nicht um das Spiel selbst. Womit uns nun die doch eher undankbare Rolle zufällt, diesen Wahnsinn für euch, liebe Hörer, ein klein bißchen erträglicher zu machen, indem wir ihn mit dem Seziermesser in verdauliche Häppchen schneiden und jeden Bissen erstmal vorkauen, bevor ihr ihn dann schlucken müsst. Wem bei dieser Vorstellung bis hierhin noch nicht der Appetit vergangen ist, der darf also gerne reinhören. Bei Fussball MML, dem Fiete Gastro unter den Erfolgspodcasts. Dem schnellen Futter für ein langsames Erwachen. Viel Spaß! +++++++++ Sichere Dir jetzt 5% Rabatt mit dem Gutscheincode MML auf alle Superfoods, Snacks, Nüsschen und vieles mehr der KoRo Drogerie unter www.korodrogerie.de ! Du hörst nicht nur Podcast, sondern bist auch Hörbuchfan? Dann sichere Dir jetzt einen Gratismonat bei BookBeat und besuche die Landingpage: www.bookbeat.de/mml
01:11:24
Leute, willkommen zum Talk im Elfenbeinturm. Live vom Flughafen Berlin-Brandenburg, mit Kalle und Uli auf der Landebahn. Den zwei Rollfeldherren, die gar nicht mehr wissen, wie es ist, für ein paar Stunden nicht abzuheben. So mussten sie, liebe Grüße auch an Peter Flore, am Boden bleiben und lauwarmes Wasser aus der Toilette trinken. Denn vorm BER sind alle gleich. Immerhin wurden ihnen bei der Ankunft in Katar nicht auch noch die Pässe abgenommen. Auch wenn Franz Beckenbauer da wohl ein Auge zugedrückt hätte. So aber heißt es jetzt erstmal: Halbfinale Doham. Für Deutschland, für die Freiheit! Ein Wintermärchen. Und am Ende stehen Tausende am Brandenburger Tor. Mia san mia, wir sind wieder wer! Woher die Häme, fragt ihr zurecht. Nun ja, wir haben nichts anderes. Nur Kapitulation vor den Bayern, die zentnerschwer auf der Spannung liegen wie der Neuschnee auf Dortmund. Wo sie sich Hitze wünschen, aber nur Hitz bekommen. Was im Vergleich mit Neuer in etwa so ist, als würde man versuchen, sein Auto mit bloßen Händen freizukratzen. Kein Frustschutzmittel, nirgends. Weshalb wir die Bundesliga hintenraus auch gleich wieder verlassen, um uns einem anderen Derby zu widmen. Jürgen gegen Pep. City gegen Liverpool. Ein Spiel, das Spuren hinterlassen hat. Und die eine Frage dazu: Ist Klopp jetzt am Ende? Spoiler Alert: wir wissen es nicht. Aber den Abgesang, der vielleicht gar keiner ist, könnt ihr hier hören. Denn wir sind wie immer schon seit Freitagabend abflugbereit. Viel Spaß!
01:04:12
Pünktlich zum Pokal ist Fussball MML wieder bei SPORT1 Maik Nöcker, Micky Beisenherz und Lucas Vogelsang diskutieren nach dem Achtelfinale zwischen Wolfsburg und Schalke über das Spiel, den Videoschiedsrichter und die überraschenden Ergebnisse der aktuellen Runde. Die größte Pokal-Sensation ist aber: Lucas stellt Fragen wie ein echter Journalist – und bringt damit sogar Wölfe-Sportchef Jörg Schmadtke zum Lachen! Weitere Erkenntnisse des Abends: Der Torwart sollte nicht immer der beste Mann sein, Oliver Glasner ist trotzdem happy und der MML-Fluch trifft diesmal Leverkusen. Und zwar hart!
01:09:01
Leute, was soll denn das? Da wacht man am Sonntag auf, nichtsahnend und taufrisch, taumelt zur Kaffeemaschine, startet den Doppelpass als Hörspiel, und erfährt dann, als erste Meldung gleich, dass Khedira nach Berlin kommt. Ein letzter Scherz zum Deadline Day? Mitnichten. Die meinen das tatsächlich ernst. Und holen den Weltmeister zur Hertha. Was eine geile Nachricht gewesen wäre, allerdings 2016. So ist dieser Transfer jetzt vor allem ein Armutszeugnis, das sich der Verein selbst ausgestellt hat. Eine Vogelscheuche auf einem längst vergifteten Acker. Und überhaupt, wenn man schon einen ehemaligen Nationalspieler mit umfangreicher Krankenakte aus Italien zurück in die Hauptstadt holt, dann doch bitte den Prinzen, der ihn lang schlägt, weil vorne der Bruder lauert. Klare Sache, Fredi Bobic sollte es sich zweimal überlegen, ob er bei einer alten Dame unterkommen möchte, die sich gerade wieder mit alten Männern einlässt. In Frankfurt, fixe Idee, stimmt wenigstens der Applaus. Womit wir, ohne vernünftige Überleitung, aber mit viel Beifall für den Moment, auch gleich in Wolfsburg landen, wo Jörg Schmadtke auf Kritik und Komplimente gleichermaßen sparsam reagiert. Ein Achsenzucken.Der Erfolg allerdings, er ist da wie Barbara Salesch, gibt ihm recht. So nicken wir anerkennend, rühren mal wieder die Werbetrommel, ereifern uns noch ein bisschen und packen am Ende auch den Elefanten im Raum bei den Stoßzähnen, um selbst noch mal ein paar rote Karten zu verteilen. Und damit, liebe Hörer, wünschen wir euch wie immer viel Spaß!
01:06:20
Dickes B oben an der Spree, im Sommer tust du gut und im Winter tut's weh. Willkommen, liebe Hörer, zur Sonderfolge West-Berlin. Ähm, eine Stadt sucht einen Trainer. Mit Ralf Rangnick als dem üblichen Verdächtigen, das Fahndunngsbild mit dem Filzstift auf die Taktik-Tafel gemalt. Vorerst aber soll es ein alter Bekannter richten, der Dardai. Also Pal plus Zecke Neuendorf, Stallgeruch gegen den Muff des Mittelmaßes. Der immer lächelnde Ungar wird damit sein eigener Nachnachnachnachnachfolger und muss als Feuerwehrmann den Feuerwehrmann ersetzen. Die einzig gute Nachricht ist hier, dass neben Labbadia auch Preetz gehen musste, ein Manager, der dem plötzlichen Reichtum zuletzt immer häufiger mit geistiger Armut begegnet ist. Und damit geben wir ab nach Dortmund. Weil, wer Preetz sagt, irgendwann auch Zorc sagen muss. Leider. Aber beim BVB ist die Trainer- längst zur Standardfrage geworden und damit auch zum Armutszeugnis für die Verantwortlichen. Anders sieht es hingegen in Frankfurt aus, wo Fredi Bobic die richtigen Spieler für den richtigen Trainer holt und nebenbei eine alte Freundschaft wiederbelebt hat. Jetzt wackeln selbst die ganz alten Rekorde. Und weil wir das alles in schwer bekömmliche 70 Minuten gepresst haben, werden euch, hörthört, jetzt immerhin die Ohren schlackern. Viel Spaß! +++++ Die KoRo Drogerie - dein Onlineshop für naturbelassene und haltbare Lebensmittel, mit der besten Qualität zu einem fairen Preis. Mit dem Code MML erhältst du 5% bei deiner nächsten Bestellung. Einfach bestellen unter www.korodrogerie.de und besser snacken!
01:04:17
Leute, im Käfig Bundesliga haben die Affen mal wieder Theater gespielt. Da wurde Gift und Galle gespuckt, mal oben gezogen, mal unten getreten und am Ende auch wieder lautstark gegen jede Regel verstoßen. Feinstes Idiotenballett, der Muss-Kacka-Prinz. Dazwischen wurde zudem feinster Kitsch aufgeführt. In Frankfurt vor allem. Erst die große Rückkehr des verlorenen Sohnes, dann der tränenreiche Abgang des in die Jahre gekommenen Vaters. Da musste selbst der Unparteiische sein letztes Hemd geben. Tränen, Tore, Temperamente, während sich der Rest der Aufführung jedoch wie eine einzige Retrospektive anfühlte. Ein Rückfall in längst vergessene Zeiten, in den vor allem für die Bayern goldenen Herbst, weil sich die Verfolger mal wieder an die Gesetzmäßigkeiten der Serie erinnert und dann artig Spalier gestanden haben, während die Münchner einer schneebedeckten Herbstmeisterschaft entgegen humpeln durften. Weshalb natürlich auch Thomas Müller wieder gut Lachen hatte. Ganz so, als wäre er mit 4 PS dem nächsten money shot entgegen geritten. Aber das ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Und bevor nun endgültig der Gaul mit uns durchgeht, rühren wir lieber die Werbetrommel und wünschen euch wie immer: Viel Spaß! +++++ Die KoRo Drogerie - dein Onlineshop für naturbelassene und haltbare Lebensmittel, mit der besten Qualität zu einem fairen Preis. Mit dem Code MML erhältst du 5% bei deiner nächsten Bestellung. Einfach bestellen unter www.korodrogerie.de und besser snacken!
01:10:48
Ja, was denn nun, liebe Liga? Man kann doch nach diesem uneigentlichen aber wenig uneitlen Spieltag eigentlich nur den Kopf schütteln. Über eine Saison, die sich partout nicht entscheiden, sich gar nicht erst festlegen möchte. So wechseln wöchentlich die Zuschreibungen. Schalke, diese zahnlose Bahnhofsnutte hat sich jetzt noch mal aufgerafft, die Mission verlassen, als wäre sie plötzlich auf einer Mission. Und Matthew Hoppe, dieser amerikanische Markus Happe, macht am Ende drei Buden. Als Kinderüberraschung für all jene, die jetzt vom Erwachsenenfußball schwärmen. So selbstverständlich und schön zumal, als wäre er der alte Raul, nur eben mit der jugendlichen Mischhaut von Christian Ziege. Und damit natürlich auch das andere königsblaue Gesicht. Damit also schöpft Schalke neue Hoffnung, während die Bayern ganz offensichtlich nur dann gewinnen können, wenn sie zuvor eine Respektschelle bekommen haben, man sie also erst provozieren muss, damit sie reagieren. Mit der Führung im Rücken allerdings stehen sie zu hoch, fallen dann tief. Die Gladbacher hingegen haben den Bären erlegt und sind trotzdem diejenigen, die im Sommer um ihre Haut fürchten müssen, weil ihnen spätestens dann die Felle wegschwimmen werden. Nun ja. Bleibt noch der BVB, der unter Edin Terzic den Kampf für sich entdeckt hat. Das verspricht eine gute Rückrunde. Auch, weil sie ja im Mittelfeld jetzt eine Achillesferse weniger haben. Gute Besserung an dieser Stelle. Und sonst? Haben wir mit dem Lexikon auf den Knien dem Doppelpass gelauscht, um jenen, die Sonntags immer mit der Strichliste vor dem Fernseher sitzen, eine kleine Geschichtsstunde zu erteilen. Als Hinterbankdrücker mit erhobenem Zeigezeh. Immer schon eher Bernd als Wolf Schneider. Fussball MML, das ist nunmal auch Deutsch fürs Leben und Historie zum Anfassen. Viel Spaß! +++ Amazon Gutschein von CLARK: Anmeldung mit dem Code "FUSSBALL30" unter www.clark.de (Deutschland) oder www.goclark.at (Österreich) oder direkt in der App.
01:08:15
Leute, wir haben uns heute stellvertretend für die Kurve in die Kurve gestellt und ein bisschen in die dröhnende Stille der Stadien gebrüllt, haben unsere Pfandbecher mit handwarmen Thesen und hochprozentiger Systemkritik gefüllt und sie mit Maiks Tennisarm wütend auf den Rasen geschleudert. Weil sich der Fußball gerade wieder vom Fußball entfernt, 973 Tage vor dem Beginn der WM in Katar. In Dortmund etwa machen sie jetzt in Cryptowährung, wollen damit Nähe schaffen zum Fan in der Ferne. Schaffen damit aber vor allem Distanz zum Fan vor der Haustür, weil man sich einen Token nunmal nicht an die Kutte nähen kann. Und auf Schalke, trauriger Nachbar, hoffen sie nun wieder auf die Millionen vom Clemens, da fordern selbst die Spieler Verstärkung, weil sie selbst keine mehr sind. Unhaltbare Zustände. Das, so der Gedanke, hätte es mit Publikum nicht gegeben. Da hätte die Kurve eine rechte Gerade verteilt, da wären die Pfiffe zu hören gewesen, parteiisch und penetrant. So aber hören die Vereine derzeit nur ihr eigenes Echo, keine Wand nirgends. Und auch keine Konfrontation. Weshalb wir, liebe Fans, diesmal nicht nur uns, sondern auch denen da oben ins Wort fallen, wieder lauthals dazwischen quatschen. So bieten wir Sprechchöre, die allein auf Hörensagen beruhen. Als Gatekeeper der guten Laune, als Ehrenmänner auf der Ehrenrunde, irgendwo zwischen GenZ und Jetset, zwischen Bitcoin und Bitburger. Dafür stehen wir mit unserem Namen. Meinung mit Lachers, ihr habt es ja nicht anders gewollt. Also Ruhe jetzt und natürlich viel Spaß!
01:09:47
Leute! Wir sind, man kann es nicht anders sagen, über die Feiertage körperlich aber vor allem moralisch verlottert. Maik hat sich mit der Familie abgesetzt, um in den Bergen einen veritablen Skimaskenball zu feiern, während Micky schon in Köln ist, um die Plastikpalmen für den nächsten Dschungel aufzublasen und ganz nebenbei die ersten Emu-Klöten vorzukosten. Lucas hingegen ist in Berlin verblieben, um an nur zwei Tagen alle sieben Staffeln von Sons of Anarchy durchzusuchten, als wäre die Biker-Operette tatsächlich Meth für die Augen. Seitdem liegt er im Wife-beater auf der Couch und tätowiert sich selbst ein Herzchen auf den Steiß. Mit einer Nadel und jener Tinte, mit der zuvor bereits die Verträge von Christian Gross auf Schalke und Christian Heidel in Mainz unterschrieben wurden. Fear the Riether! So ist also in der letzten Folge dieses sehr langen Jahres im Grunde wieder alles beim Alten. Denn wir bieten euch auch diesmal den gewohnten Whitetrashtalk, irgendwo zwischen Bananenflanke und Frankfurter Applaus, und dazu die durchaus dreiste Dialektik dreier Dummschwätzer. Und widmen diese Alliteration dem großen Rainer Holzschuh. Zum Abschied und zum Abgewöhnen. Viel Spaß!
01:17:41
Live im Fernsehen! Live aus Braunschweig! Die Volkswagen Tailgate Tour live! Der DFB-Pokal geht weiter – und somit auch die Volkswagen Tailgate Tour! Micky, Maik und Lucas gehen in die zweite Runde – mit tatkräftiger Unterstützung ihres eigenen Barmanns Nils. Sie diskutieren über die selbstgeschnittene Haarpracht von Lucas, den phänomenalen Auftritt von Micky und den Sohn von Wayne Rooney. Und nebenbei spricht Fussball MML über das Pokal-Spiel des BVB gegen Braunschweig inklusive einer Zusammenfassung in Gedichtform von Nils! Und selbstverständlich auch über den Sieg des FC Schalke 04. Kann es eigentlich ein schöneres vorweihnachtliches Geschenk geben?
01:13:38
Leute, Leute! Bei uns ist heut schon Weihnachten, hier jagt ein Feiertag den nächsten, quasi Gegenpressing im Advent, Forechecking mit der Kerze in der Hand. Heiter, immer heiter! War ja auch schon wieder die Hölle los. Weshalb wir, alles für die Fans, schon am frühen Sonntag Morgen zum Mikrofon gegriffen haben. Zwischen Gottesdienst und Doppelpass, wenn man so will. Die einen noch im Nacht-, die anderen schon im Kettenhemd. Willkommen also zum irrationalen Frühschoppen, dem literarischen Terzett. Oder wie es demnächst heißen wird: from Grass till Dorn! Ihr merkt, wir waren tatsächlich in beeindruckender Frühform. So haben wir euch ein ordentliches Omelette gebraten. Verrückte Hunde, die wissen, was in die Pfanne gehört. Polnische Glücksgefühle und traurige Pillen, schwarzgelbe Kitschkrieger und königsblaue Jahrhunderttränen. Dazu noch fair gehandelte Bauchmuskeln und gut abgehangenes Fohlenfleisch. Geschmackvoller als jeder Satansbraten und farbenfroher als jede Götterspeise. Fussball MML, hier brennt der Baum, hier wackelt der Pudding. Also schaltet ein, wenn es wieder heißt: Körperklaus is coming to town. Frohes Fest!
01:31:16
Fans treffen, Stadionwurst essen, Atmosphäre aufsaugen, die Seele des Fußballs kennenlernen. Das ist die #VWTAILGATETOUR. Micky Beisenherz, Maik Nöcker und Lucas Vogelsang vom Podcast FUSSBALL MML sind unterwegs in Fußball-Deutschland. Im Stadion, in Fankneipen oder einfach auf dem Parkplatz. Sie treffen Fans und Funktionäre und plaudern mit ihnen. Getreu dem Motto: Fußball ist für alle da. Mehr dazu unter: https://www.volkswagen.de/de/marke-und-erlebnis/wedrivefootball/highlights/vwtailgatetour.html Leute, wie die Zeit vergeht. Heute vor 30 Jahren, am 19.12.1990, traf die deutsche Nationalmannschaft im Neckarstadion auf die von Uli Stielike trainierten Schweizer. Eine besondere Begegnung, eine ganz und gar geschichtsträchtige Angelegenheit. Denn zum ersten Mal seit 1942 stand dort, in der Stuttgarter Eiseskälte, eine gesamtdeutsche Mannschaft auf dem Platz. Bundestrainer Berti Vogts hatte diese Partie deshalb zurecht als Wiedervereinigungsspiel bezeichnet und gleich fünf Spieler aus dem noch nicht ehemaligen Kader der gerade erst ehemaligen DDR nominiert. Neben Matthias Sammler auch Andy Thom, Ulf Kirsten, Thomas Doll und den Torwart Perry Bräutigam, der sich ein Zimmer mit Bodo Illgner teilen durfte, danach allerdings nie wieder eingeladen wurde. Sammer immerhin schaffte es in die Startelf. Und war damit der erste in der DDR geborene Fußballer, der mit dem Adler auf der Brust die Hymne singen durfte. Die anderen standen vor der Bank und sangen mit, historische Strophen. Nun, pünktlich zum Jubiläum, haben wir beschlossen, dass wir dieses Ereignis am besten mit unserer ganz eigenen Vereinigung feiern sollten. Weshalb wir uns die Kollegen vom Nachholspiel an die Seite geholt haben. Gemeinsam mit den drei Hobbyhistorikern aus München blicken wir nun also zurück. Auf den Abend in Stuttgart, die Gänsehaut des Bräutigams, den kurzen Anlauf des wortkargen Stürmer, die Szenen und Töne, so kurz nach dem Mauerfall. Und wir, Wendehälse im besten Sinne, Westfressen im Ostwind auch, schauen, was übrig geblieben ist, von der Euphorie, den großen Träumen und guten Wünschen dieser Zeit. Wo steht der Fußball im Osten heute? Und wieso steht er mitunter genau dort? Noch immer im Abseits, mal wieder am Scheideweg. So treffen sich in dieser Folge nicht nur zwei Podcasts, sondern auch Geschichte und Gegenwart. Und am Ende bleibt die Frage: Wie viel Einheit ist da wirklich, 30 Jahre nach der Einheit? Viel Spaß.
01:16:03
Leute, Weihnachten steht vor der Tür! Und Lucien Favre endlich auch. Nachdem der Schweizer die BVB-Bosse mit einer finalen Demonstration seiner soft Skills im Grunde dazu gezwungen hat, endlich harte Fakten zu schaffen. Eine nur folgerichtige Entscheidung. Weil eine Mannschaft, die nicht verteidigen kann, keinen Trainer haben sollte, der sich ständig verteidigen muss. Jetzt also Terzic, der Borussen-Flick, die Bilic-Variante. Mit ihm und seinem Assistenten, so die Hoffnung, soll endlich wieder Dortmund in Dortmund sein. Addotore statt Adduktoren, ehrlicher Winterurlaub auf der Zeche statt Reha zwischen Ölfeldern. Irgendwas muss ja passieren. Weil die Saison für die Borussia sonst schon an Silvester gelaufen sein könnte. Die Konkurrenz, Obacht, schläft nicht. Und liefert derweil immer neue Szenen für den Jahresrückblick. In Leverkusen, in Wolfsburg, in Leipzig. Und auch in Berlin, selbst ohne Kruse. Ein großes Schauspiel vor leider leeren Rängen. Die Bundesliga, sie ist, jetzt mehr denn je, eine Bühne des Augenblicks. Sie verweilt nicht, sie hetzt dem nächsten Höhepunkt entgegnen. Ein Wundedaumenkino, ein Mittelfinger für das Mittelmaß. Gerade, das kann man ja auch mal feststellen, macht es einfach Spaß, ihr dabei zuzusehen. Weil alles offen ist. Die Türchen, der Ausgang, die Münder. Darüber, liebe Fans, haben wir natürlich gesprochen. Zwischen den Zeilen, zwischen zwei Werbeblöcken, zwischen laut dröhnendem Traktoren und einem Elefanten, der 60 Minuten im Raum stehen musste, ehe er dann doch noch die ihm angemessene Aufmerksamkeit erhielt. Das alles gibt es nun als Kassette bei Europa und natürlich wie immer als Podcast bei uns. Viel Spaß!
01:12:53
Leute, diesmal haben wir uns zum kleinsten Weihnachtssingen der Welt getroffen, um uns, Strophe für Strophe, wieder selbst in Stimmung zu schunkeln. Nach einem Adventswochenende, das wenig besinnlich war, dafür aber mehr Geschichten geliefert hat, als der Rutenplaner mit dem Rauschebart und der mit Lametta behängte Netflix-Algorithmus zusammen. Unsere Stiefel jedenfalls waren voll bis obenhin. Mit königsblauem Konfekt zum Beispiel, Geschmacksrichtung Zartbitter. Denn auf Schalke, alle Jahre wieder, brennt der Baum. Und vielleicht wird dieser Verein, tasmanisch depressiv, schon vor Knut Konsequenzen ziehen, um Platz für den nächsten Pressspan-Trainer zu schaffen. Vielleicht aber kommt auch einfach der Uerdingen Russe und wird im nächsten Jahr gleich zum Zweitliga-Zar. Warum nicht? Außer einem Bundesliga-Sieg ist in Gelsenkirchen gerade alles möglich. Beim Nachbarn in Dortmund hingegen coacht der Trainer weiterhin gegen die eigene Mannschaft und freut sich über einen Punkt als wäre es eine ihm gewidmete Pyramide aus Toblerone. Favre, der Applaus-Akrobat, ist längst der Alptraumtänzer an der Seitenlinie. Und Dortmund womöglich das neue Vizekusen. Das Spektakel gibt es derzeit mit Sicherheit in anderen Stadien. In München, wo Musiala der eigentliche Moukoko ist und Thomas Müller im Chaos wieder jene Räume findet, die sich zu deuten lohnen. In Leipzig, wo der Sohn von Patrick Kluivert trifft und ein kleiner Spanier als Weihnachtsengel auf dem Flügel lauert. Oder in Gladbach, wo die neue Torfabrik der Champions League steht und lässige Franzosen gute Geschichten am Fließband produzieren. So verbleiben wir passender Weise mit festlichen Grüßen, die doch so klingen wie die derzeit beliebtesten Vornamen im Ruhrgebiet: Feliz Navidad und Joyeux Noel! Und wünschen euch natürlich viel Spaß! Mit uns, den drei Säcken, die sich mit der Anson's-Kohle den nächsten Schlitten kaufen werden.
01:13:01
Leute, um Diego Armando Maradona noch einmal angemesen zu würdigen, haben wir diesmal Genie und Wahnsinn sehr dicht nebeneinander gesetzt. Stirn an Stirn, Satz an Satz. Ohne Abstand oder Denkpause. So ging es dann auch Schlag auf Schlag. Mit extra Sahne auf jeder Pointe, mit extra Geifer auf dicken Lippen. Man kann sagen, dass wir mit offenen Mikrofonen jongliert haben, jede Meinung übergewichtig, jedes Solo ein Gruß nach Buenos Aires. Vor allem aber haben wir, so als Staatstrauergäste, auch das Who is Who der MML-Familie eingeladen, damit sie dabei sind bei diesem Abschied. Franz-Josef Wagner, der wirklich kein guter Mensch sein möchte. Den Freund und Philosophen Wolfram Eilenberger, der Elsass-Lothringen annektieren wird, um den DFB zu retten. Und natürlich Calli, der uns noch eben gezeigt hat, wie man ein Straußenei in der Bettpfanne brät. Dazu gibt es frisch geputzte Schuhe, schlecht gealterte Gags und ein zwischen den Zeilen verstecktes Wort zum Sonntag. Also ran an Sarsch und mitjeheult, wie Betway Bernd sagen würde. Denn mehr Götterdämmerung wird es in dieser Woche nicht mehr geben. Viel Spaß!
01:16:43
Leute, diesmal haben wir uns gehen lassen. Montagfrüh, ihr kennt das. Das Wochenende noch wie Mehltau auf den ersten Sätzen, die Ohren stumpf, die Zunge schwer vom Portwein aus dem TetraPak. Fusel MML. So taumelten wir halb ohnmächtig durch die ersten Minuten, ohne Zugriff, ohne Gegenpressing, mutlos im Mittelmaß, traurig an den Mikros wie sonst nur Mark Uth. Die Körpersprache tonlos, die Gesichter fahl im Zwielicht fehlender Geistesblitze, unterspannt vor den Mikros wie sonst nur Jogi Löw. Am Ende aber haben wir uns, wie immer, doch noch an den eigenen Haaren herbei aus dem Sumpf des Unvermögens gezogen, mit ein bißchen Gaumen-Gymnastik, Zahlenspielen, wirren Vergleichen und kühnen Thesen, die von jetzt an wieder als Fragen im Raum stehen werden. Warum nicht mal Leverkusen? Holt Dortmund den Titel oder Manchester Haaland? Ist Gelsenkirchen das neue Berlin? Und darf man über Großkreutz sprechen, wenn man von George Best erzählt? Die Antworten darauf verbergen sich auch diesmal zwischen den Zeilen. Viel Spaß!
00:37:15
Wir sind im Grunde selber Schuld. Gestern noch saßen wir in der Sendung und ließen uns mitreißen, von der neuen Euphorie nach dem Überraschungserfolg gegen die Fußball-Weltmacht Ukraine. Und stimmten mit ein in den Chor der Optimisten. Wir sind wieder wer! Jetzt holen wir auch den Gruppensieg! Uns reicht ein Unentschieden! Ramos a la Playa! Und dann? Bekommt die deutsche Elf sechs Stück. Von Spaniern, die einfach nicht daran geglaubt haben, dass auch sie jetzt dran glauben müssen. Ganz im Gegenteil. Mit einfachsten Mitteln, Standardsituationen, Doppelpässen, zeigten sie Löw und der Mannschaft alle Grenzen und noch mehr Schwächen auf. Und die deutsche Nationalmannschaft ließ es geschehen, ließ dieses Debakel über sich ergehen, 90 Minuten iberisches Bukkake. Sevilla? Sie wollten nicht. Oder konnten es nicht besser. So oder so. Beides wäre ein Offenbarungseid, weil die Spieler in Weiß dann entweder gegen sich oder gegen den Trainer gespielt haben. Hinterher jedenfalls wurden die üblichen Fragen gestellt, da griffen die gängigen Reflexe. Löw raus! Müller rein! Aber so einfach ist es nun auch nicht. Wie schwer es allerdings wirklich ist, das könnt ihr jetzt hören. Viel Spaß!
01:12:20
Leute, es gibt nichts Schlimmeres als Länderspielpausen. Oder, wie es Thomas Doll sagen würde, nichts ist scheißer als ein 3:1. Vor allem, wenn Spiele mit Testcharakter am Ende keinen Charakter und noch weniger Tests besitzen. Es war ja am Ende allein Leon Goretzka und den Querdenkern zu verdanken, dass dieser Kick lediglich die zweitbeschissenste Veranstaltung in der jüngeren Geschichte der Stadt Leipzig war. Anders als die Reichsbürger am Rande hat der Münchner in der Mitte allerdings echte Muskeln spielen lassen und so, an einem weiteren Abend unter Wolken, für klare Verhältnisse gesorgt. Die Scherenschlagzeilen danach gehörten ihm, zurecht. Weshalb alles andere jedoch so ein bißchen in den Hintergrund gerückt wurde. Moukokos 16. Geburtstag, Boatengs Abschied bei den Bayern oder der Auftritt von Bibiana Steinhaus beim Doppelpass. Weil wir bei Fussball MML aber über ein goldenes Herz für das Abseitige und einen untrüglichen Instinkt für das Unangenehme verfügen, haben wir all diese Themen dann doch noch in die restlichen zehn Minuten dieser Folge gequetscht, kurz und schmerzfrei zusammengefasst wie sonst nur die anderen Sportarten am Endes des Sportstudios. Die Uhr lief da, wie immer, bereits gegen uns. Egal, jetzt geht es erstmal nach Spanien. Denn wir sind wieder wer! Viel Spaß!
01:06:48
In dieser Woche lag eine dunkle Wolke über Fussball MML, eine Wolke der Sehnsucht, eine Gewitterfront der Unverfügbarkeit. Weil Micky Beisenherz nach Estland geflogen war, um dort mit einem Zyklopen zu ringen, mussten Lucas Vogelsang und Maik Nöcker sehr lange auf ihre Sonne warten. So standen sie im Gegenwind vor dem Studio, schauten traurig auf die Uhr, rissen die Blätter vom Kalender und aßen sie weinend. Sinnloses Papier, nur gewürzt mit dem Salz ihrer Tränen. Sie dachten, sie hätten ihn verloren, den Strahlemann aus dem Privatfernsehen. So standen mit ihnen bald auch die bangen Fragen im Raum. Was nun? Wer sollte jetzt die Parodien apportieren, ihnen den Calli als Aas vor die Tür legen? Wer sollte es dem Jungen gönnen? Und überhaupt, wieviele Leben haben Tausendsassa? Dann aber, am fünften Tag, erspähten sie, wie Mainz auf Schalke, plötzlich einen Punkt am Horizont. Beisenherz! Er war tatsächlich zurück gekommen, verwildert und abgelutscht. Ihm fehlte nichts, außer Zeit. Er hatte, wie immer, eine Stunde übrig für die neue Folge! Hier, Ende der Sentimentalitäten, ist, was wir draus gemacht haben. Viel Spaß!
01:09:04
Die heutige Folge ist eine Textaufgabe, formuliert von drei Podcastprofessoren im gefühlt schwierigen Alter, irgendwo zwischen berufsjugendlich und Alkohol bedingt früh vergreist, drei halbwissenden Zahlenakrobaten, die einen Rechenschieber nicht von Julian Schieber unterscheiden können und bei großen Summen die Hände zur Hilfe nehmen müssen, damit etwas Zählbares dabei herum kommt Also: Wenn Mats Hummels 2014, im Viertelfinale gegen Frankreich, seinen 27. Geburtstag bereits hinter sich hatte und damit drei Jahre jünger war als Antonio Rüdiger heute, die ersten 20 Meter mit einer Geschwindigkeit von 13,6 Stundenkilometern zurücklegen konnte, wie alt ist dann Pelé? Kleiner Tipp: Hummels ist Sternzeichen Schütze. Viel Spaß beim Rätseln. Fussball MML, alles andere ist höhere Mathematik!
01:03:38
Es ist nicht ganz klar, wer jetzt worauf genau schon länger wartet. Karl Lauterbach auf den nächsten Lockdown oder Schalke auf den ersten Sieg. Aber das sind, wie immer, auch nur Zahlenspiele. Denn entscheidend ist, na klar, auf dem Platz. Und dort, wie einst beim Parkplatzsex in Bochum, wackelt der nächste Rekord. Tasmania, Gerd Müller, egal. Alles nur noch einen Hüftwackler, einen Ausrutscher weit weg. Die Liga zitiert sich selbst, und sägt an jenen Latten, die einst unerreichbar schienen. Was Maik Nöcker, Radiogesicht der alten Schule, dazu zwingt, die schon wieder gleichen Platten aufzulegen. Schalke als Abgesang, Lewandowski als Hymne. Serienhits zum Mitschunkeln, während Micky Beisenherz zum Rollkragen jetzt auch Fliege trägt, um endlich doch mal wieder vom Lanz eingeladen zu werden und Lucas Vogelsang sich erst einen Witze-Sabbat verordnet und hinterher gleich mehrere Filter über seine Sätze legen muss, um die neuen Westberliner Sorgenfalten zu kaschieren. Ha, Ho, Herbstdepression. So ist auch diese Folge nur eine Notdurft, verrichtet von drei Vulgärakrobaten, die in Teufels Küche ihr eigenes Süppchen kochen. Wir wünschen trotzdem einen guten Appetit. Und natürlich, wie immer, viel Spaß! Mit dem Gutschein Code "MML5" noch bis zum 3. November 5% auf Teufel Produkte sichern: http://bit.ly/TeufelMML
00:01:36
Samstag (24.10.) gehen wir auf TikTok im neuen FUSSBALL HUB Live! 18 Uhr, vorm Derby. Vormerken!
01:08:58
Rudy verliert einen Zahn, Götze gewinnt zum Einstand, Watzke riskiert eine wie immer schmale Lippe und im Doppelpass werden Özdemir, Draxler, Effe und Daum aufeinander losgelassen, als müssten sie noch das Brot zu den Spielen liefern. Mehr aber hatte das Wochenende dann auch nicht zu bieten. Der Liga, das spürte man, steckte die Länderspiel-Woche noch in den Knochen. Diese komplett überflüssige Pause, aus der nichts zurückbleiben wird außer Jogi Löw. Uns, das muss man so sagen, ging es da am Morgen ganz ähnlich. Die Knochen schmerzten noch, als wären wir am Vorabend mit Niklas Süle zusammen gestoßen, die Themen, die Sätze, die Pointen alles tropfte zäh und schnoddrig auf das Studiopult, die Zungen klebten am Mikro. Daum und Dümmer, ein Kaltstart. Ein Zustand bleierner Müdigkeit, verstärkt noch durch die Beschissenheit am Rande, durch konigsbraune Schreikrämpfe, die Zwischenrufe der Grobschlächtigen. Weil auf Schalke mal wieder ein paar Trottel bewiesen haben, dass Rassismus und Dumpfdeutschtum auch nach dem Abgang von Clemens Tönnies im Verein geblieben sind. Manchmal fehlen selbst uns die Worte, aber nichts sagen, bedeutet nun mal auch, dass die anderen, lautstark und plump, ihr Echo irgendwann für Zustimmung halten. Deshalb setzen wir ein Zeichen und widmen jedem der drei Moukoko-Tore einen unserer Buchstaben, schneiden sie aus und schicken sie nach Dortmund. Dann bleibt am Ende immerhin übrig, weswegen wir alle hier sind: Fussball. Viel Spaß!
00:38:32
Live im Fernsehen! Live von der Allianz Arena, im Windschatten von Kanzler Söder! Die Volkswagen Tailgate Tour Live! Die drei Jungs von Fussball MML diskutieren im strömenden Regen das Pokal-Spiel der Bayern gegen Düren. Und jede Menge anderer Themen. Eigentlich hauptsächlich andere Themen… Auf jeden Fall mit dabei: Micky als Uli Hoeneß und Christoph Daum. Maik, der Falschparker aufschreibt. Und Lucas als personifizierter Finger in den Wunden des FC Schalke 04. Die magische Nacht von München - hier in voller Länge!
01:06:33
Er hat den Scheiß schon einmal versucht. In Kiew, gegen die Ukraine. Dreierkette gegen den Außenseiter. Und schon damals nannte er das Ganze: Experiment. Als müsste dieses Bauerntheater am Ende noch mit Moritz Bleibtreu und Justus von Dohnányi in den Hauptrollen verfilmt werden. Der 11freunde-Liveticker gab diesem unwürdigen Schauspiel hinterher einen anderen Titel: Uncool Runnings. Wobei der Bob an der Seitenlinie stand. Seitdem sind neun Jahre vergangen. Andrij Schewtschenko, damals Starstürmer in der Anfangself, ist mittlerweile Trainer der Ukraine. Und Joachim Löw, aus unerfindlichen Gründen noch immer Bundestrainer, hat seither nichts gelernt. Er hat sich nur immer weiter entfernt, von den Fans, den Journalisten, den Kritikern. So schafft er es, gleichzeitig an einer Laterne zu lehnen und doch über den Dingen zu schweben. Von dort oben, das sagt er gerne, hat er das Großeganze im Blick, und meint damit wahrscheinlich vor allem sich selbst. Oder den DFB, der einst eine Otto-Fleck-Schneise in den Urwald getrieben und danach noch ein paar Bilanzen gefälscht hat. Nur wenn der Nationalelf jetzt sogar Lothar Matthäus und Bastian Schweinsteiger abhanden kommen, ist dieses Konstrukt auf Jahre hinaus untragbar. Auf der Suche nach Ersatz und Ablenkung könnte man nun nach Eindhoven schauen, wo Mario Götze der Welt zeigen möchte, dass er noch immer besser ist als Mario Götze. Oder in die Toskana, wo sich die Weltmeister von 1990 getroffen haben, um mit Thomas Berthold über die Maskenpflicht zu debattieren. Vielleicht auch eine Alternative für Deutschland. Wir sind jetzt allerdings erstmal gespannt, was Helm-Jogi, der alte Querdenker, als nächstes plant. Denn nach dem Spiel ist vor der Schweiz. Und wir bleiben, wie immer angemessen unneutral, für euch am Maskenball. Fussball MML, die seit Samstag nur noch zweitschlechteste Dreierkette dieses Landes. Viel Spaß!
01:07:29
Das Internet vergisst nicht, keine Zitate und keine Tabellen, keine Seitenhiebe und keine Aussetzer. Es ist das Elefantengedächtnis, mit dem man sich zum Affen macht, das Erinnerungsmonster, das dich verschlingt, weil du es vorher gefüttert hast. Es steht immer schon an der nächsten Ecke, im Schatten. Und wartet, auf den nächsten Trainerwechsel, den nächsten Deadline Day. Und dann spuckt es die alten Kamellen wieder aus, als hätte es sich an den Jecken verschluckt. Die Clowns, ungeschminkt und unvorbereitet, sind dann immer die anderen. Uli Hoeneß zum Beispiel, von Söldnern verfolgt. Oder Manuel Baum, vom eigenen Wagemut eingeholt. Sie werden am Ende vor allem mit sich selbst konfrontiert. Das Internet ist ein Spiegel, der keine Unebenheiten verzeiht. Und dann kommen wir und drücken die Mitesser aus, lachen über die Falten und Fehler, lehnen uns weit aus dem Fenster, unter dünnen Ärmchen das weiche Sofakissen der Satire. So brüllen wir in die Straße, in der auch am Wochenende wieder gespielt wurde. Und versuchen, von oben herab, für Unruhe zu sorgen. Als bierbäuchige Jubelrentner, die genau wissen, dass sie jederzeit die nächsten sein könnten, Visagen auf den Steckbriefen der Online-Polizei, und deshalb jedes Mal hoffen, dass niemand so genau hinhört. Viel Spaß!
01:11:41
Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen wir uns zurücklehnen und vom Blatt spielen, uns in unserem eigenen Fundus bedienen, die Narrenkappe aufziehen und dabei doch so tun, als wäre das alles die prächtigste Oper, das deutscheste Theater, die überhaupt größte Kleinkunst. Kabarett mit Kabak, Hamlet mit Hoeneß, Festspiele ohne Wagner. Und wir stellen die überhaupt besten Fragen. Rangnick oder Keller? Kopf oder Zahl? Effe oder Neffe? Dann legen wir die Trommel beiseite und spannen den Bogen, holen das Pergament aus der Satteltasche von Gaultier und schreiben einen Brief, lassen die Tinte trocknen und schließen das Kuvert mit einem Gütesiegel, unsere Meinung wieder lauwarmer Wachs auf geduldigem Papier. Und am Ende, berauscht von der eigenen Historie, von den Namen und Legenden, stimmen auch wir wieder ein in den Chor der Ahnungslosen. Schweizer Fantasien, westfälische Dynastien. Wir meinen doch auch, sie alle zu kennen. Dichter dran und trotzdem zu weit weg, das Chaos als Kanon, die wirklich alte Leier. Ihr kennt das Lied, liebe Hörer, als singt mit. Der Refrain geht in die Beine, der Rest bleibt im Kopf. Viel Spaß!
01:06:54
Leute, zum Auftakt der neuen Saison machen wir es wie die Bundesliga und feiern die Rückkehr der Fans, rücken wieder eng zusammen und suchen die Nähe der Mächtigen. So sitzen wir gemeinsam auf der Tribüne der Schaulustigen und melden uns aus den verschiedenen Stadien der Erregung. Aus München, wo auch die Schickeria ihre eigenen Gesetze hat und Gäste nicht mehr in Zelten bewirtet dafür aber in ihre Einzelteile zerlegt werden. Oder aus Dortmund, wo Teenager erst auf der Bugwelle des Erfolgs und dann auf dem Rücken eines norwegischen Büffels in den Sonnenuntergang reiten, während ihr Trainer die Kunst perfektioniert, gleichzeitig anatomisch unmöglich und doch aufreizend tonlos zu klatschen. Applaus für Menschen, die Angst vor Beifall haben. Eine Rabona, aus dem schweizer Handgelenk geschüttelt. Und am Ende trauen wir uns auch noch nach Bremen, an die Weser, wo es keine Wunder mehr gibt und der Spielfluss längst ausgetrocknet ist, die Angst wieder umgeht, auf den Rängen Abstiegsgespenster, die den roten Teufel an die Wand malen. Dort pfiffen die Fans, dann war Ruhe, weil sie doch genau wissen, dass ihr Verein zwischen den Zeiten gefangen ist, nicht so kann, wie er gerne würde. Das Schweigen, Dilemma. Für die gute Laune sind derzeit andere zuständig. Wir zum Beispiel. Auch, weil wir uns den Otto noch trauen, den Mirko und den Mario. Die alten Recken. Denn wir, liebe Hörer, bieten dem Fußball ein Zuhause, ein Wohnzimmer sogar. Und ihr dürft gleich mit auf die Couch. Viel Spaß!
01:09:17
Keine Durchschlagskraft, keine Achse, keine Ahnung. Machen wir uns nichts vor, die Mängelliste auf der Großbaustelle Hertha BSC liest sich wie eine ehrliche Analyse des Ist-Zustandes dieses Podcasts. Natürlich wollten wir mit den OMR-Millionen richtig angreifen, die Hackordnung (sic!) mal richtig durcheinander wirbeln, aber zu mehr als dem traurigen Jingle zur kühnen These hat es bisher leider nicht gereicht. Wäre das hier der Pokal, wir wären längst ausgeschieden. So aber machen wir einfach weiter wie bisher und gnadenfristen unser Dasein im Keller. Mit altbewährten Stanzen und gut abgehangenen Pointen. Und ab und zu grölt Uli Hoeneß dazwischen. Im Grunde, herzlichen Glückwunsch, ist im Studio in Hamburg mittlerweile alles wie beim Doppelpass mit München. Nur ohne Lobby. Und ohne Weißbier. Da kann man mal sehen, was passiert, wenn man den falschen Berater wählt. Da, Butter bei die Fische, werden selbst Big City Haie am Ende vom Piranha gefressen. Oder so. Wer trotzdem hören will, wie drei Schweine die Sendezeit mit Phrasen gefüllt haben, der möge einschalten. Alle anderen hören besser Rasenfunk. Viel Spaß!
00:58:37
Es gibt ja so Tage, da weiß man schon morgens, dass es im Grunde nur zwei Möglichkeiten gibt. Entweder das wird jetzt richtig großartig oder sensationell beschissen. Heute, liebe Hörer, war wieder so ein Tag. Weil Maik Nöcker den kurzen Weg von Berlin nach Hamburg statt mit dem Flugzeug (Regeneration!) lieber mit dem Zug zurück legen wollte und dafür mit dem üblichen Wahnsinn aus Stillstand vor Ludwigslust und lauwarmem Christinenbrunnen aus dem TetrakPak bestraft wurde. Vier Stunden später aber konnte er sich dann doch noch ins Studio schleppen und die Aufnahme einer Folge beginnen, die sich mindestens großartig beschissen, vielleicht aber auch sensationell richtig anfühlen wird. Beides möglich. Wir wissen es nicht. Aber, so viel sei vorab verraten, es ist auch diesmal alles drin, was reingehört. Miese Wortwitze aus der untersten Schublade, hölzerne Schleichwerbung für windschiefe Möbelhäuser, absehbare Tiraden aus den Untiefen der Abneigung (Löw raus! Nations League abschaffen!), komplett verstolperteTransfermarktanalysen und ein vollkommen überflüssiger Exkurs in die Schattenwelt der Politik. Und am Ende meldet sich auch noch Joachim Król aus Herne. Mehr geht nicht, weil wir mehr auch gar nicht können wollen. Aber, auch wahr, wer zu spät kommt, den bestraft das Label. Deshalb viel Spaß jetzt mit Fussball MML, dem Marcelo Bielsa unter den Podcasts!
01:01:14
Der Fußball, meine Damen und Herren, kennt keine Pausen. Er ist rastlos, gefräßig, unersättlich. Endspiele, Testspiele, Machtspiele. Irgendwas ist immer, irgendwo fällt immer das nächste Tor. Und wenn der Ball schweigt, sprechen die Spieler und Trainer, ein Toben und Tönen, dann werden Interviews lanciert und Schlagzeilen erzwungen. Als hätten sie Angst vor der Stille, den Momenten der Leere. In Barcelona, prominentestes Beispiel, darf Lionel Messi der Welt gerade noch einmal zeigen, dass er mehr ist als ein Verein. Und irgendwo hinter Freiburg schreibt Joachim Löw gemeinsam mit Franz Josef Wagner einen Brief an die Fifa, legt dann übergroße Torwarthandschuhe ins Schaufenster, macht damit auch wieder Werbung in eigener Sache. Der Bundestrainer fliegt diese Woche nach Spanien, er hat sonst keine Sorgen. Bald ist wieder Bundesliga, davor jedoch treffen sich die Nationen. League ohne Legends. Irgendwas ist immer, irgendwo fällt immer das nächste Tor. Machttestspiele, Testbildstrecken. Bald ist wieder Bundesliga, bis dahin, so scheint es, bleibt uns, den echten Fans, nur das Sonderheft, mit Stecktabelle und überreifen Überschriften, den vertrauten Kalauern der Korrespondenten. Ein Wolf für die Meute. Eine Spinne für die Krone. Auch der Humor kennt keine Pausen. Deshalb machen wir weiter, wie immer. Viel Spaß! CLARK – Dein digitaler Versicherungsmanager: clark.de / goclark.at Ladet zwei bestehende Versicherungen hoch und sichert Euch mit dem Code "MML" einen 30,00 Euro Amazon Gutschein!
01:11:04
Große Ereignisse werfen ihre Flutlichtschatten voraus, doch weil vor dem Pokal immer auch nach dem Finale ist und die Champions League längst ihre eigenen Gesetze hat, sprechen wir heute natürlich erstmal über die Sonntagsszenen aus Lissabon, wo sich junge Männer im Konfettiregen erst Edelmetallvasen über den Kopf gestülpt und später noch eine Trommel vor den Bauch geschnallt haben, als wäre zumindest in Portugal schon Karneval. Das ganz große Henkelpottpourri der Klubeuropameister, die erst über den Kontinent gewalzt sind, um dann auf Triple-Schritten auch das Finale hinter sich zu bringen. Ein Eiertanz, wie ihn sich nicht mal Oliver Kahn besser hätte ausdenken können. Die Luft an diesem Abend, sie schmeckte nach Testosteron und nach Tränen, nach Taumel und Trauer. Mit etwas Abstand aber muss man sich auch noch mal die Umstände auf der pelzigen Zunge zergehen lassen, Knospe es, was es wolle. Denn dort bleibt ein Geschmäckle, weil auch Blutgeld Tore schießt und weil es nur ein bisschen Katar nicht geben kann. So klopfen wir den Bayern auf die breiten Schultern und versuchen gleichzeitig, sie noch am Ärmel zu erwischen. Die Dialektik als Grätsche, mit der wir über den Boden der Tatsachen rutschen, über die Asche der Scheichs, immer nah an der Scherzgrenze. Am Ende, hintenraus also, machen wir es noch mal ganz anders als die Bayern und verteilen Geschenke. Aus der Vergangenheit und aus dem Westen. Denn wo wir sind ist immer unten. Viel Spaß!
01:10:18
Heute, liebe Hörer, ist uns in der Hitze der Nacht noch einmal ein mehrstimmiges Solo-Album gelungen, mit dem ihr wieder problemlos auf allen Hochzeiten tanzen könntet. Weil wir unmittelbar die anderen Saiten aufgezogen und zwischen den Zeilen die falschen Töne gefunden haben. In diesem Fall, das muss man so sagen, ist also Musikke drin. Mehr Kitsch als Krieg, mehr Delay als Jan. Wir, drei Discofüchse ohne Taktgefühl, müssen nun mal so tun, als wüssten wir, was nun zu tun ist. Luxus und Rummenigge bis zum Schluss. Denn MML ist auch, wenn die Hymne zum Abgesang wird und jeder Zwischenruf so klingt, als würden die Spatzen aus dem letzten Loch pfeifen. Und deshalb gibt es in den folgenden 70 Minuten nicht nur kühne Thesen, sondern auch den immer wieder übermütigen Refrain der Opportunisten, die Hookline der Ahnungslosen. Bis uns, am Ende, nur noch die Coverversionen retten können. Das Best-Of der anderen, das Feature befreundeter Philosophen. Auch uns haben, um es mit Mario Basler zu sagen, schon bei der Aufnahme die Ohren gebluded. Aber, Kinners, Liebe wird aus Mut gemacht. Also schaltet ein und dreht das Soundsystem auf bis das Viertel zum Finale wird. Viel Spaß!
01:05:37
Wir kommen aus dem Mainstream und müssen heute Zeugnis ablegen, wollen uns reinwaschen von den Sünden der Vergangenheit. Also sitzen wir bei 47 Grad im Beichtstuhl der Hölle und packen aus, erzählen nichts als die Wahrheit. Ja, wir waren spielsüchtig und haben uns Geld von Wolfgang Bosbach geliehen. Wir wussten es nicht besser. Wir sind jene drei Hornochsen, die nicht gesehen haben, wie gut es alle mit uns meinen. Der Uli, der Kalle, der Clemens. Und es tut uns leid, dass wir jahrelang die Texte für Ikke Hüftgold geschrieben haben, um uns abzulenken von der dunklen Zeit im Dschungel, als wir dumm waren und die Kohle brauchten. Für die Potenzmittel und die Alternativmedizin unserer Frauen. Aber ab heute, versprochen, wird alles anders. Reiner Tisch, weiße Weste, Neuanfang. Denn wir wollen unser altes Leben zurück, endlich wieder angstfrei sprechen, mit einem Kirmes-Jingle nach jedem Satz, mit Beifall für jeden Irrsinn. Das ist unser Ziel, das muss wieder möglich sein. Und wenn ihr uns dabei helft, dann geben wir euch den Fußball zurück, wie er mal war, fahren zu Sport Sohn in Neu-Ulm und kaufen euch allen ein Trikot in Flutlichtblau. Das habt ihr euch verdient. Weil wir euch lieben. Viel Spaß!
01:09:02
Dies ist eine Warnung. Denn heute, liebe Freunde, wird es sehr bayernlastig. Was bedeutet, dass Micky wieder den Hoeneß gibt und wir dann lange über Dortmund sprechen, obwohl wir uns eigentlich über Schalke unterhalten müssten. Aber ihr kennt das ja, wir trotzen der Erwartung, halten uns nicht an Regeln und haben, wie der Uli, große Angst vor dem Internet und allem, was dazu gehört. E-Sport, E-Mail, E-tepetete. Das ganze neumodische Teufelszeug, das den Fußball verdirbt, ihn bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Deshalb sprechen wir ab heute nur noch über Dinge, die uns nahe stehen und über Geschichten, in denen wir uns selbst begegnen. Dreigestirne, Dreimännerbünde, Dreifaltigkeiten. So ist auch diese Folge nicht mehr als ein versiffter Recyclinghof für abgetragene Klamotten und längst eingemottete Evergreens. Für Gags auch, die so alt sind, dass sie schon nächstes Jahr in die Serie A wechseln könnten. Dazu gibt es dann, wie immer und oben drauf, Anzüglichkeiten aus den 80ern und Ballwechsel aus den 90ern. Doppelfehler auf dem harten Boden der Tatsachen. Wir wären so gerne der Flügel einer Taube, sind am Ende aber nicht mal der Reklamierarm von Manuel Neuer. Die Luft nach oben, sie ist uns längst ausgegangen. Fussball MML, das ist nunmal, was man bekommt, wenn man die Kroos-Brüder bei Wish bestellt. Einfach mal Lappen. Mehr Erdmann als Toni, mehr Kater als Felix. Weniger geht nicht. Also viel Spaß!
01:11:09
Nach der kürzesten Sommerpause aller Zeiten haben sich Micky, Maik und Lucas auf dem Rückweg aus dem Italien-Urlaub an der Autobahn getroffen, um auf einem Rasthof in Grenznähe wieder über Themen im Grenzbereich zu sprechen. Da ist schließlich, in der Abwesenheit der drei Kontrollfreaks, ganz schön was liegen geblieben. Und so geht es bei dünnem Kaffee und pappigen Fritten, im Rücken den Kicker und die Neue Revue, die BILD und die Bussi Bär, um nicht weniger als das Karriere-Ende von André Schürrle und den neuen Job vom jungen Hoeneß. Und es wird gleichzeitig ganz leise und dabei doch unfassbar laut, wobei nicht sofort klar ist, wer hier eigentlich wieviel Oktan getankt hat, sind die Analysen doch eher Diesel als super. Nach zwei Monsterdosen allerdings überschlagen sich die Gedanken, kochen die Emotionen über. Wegen Manchester City, der Scheichwerbung, der Langeweile in Europa. Die große Empörung, die noch größere Sinnfrage. Alles steht auf der Kippe. Doch bevor die Lage eskalieren kann, drängen sich die drei gemeinsam durch die Drehtür beim Sanifair und teilen den Pfandbon hinterher brüderlich untereinander. Eine zerrissene Mahnung. Ein stiller Protest gegen die Ungerechtigkeit der Fernsehgelder, gegen diese Schere, mit der man mehr als nur Haare spalten wird. Wer will, kann ihn hören. Hier, jetzt. Im Hintergrund aber jault ein trauriger Benz. Trotzdem viel Spaß!
00:41:10
Vor drei Jahren hat Lucas für sein Buch Heimaterde auch ein Kapitel über Jimmy Hartwig geschrieben, den nach Erwin Kostedde zweiten schwarzen Spieler in der deutschen Nationalmannschaft. Während der Recherche dazu, hat er ihn einen Tag lang in Bayern getroffen und begleitet. Entstanden ist ein Text, der den Bogen schlägt von Hartwig und Kostedde in Offenbach bis zu Jerome und Kevin-Prince Boateng im Berliner Wedding. Er erzählt vom Rassismus, in Deutschland wie im Fußball, und von dem fortwährenden Kampf, in der eigenen Heimat anzukommen. Und hat, leider, nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil. Deshalb haben wir beschlossen, ihn an dieser Stelle noch einmal zugänglich zu machen. Als Spezial. Als exklusive Lesung in der Sommerpause. Wir wünschen euch viel Spaß dabei.
01:04:59
Leute, was sollen wir euch noch sagen? Nach 46 Folgen und einer Handvoll Rudelbildungen, die aus dem Abstand heraus geboren wurden und doch jeden Anstand vermissen ließen, fehlen uns am Ende dieser Saison ganz einfach die Worte. Da kommt jetzt nicht mehr viel, da ist einfach eine Menge auf der Strecke geblieben. Irgendwo zwischen Mutter Ballmann und House of Lars, zwischen Schtunk und Opafon. Deshalb sitzt Micky wie blöd auf der Couch und frisst nicht nur den Ärger in sich hinein, deshalb vertauscht Maik die Vokale und Konsonanten, verwechselt er Kleinod und Hein Blöd und wird schließlich durch eine Stimme vom Band ersetzt, während sich Lucas bis zur Selbstaufgabe selbst zitiert, benommen in die Vergangenheit flüchtet und dort nicht mehr weiß, für wen er den Scheiß hier eigentlich macht. So ein Rückblick ist eben immer auch eine Konfrontation mit der eigenen Unzulänglichkeit, dem Gerede von gestern, den Thesen ohne Trost. Der Trend, er ist kein Freund von uns. Wir sind zu weit gegangen, jetzt gehen wir auf dem Zahnfleisch. Und haben uns trotzdem noch einmal zusammen gerissen. Für euch, die Fans. Herausgekommen ist diese, nun ja, Folge. Schweigen ist Gold, hier allerdings präsentieren wir unsere Sprachlosigkeit auf dem Silbertablett. Fussball MML, der Podcast für die Sommerpause, diesmal live aus dem Stammelwirt. Viel Vergnügen! Kia: Jetzt eine Probefahrt sichern und selbst überzeugen -> www.kia.com comdirect: Hier gibt es das kostenlose Girokonto und das neue BVB-Trikot gratis dazu -> www.comdirect.de/trikot
01:08:23
Drei Männer in einem Hotel in Berlin. Abgekämpft, zittrig, übermüdet. Sie können nicht mehr, aber sie müssen schon wieder. Draußen noch der Jubel der Bayern, drinnen nur eine Flasche Champagner in einem traurigen Kühlschrank. Es ist kurz nach halb Elf, der Fußball kann gnadenlos sein. An seinen Rändern hausen Gestalten. Tun wichtig, wissen es besser. Im Zimmer flackert das Licht, in den Händen schwitzen die Mikros. Aufnahmesituation. Was wird bleiben von diesem Abend, der Woche zuvor? Die Männer schauen zur Decke, als hätte dort jemand die Antwort in Stuck hinterlassen. Ratlosigkeit. Wissen nicht, ob die Luft jetzt dünner wird oder doch schon zum Schneiden ist. Raffen sich auf. Also die Bayern, zum wievielten Mal? Was soll man noch sagen? Heute ist die Spannung gestorben, oder vielleicht gestern. Sie wissen es nicht. Heute ist die Spannung gestorben, das ist jetzt acht Jahre her. Unten im Hof toben die Arglosen. Hier oben werden die Namen verhandelt, die üblichen Verdächtigen, das Kabinett der Kaputten. Immer dieselben. Tönnies und Hoeneß, Hecking und Slomka. Immer das Gleiche. Drei Männer, gefangen in den Wiederholungen dieses Geschäfts, bilden einen Kreis, begegnen sich gleich selbst auf dem Flur, gehen ins Bad und stellen ihren Spiegelbildern die Frage des Tages. Wie fühlen Sie sich? Wer, verdammt, soll so etwas wissen. Morgen ist auch wieder Helmer, Montag ist auch wieder Kampf. Das Ende kommt plötzlich, im Gewand der Pointe. Dann Vorhang. Applaus!
01:05:01
Heute ist Zeugnisvergabe bei Fussball MML. Und weil der HSV zum wiederholten Male die Versetzung in die 1. Klasse verpasst hat, steht am Ende einer unrühmlichen Saison ein klares Mangelhaft. Der Fisch, diesmal stinkt er auch im Kopf. Noch schlimmer ist es, wie so oft, nur auf Schalke, wo Clemens Tönnies in den Fächern Ethik und Geschichte gleich mehrere Ausfälle verbuchen konnte. Hinzu kommen diverse Einträge im Zweiklassenbuch. Tönnies, das kann man so sagen, war in vielen Belangen noch Schlächter als im Vorjahr. Zur Strafe muss der Schweineboss deshalb jetzt gemeinsam mit Armin Laschet die Bürgschaft auswendig lernen. Strophe für Katastrophe. Beim Nachbarn in Dortmund wiederum haben sie sich die Gesamtbeurteilung durch die fehlende Handschrift des Trainers versaut, und dadurch, dass einige Spieler noch immer große Probleme bekommen, wenn sie das Wort Mentalität unfallfrei buchstabieren sollen. Das Ergebis: es fehlen mindestens 7 Punkte für einen versöhnlichen Abschluss. Bleibt noch Werder Bremen, der lustige Klassenclown von der Weser, der am Ende in der eigenen Historie gespickt hat und nun darauf hoffen darf, oben kleben zu bleiben, weil plötzlich auch die Chemie wieder stimmt. Ihre Ehrenrunde allerdings haben sich die Bremer redlich verdient. Und während woanders noch in rote Sitzkissen geweint wird, lassen wir schonmal die Tinte unter dieser Saison trocknen und hoffen auf den nächsten Jahrgang. Viel Spaß!
01:02:05
Leute, Kragen hoch, Pickelhaube auf und dann geht's gleich mittendrin in den Wahnsinn, den wir Bundesliga nennen. Mit Vollgas, obwohl der Tank eigentlich längst leer sein müsste. Doch wir füllen ihn noch einmal randvoll. Mit dem Bourbon, den der Tiger trinkt, während andere Schiffbruch erleiden, und den Tränen, die nach Wasser aus der Weser schmecken, weil die Tabelle keinen Planken bietet, an die man sich noch klammern könnte. Es ist der große Schluck aus dem Reservekanister der Emotionen, mit dem wir noch eben durch die Wüste der Entrüstung kommen. Diesem Niemandsland irgendwo zwischen Gütersloh und Schalke Nord, wo die armen Schweine wohnen und die Schlachtenbummler leiden müssen. Schmerz und Verderben, mit Blut auf die Fahnen geschrieben. Dann beginnt die Nachspielzeit. Und wir angeln uns einen Fisch, der vom Kopf stinkt und warten auf ein Ungeheuer, das Kopfbälle frisst. Denn Nord ist unser Hobby und Häme unser Geschäft. Doch weil wir auch anders können, senden wir gleich danach ehrliche Glückwünsche. Nach Ostwestfalen und nach Mainz. Grüße an die Unabsteigbaren. Von den Unerträglichen. Von Fussball MML, jenem Podcast, der so wenig erste Liga ist wie Paderborn. Und in dieser Saison doch so gerne oben dabei war wie Steffen Baumgart. Wir bereuen nichts. Viel Spaß!
01:12:06
Leute, pünktlich zum Geburtstag von Bildbomber Julian Reichelt geht es diesmal um die Medien und was sie dürfen, um die Klubs und was sie gerne hätten und damit so generell um die Grenzen von Kritik am Spielfeldrand. Da nämlich stehen die Reporter einsam im Feld, das viel zu lange Mikro als stumpfes Bajonett, eine Klinge, über die niemand mehr springen muss. Und die Offiziellen gegenüber offenbaren eine viel zu dünne Haut, die sich an den eigenen Glanz als Sonne gewöhnt hat, jedoch verbrennt, sobald sie unter das Brennglas der Nachfrage gerät. Aber Journalismus ist keine Gefälligkeit und Berichterstattung keine Werbekampagne. Auch wenn der Fußball und seine Figuren das immer wieder gerne vergessen. Dann ringen sie um Fassung und um Worte und sagen hinterher doch immer das Falsche. Stammeln und keifen, bis es dem Spiel die Sprache verschlägt. Ethikräte und Doppelmoralisten. Womit wir auch unmittelbar hinein geraten, in die große Debatte um Abstand und Anstand. In einem Geschäft, in dem Busfahrer mit Schrumpflohntüte gehen müssen, während jene, die es nicht mal schaffen, einen Bus vor dem Tor zu parken, weiter groß verdienen. Weil es hier so lange um Bezüge geht, bis jeder Bezug verloren gegangen ist. Und am Ende nicht mal mehr klar ist, wer eigentlich gerade schlechtere Entscheidungen fällt. Die Unparteiischen im Keller oder die Parteiischen in der Presseabteilung. Dazwischen aber, wie immer, stehen wir als Berichterstatter im Hawaii-Hemd, drei Knallchargen als Korrektiv, die gleich nach dem Anpfiff wissen wollen, wie ihr euch eigentlich fühlt. Ja, gut äh ich sag mal: viel Spaß!
01:09:15
Er hat es wirklich getan. Micky Beisenherz war zu Gast. Im DSF. Bei Thomas Helmer. Zusammen mit dem Bruder vom Uli, dem Glatzkopf vom Kicker und der Dame von der FHM. Profis unter Palmen live aus dem Hilton Hotel am Airport. Und weil er fit war für den Doppelpass, der Doppelpass aber eher nicht fit für ihn, darf er in dieser Folge noch mal alle Witze erzählen, die zuvor in München einfach so wegmoderiert wurden. Freut euch also auf den Worst Case als Best of und auf Christian Streich als Terence Hill. Dazu gibt es die große Medienkritik ohne Selbstzensur, die große Stilkritik ohne Selbstironie und die große Kritikerkritik bis zur Selbstaufgabe. Haarspalterei also mit der ganz feinen Klinge. Denn anders als in Dortmund kommt hier niemand ungeschoren davon. Dafür stehen wir mit unserem Namen. Fussball MML, das mit Abstand beste Trio seit La Haze. Viel Spaß!
01:08:45
Diesmal feiern wir das geschriebene Wort und lesen laut vor. Aus Mitteilungen des DFB und Nachrichten des Präsidenten, aus königsblauen Erpresserbriefen und schwarzgelber Fanpost. Es sind Depeschen aus dem Herzen der Liga, die wir danach sauber falten, zerschneiden und teilweise unkenntlich machen, damit daraus etwas Neues entstehen kann. Im besten Falle Sinn, im schlimmsten Falle Schmerz. Ein Cut-up jedenfalls, in dem irgendwann alles und alle nebeneinander stehen. Fritz Keller neben Scottie Pippen, Jadon Sancho neben Marcus Thuram und Clemens Tönnies neben sich. In dieser Gleichzeitigkeit der Ereignisse bekommen dann auch zwei Spieler je einen Ball an den Ellenbogen, aber es gibt nur einen Pfiff. Und vielleicht müssten wir deshalb in den Keller gehen, nur ist uns zum Lachen nicht zumute. Wir bleiben lieber oben, in der Hand jene Schere, die immer weiter auseinander geht und einen schwarzen Edding für den Schlussstrich, den keiner ziehen wird. So basteln wir uns eine Utopie, die klingt als hätten wir zu lang am Prittstift gerochen. Aber am Ende immerhin könnt ihr euch auch diese Folge übers Bett hängen. Viel Spaß damit! Die Fussball MML Website erstrahlt in neuem Glanz und der ZEITLUPE Newsletter steht zur Abonnierung bereit - also schau direkt mal vorbei: www.fussballmml.de
01:05:51
Um es kurz zu machen, hier nur das Wesentliche: Favre mutlos, Kimmich mit einem Geniestreich, Haaland verletzt, Bayern souverän und verdient Meister. Dann ist kurz Werbung und danach verkünden wir, wer in der kommenden Saison als Trainer auf der Dortmunder Bank sitzen wird. Der Rest ist dann ein gemütliches Stelldichein aus kruden Analysen, miesen Scherzen und ein paar Anekdoten, die wir uns aus zittrigen Fingern gesogen haben. Zum großen Finale allerdings gewähren wir noch einen Blick in den Maschinenraum und sprechen über die reine Kraft der Gedanken, mit der wir ab jetzt über Abstiege entscheiden und Träume von der Champions League platzen lassen werden. Und, ach ja, der Basler kommt natürlich auch noch kurz vorbei. Also alles wie immer bei Fussball MML, der einzigen Dreierkette, mit der man Titel gewinnen kann. Viel Spaß! Alle Infos zum neuen Dell XPS 13: www.dell.de/xps
01:05:40
Wie Kanarienvögel, die ihre Käfige verlassen durften, standen wir plötzlich vor Tribünen, auf denen Geister saßen, die dem Spuk ein Ende bereiten sollten. Der Fußball ist zurück, schrieb eine holländische Zeitung, das Gefühl aber noch nicht. Wir sahen die Bilder der Bundesliga, unterlegt mit der Tonspur des Bolzplatzes, die Leere eines Kompromisses, die Grauzone als Experiment, Laola ohne Echo, Küsse ohne Kontrolle, in die ganze Welt übertragen. Aber eben auch den Beginn einer neuen Normalität, mit dem ersten Tor von Haaland, mit dem ersten Satz von Rummenigge, schon wieder die alte Treffsicherheit der Protagonisten. All das war der Versuch, es doch noch zu schaffen. Nie war der so abgewohnte Begriff des Pflichtspiels treffender als jetzt. Wir müsse da nun durch, ein paar Opfer bringen. Wie David Wagner, der gegen Dortmund fünfmal wechseln ließ. Als erster Trainer der Geschichte. Auch das wird bleiben, nackte Zahlen als Beweis. Randnotizen als Plädoyer. Selbst Zlatan schickte Grüße, selbst Söder saß im Doppelpass. Die Liga hat wieder geöffnet aber alles ist anders, und wir dürfen jetzt gemeinsam hoffen, dass es so bleibt. Viel Spaß!
01:05:41
Endlich geht es wieder los! Was haben wir Bock auf die Bundesliga. Wie schön das wird. Leere Tribünen haben ja eine ganz eigene Akustik. Und Geisterspiele ermöglichen die Konzentration auf das Wesentliche. Neun Spieltage in sechs Wochen, dazu zwei bis drei englische, das müsste eigentlich immer so sein. Fußball satt, das macht bestimmt Hunger auf mehr. Der Neustart ist wie ein Sonnenaufgang. Sollen die Spieler sich mal nicht so haben, allein der Trainingsrückstand wird für Spektakel sorgen, Spannung durch Unterspannung. Und wir können es kaum erwarten, dass der Ball wieder rollt. Leute, all das sind Sätze, die ihr in dieser Folge nicht hören werdet. Denn positiv sind diesmal nur die Test-Ergebnisse aus Dresden. Oder frei nach Franz: da jetzt noch die Spieler aus Ostdeutschland hinzukommen, ist die Sache auf Wochen hinaus untragbar. Viel Spaß!
00:31:22
Ein Mann ist auf einer Mission. Er sitzt in seinem Wagen und filmt sich selbst. Beifahrer, die Kamera untersichtig, ein Lied auf den Lippen. Duckface Killah, er lässt sich zum Olympiastadion fahren, zum Trainingsgelände seines Vereins. Dort öffnet er sonst verschlossene Türen, schüttelt Hände, hat ein paar lässige Gesten dabei, hält irgendwann auch seinen Gehaltsscheck in die Kamera seines Telefons und ist sich vielleicht noch gar nicht bewusst, dass er in diesen Minuten Bundesliga-Geschichte schreibt.
01:07:55
Während alle anderen noch Maske tragen müssen, werden in Köln schon Maulkörbe verteilt, da muss ein Spieler, zuvor positiv auf eigene Meinung getestet, öffentlich und medienwirksam zurückrudern, weil seinem Verein das Wasser bis zum Hals steht. Am Ende, so viel ist sicher, geht aber vor allem die Glaubwürdigkeit baden und die Liga muss sich fragen, wer sie eigentlich sein möchte. Und mit wem. Und wann überhaupt. Die Bayern jedenfalls rüsten schonmal rhetorisch auf, mit Brazzo als Wendehals und Adi-Hainer als Wolf im längst speckigen Schafspelz, wetten Millionen auf eine Zukunft, die mehr denn je eine ungewisse ist. Die große Offensive im Mai, begleitet vom Liveticker der Süddeutschen Zeitung. Oder so ähnlich. Was man sich eben zuraunt, kurz vor dem Kollaps. Wir machen deshalb auch das einzig Richtige und verlassen den Fußball. Für einen flüchtigen Moment, zum Ende hin. Schauen also über den Rand eines Tellers, in dem jene Suppe schwimmt, die ihr jetzt ganz alleine auslöffeln dürft. Mit Stäbchen. Guten Appetit!
00:59:13
Leute, es reicht. Uns und euch und überhaupt. Es ist genug. Mit den Rückblicken und Legenden, der Verklärung in Zeitlupe. Den besten Momenten und schönsten Toren. Den vergangenen Titeln und zurecht vergessenen Abstiegen. Das Weißbier schal, das Konfetti verweht, die Tränen getrocknet. Auch die Arenen tragen längst andere Namen. Wir, das könnt ihr ruhig glauben, möchten das nicht mehr sehen. Historische Konferenzen, Jubel aus der Konserve, Entscheidungen und Stürmer, von denen wir seit Jahren wissen, wann sie fallen. Wir sind des Ganzen überdrüssig, wollen keine Schalte zu Allofs, Bonhof und Kleff. Keinen Skype-Call mit Didi, Bruno und Mirko. Dieses Trainerkarussell auf der Erinnerungskirmes. Diesen Schulterblick, bei dem sich die Nackenhaare aufstellen. Das alles, die Trikots, die Geschichten, immer zwei Nummern zu groß, abgetragen, ausgeleiert. Wir möchten endlich wieder zurück auf den Acker der Gegenwart, auf unseren Spielplatz, möchten dort wieder an die Überraschung glauben, an den späten Ball, der vielleicht doch noch über die Linie springt. Wir möchten, dass Müller den Vorlagen- und Lewandowski den Müllerrekord bricht. Wir möchten, dass Kloppo Meister wird und Lars Stindl zu Olympia fährt. Und dass Sven Bender der einzige ist, der im Stadion Maske trägt. Wir möchten unseren Fußball zurück. Heute noch, jetzt.
01:07:47
Man muss es jetzt, nach fünf Wochen Krise, ganz klar so sagen: ohne das Spiel ist MML plötzlich ganz bei sich. Keine Ergebnisse, die unsere Prognosen verwässern, keine Ereignisse, die unsere Expertisen Lügen strafen könnten. Ohne Ball, da geht es uns wie David Odonkor, sind wir Weltklasse. Kein Zweifel, keine Widerrede. So stehen wir am Berg der Erkenntnis, drei Esel, die voller Inbrunst in den Abgrund schreien, weil sie kein Echo fürchten müssen. Und es ist diese Kulisse, vor der schließlich alles möglich erscheint. Neuer in Turin, Brazzo am Pranger, Nübel im Tor. Dazu bayrische Bossmoves, taiwanesische Trommelroboter und peinliche Pappkameraden. Eher Stadium als Stadion, eine Entgrenzung, aufgezeichnet an diesem 20. April, an dem wir uns auch selbst gratulieren wollen. Zum Durchhalten, trotz aller Parolen. Zur weißen Weste, ganz ohne Paraden. Denn eines ist sicher: wenn jetzt noch die Geister dazu kommen, sind wir auf Jahre hinaus unschlagbar. Viel Spaß!
01:16:19
Geburtstage wie diese Labbadia zur Hertha. Möller zu Boden. Moukoko zur EM. Und Rudi Völler zum Geburtstag. Passend zum Jubiläum gibt es am Ostermontag mehr zu besprechen, als sonst nach jedem durchschnittlichen Bundesliga-Wochenende, wenn der FC Bayern wieder mal in Augsburg gewonnen hat, der BVB aber eben nicht in Paderborn. So rauschen Micky, Maik und Lucas in dieser Folge dann auch durch die Jahrzehnte, sind mit Litti und Tante Käthe in Rom, mit Bruno in Berlin und mit den Gedanken beim Andi in Schusters Strafraum. Heben also ab und landen unsanft, die ganze Sendung eine einzige Schutzschwalbe der drei Lahmen am Grill, zwischen die auch nach drei Jahren noch immer ein Kleinlaster passt, weil sie sich weiterhin weigern, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Oder so ähnlich. Wer jetzt noch wissen will, was Ralf Weber und Uwe Spies damit zu tun haben und wieso Pierre Littbarski selbst Germanisten eine Lehrstunde erteilen könnte, der möge einschalten und mitfeiern. Und, ach ja, einen neuen Slogan haben wir uns zum Ehrentage auch noch einfallen lassen. Viel Spaß! WEBER: Aktionsgrill von Weber kaufen und Drehspiess sichern: https://www.weber.com/DE/de/springstart/weber-1912930.html
01:07:31
Nach mehr als 40 Jahren und etwa 7253 Folgen Säbener Straße war Schluss. Uli Hoeneß, die Münchner Mutti, lebt jetzt zurückgezogen am Tegernsee, mit seiner Frau und einem alten Telefon mit Drehscheibe, mit dem er abwechselnd bei Jupp Heynckes und Thomas Helmer anruft. Seinen Job allerdings müssen nun andere machen. Der Kalle zum Beispiel, der Brazzo vielleicht und seit kurzem auch der Kahn, der keinen Vornamen braucht, um Ordnung in den Laden zu bringen. Und, was soll man sagen, bisher läuft es beim FC Bayern. Flick ist jetzt Trainer für immer, Müller bleibt, weil der Hansi bleibt und der Leroy darf in Manchester weitermachen, weil er Rücken hat. Warum wir euch das alles so ausführlich erzählen? Na, weil draußen immer noch Krise ist, Home Office, Kleinstgruppentraining, Doppelpass mit Kühne auf Skype. Da geht sonst nicht viel. Was bleibt, sind bajuwarische Bürokratien und der Blick auf einen Monat, in dessen Geschichte Tragödien auf Komödien und Super-Eigentore auf Titan-Einlagen folgten. Und, ach ja, in Oklahoma gibt es einen Typen, der mit großen Katzen kleine Geister beschwört. Was das mit Memphis Depay zu tun hat, erfahrt ihr in der neuen Folge Fussball MML, eurem Netflix für die Ohren. Viel Spaß! WEBER: Aktionsgrill von Weber kaufen und Drehspiess sichern: https://www.weber.com/DE/de/springstart/weber-1912930.html
01:10:34
Was hätte das für eine bekackt langweilige Sendung werden können. Corona, Covid-19, der oder das Virus. Dazu wieder Aki, der unter Volksnähe nur Weihnachtssingen versteht und Kalle Rummenigge, der soziale Distanz vor allem im Umgang mit Uli Hoeneß pflegt. Dann aber kam der HSV, weil auf die Raute immer Verlass ist, und brachte ein Stück Normalität in die Krise. Hoffmann, Kühne und Jansen, wenn schon die kleinen Bühnen schließen müssen, sorgen wenigstens die Hamburger weiter für die großen Dramen. Und weil weder Lucas noch Micky Lust hatten, sich auf diesen Quatsch einzulassen, musste diesmal Maik an die Berichterstatter Front, als Korrespondent vom Kiez, um in gerade mal 12 Minuten kurz und verständlich zu erklären, was da eigentlich los war beim Nachbarn ausm Volkspark. Weil so viel Gegenwart momentan allerdings besonders schmerzt, nahmen die drei gleich danach die Abzweigung in Richtung Nostalgie und begannen, mit den großen Namen zu jonglieren. Der lange Schulterblick zurück, die schönsten Tore, die besten Frisuren, Popkultur mit Beckham, Dadaismus mit Cantona. Und ganz am Ende durften sogar noch der Pistolero und ein trauriger Tadschike über diesen Kunstrasen des Klamauks tanzen. Wem das noch nicht genug ist, der hat den Fußball nie geliebt. In diesem Sinne: Viel Spaß!
00:47:06
Leute, als großes Fussball MML Literaturspezial gibt es diesmal, bisschen außer der Reihe, ein Kapitel aus dem Buch „Was wollen die denn hier? – Deutsche Grenzerfahrungen“ von Lucas Vogelsang, der sich darin, gemeinsam mit dem Schauspieler Joachim Król, auf eine Reise begeben hat. 30 Jahre nach dem Mauerfall sind die beiden durch ein ehemals geteiltes Land gefahren und haben Menschen getroffen, deren Leben 1989 noch einmal neu begonnen haben. Im Osten und im Westen. Kippfiguren, Wendebiografien. Eine Frau, die zwei Tage vor der Maueröffnung von Magdeburg über Bayern nach Bochum geflüchtet ist. Den Werksleiter des einzigen geteilten Tagebaus in Deutschland, in dem die innerdeutsche Grenze verschiebbar war, flexibel. Einen Grenzsoldaten, der mit den Hacken auf dem weißen Strich stand, im Rücken schon die BRD, Feindesland. Und eben Andy Thom, den ehemaligen Dynamo- und DDR-Nationalspieler, der als erster Fußballer legal in den Westen, in die Bundesliga wechseln durfte. Damals eingekauft vom XXL-Manager Reiner Calmund. Thom hat Vogelsang und Król in Berlin empfangen und dann mitgenommen in die alte Heimat. So ist dieses Kapitel entstanden: Seitenwechsel. Nun lesen Lucas Vogelsang und Joachim Król daraus. Viel Spaß! „Was wollen die denn hier?“ ist im Rowohlt-Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich. Das Hörbuch gibt es beim Jumbo-Verlag oder als Download bei audible.
00:59:49
Es ist die zweite Woche in Quarantäne und wir melden uns mit dem vorerst letzten Corona-Brennpunkt aus dem Hause MML. Denn ab kommender Woche drehen wir frei, dann geht alles, dann genießt ihr mit uns Zeitreisefreiheit, dann gibt es Sozialedistanzschüsse aus dem Halbfeld der Ermüdung. Bis dahin aber bekommt ihr hier die volle Dröhnung Realität. Live aus den Home-Officen in Hamburg und dem Wedding, von Männern, die schlecht frisiert und in Risikogruppen-Strickjacken vor tropischen Fototapeten sitzen und auf ein Drittel ihres Humors verzichten, um sich solidarisch zu zeigen. Mit Carsten Cramer und Armin Laschet. Mit Aki Watzke und Franz-Josef Wagner. Und natürlich auch mit Amine Harit und Luka Jovic, den beiden Ausderreihetänzern, die Quarantäne noch immer für einen Fortnite-Jubel halten. Alles drin also, hinter natürlich vorgehaltener Hand, dem Dybala-Jubel als Prävention, und im sicheren Abstand von 1,5 Halbsätzen. Das sind wir euch schuldig. Denn niemand sollte uns ungelogen so nahe kommen wie wir der Wahrheit. So zählen wir, jeder für sich, bis zwei. Und dann geht's los. Viel Spaß!